Standpunkte 2012
Qualitätsstrategie muss optimiert werden
Standpunkt vom 25. Mai 2012
Ein Vergleich unserer Strukturen und unserer Produktionskosten mit jenen unserer Nachbarländer bestätigt, wie wichtig es ist, uns von den ausländischen Mitbewerbern abzuheben. Die Positionierung unserer Nahrungsmittel bedingt die Schaffung von grösstmöglichem Mehrwert über Forschung, Innovation, spezifische Normen sowie entsprechende Information und Marketingbemühungen. Diese Rahmenbedingungen sind für die Positionierung unserer Produkte unerlässlich. Die Qualitätscharta, welche im Juni 2012 offiziell im Beisein von Bundesrat Johann Schneider-Ammann bestätigt wird, wurde kürzlich veröffentlicht. Die Marktakteure und die im Agrar- und Lebensmittelsektor involvierten Organisationen werden aufgerufen, ihr beizutreten. Es ist an diesen Leadern der Nahrungsmittelproduktion, -verarbeitung und –verteilung, die Positionierung der Schweizer Nahrungsmittel zu konkretisieren und zu stärken. Dies kann über die Schaffung einer dynamischen Plattform erreicht werden. Sämtliche Akteure der Wertschöpfungskette sollten sich daran beteiligen, um die Wertschöpfung ihrer Produkte weiter zu steigern. Dieser Mehrwert soll sichtbar und anerkannt sein – ein Ziel, das unter anderem durch eine lückenlose Deklaration und eine glaubwürdige Swissness erreicht werden soll. Die kürzlich durch den SBV durchgeführte Umfrage zeigt, dass das Schweizer Volk grossen Wert auf eine konsumentennahe Produktion legt. Diese Position soll nächstens im Bundeshaus durch entsprechende Erlasse klar gefestigt werden. Wir werden ausserdem unsere Ursprungsbezeichnungen und Marken ausserhalb unserer Grenzen schützen müssen. Wir dürfen nicht tolerieren, dass Kopien wie der wohlbekannte „Grand Cru Gruyère“, der bloss den Namen trägt, aber nicht im geringsten die für einen „Grand Cru“ geforderten Kriterien erfüllt, die Bemühungen eines ganzen Sektors zunichte macht. Die Missbrauchsbekämpfung, wie wir sie schon seit Jahren fordern, sollte dadurch endlich verwirklicht werden können und zwar nicht nur in unserem Land, sondern auch – und vor allem – im Ausland.
Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Nationalrat FDP



