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Standpunkte 2003

Sicherzustellende Kennzeichnung einheimischer Produkte

Standpunkt vom 22. September 2003

Mit dem zunehmenden internationalen Handel - auch in Folge der Bilateralen Verträge mit der EU und der WTO-Bestimmungen - wird die Marktpositionierung unserer einheimischen Produkte immer wichtiger. Ein wesentliches Element ist eine lückenlose Deklaration, damit die Konsumenten ihre Kaufentscheide in Kenntnis aller Sachverhalte treffen können.

Die Marke "Suisse qualité" - ich erinnere daran, dass es sich hier nicht um ein Label handelt - verfolgt genau dieses Ziel: Die Konsumenten sollen einheimische Produkte eindeutig erkennen können.

Unsere Nachbarländer haben die Wichtigkeit einer solchen Kennzeichnung bereits erkannt. In Österreich beispielsweise werden einheimische Produkte mit dem Herkunftszeichen "Made in Austria" ausgestattet. Die Ziele von "Suisse qualité" dürfen nicht wegen eines juristischen Namensstreits gefährdet werden. Alle beteiligten Branchen müssen die nötige Umsicht an den Tag legen, um gemeinsam eine Lösung für die sich stellenden Probleme zu finden.

Die EUREPGAP-Standards, welche in mehreren EU-Staaten lanciert wurden, um eine verbesserte Produktsicherheit und Rückverfolgbarkeit sicherzustellen, stehen zur Zeit auch bei uns in den Bereichen Obst, Gemüse und Kartoffeln zur Diskussion. Obwohl der erste Schritt voraussichtlich in den erwähnten Sektoren stattfinden muss, müssen sowohl in den Bereichen Pflanzenbau als auch Tierproduktion entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. In der EU wird hier kein Unterschied gemacht. Vor diesem Hintergrund müssen wir verhindern, dass unsere Produkte diskriminiert werden, sei es auf dem Inlandmarkt durch entsprechend zertifizierte Importprodukte oder sei es im Export, wo unsere Produkte den Anforderungen genügen müssen. In diesem Zusammenhang ist es aber entscheidend, dass unsere Vorschriften (ÖLN) und "Suisse qualité" vollständig anerkannt werden. Es geht nicht nur darum, die volle internationale Anerkennung zu erhalten, die nur schon deshalb gerechtfertigt ist, weil wir uns an die weltweit mit Abstand restriktivsten Produktionsmethoden halten. Es geht auch darum, mühsamen Verwaltungsaufwand und zusätzliche Kontrollen, die immer mit entsprechenden Zusatzkosten verbunden sind, zu verhindern. Unser wirtschaftliches Umfeld muss in der heutigen Marktlage unbedingt flexibilisiert und nicht im Gegenteil zusätzlich kompliziert werden!

Der SBV wird sich, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Branchen, in diesem Sinn engagieren.


Jacques Bourgeois, Direktor SBV

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