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Rekordhohe Zuckerrüben-Ernte
13.03.2012 - (lid) – Die Zuckerrüben-Produzenten konnten im 2011 dank idealen Wetterbedingungen rund 1,83 Mio. Tonnen Zuckerrüben ernten – so viel wie noch nie. Sorgen bereitet ihnen die Agrarpolitik 2014/17. Diese sieht eine Kürzung der Beiträge vor.
2011 war ein ideales Jahr für den Anbau von Zuckerrüben: Die Aussaat konnte so früh abgeschlossen werden wie nie zuvor, Ende März war das Saatgut bereits im Boden. Im Frühjahr herrschten warme Temperaturen. Allerdings blieben ergiebige Niederschläge bis im Juli aus. Die Trockenheit hat den Zuckerrüben aber nicht geschadet, zumal sie dadurch lange Wurzeln gebildet haben. Resultat einer langen Vegetationszeit: Die Produzenten verzeichneten mit durchschnittlich 92 Tonnen pro Hektare hohe Flächenerträge. Gesamthaft belief sich die Ernte auf 1,83 Mio. Tonnen Zuckerrüben – ein neuer Rekord. Die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld haben rund 290‘600 Tonnen Zucker hergestellt. Die ganze Kampagne dauerte mit 103 Tagen so lange wie nie zuvor. Der Zuckergehalt lag bei 17,9 Prozent, ein durchschnittlicher Wert.
Sorgen bereiten den Zuckerrüben-Produzenten die vom Bundesrat skizzierte Agrarpolitik 2014/17. Diese sieht eine Reduktion der Beiträge von 400 Franken pro Hektare vor. Dass sich der Anbau von Zuckerrüben in der Schweiz überhaupt lohne, hänge aber massgeblich von den Anbaubeiträgen ab, erklärte Samuel Keiser, Präsident des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer, an der Delegiertenversammlung vom 13. März in Bern. Dies, weil die Schweizer Zuckerbranche infolge Abbau des Grenzschutzes direkt dem EU-Markt ausgesetzt ist. Die vom Bundesrat vorgesehene Beitragskürzung würde den Zuckerrübenanbau gefährden, so Keiser.
Mehr zur letztjährigen Zuckerrüben-Ernte im LID-Mediendienst vom 4. November 2011: bit.ly/vJOb4f



