Positionen
Gentechnologie
Am 27.November 2013 läuft das Gentechmoratorium aus. Der Schweizerische Bauernverband sieht nach wie vor keine überzeugenden Gründe, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zuzulassen. Solange die Bevölkerung der Gentechnologie kritisch gegenübersteht, und die Konsumenten „ohne Gentechnik“ hergestellte Produkte fordern, soll die Schweizer Landwirtschaft als Ganzes auf dieses Qualitätsmerkmal setzten. Eine Koexistenz mit GVO-Kulturen würde bei den heute geltenden Toleranzwerten beträchtliche Kosten – bei der Produktion, der Verarbeitung und in der Administration – mit sich tragen. Kosten, welche die Schweizer Produktion unnötig verteuert, zumal die heutigen GV-Sorten für die Schweizer Landwirtschaft wirtschaftlich nicht interessant sind. Auf diesen Schluss kamen auch die landwirtschaftlichen Projekte aus dem Nationalen Forschungsprogramm NFP59.
Die Weiterentwicklung der Technologie soll mit der Forderung eines weiterhin befristeten Anbaumoratoriums aber nicht gehindert werden. Im Gegenteil: Die Zeit ist zu nutzen, um die Rechtsgrundlagen für die Anwendung der Gentechnologie in der Landwirtschaft zukunftsgerichtet auszugestalten, damit die Technologie in der Pflanzenzucht für die wirklichen Herausforderungen genutzt werden kann.


