Positionen
WTO
Seit 1986 wird die Landwirtschaft in die Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO einbezogen. Ziel der Verhandlungen im Agrarbereich ist der Abbau von Verzerrungen im internationalen Agrarhandel und dessen Liberalisierung. Problematisch ist dabei, dass die Landwirtschaft an Standort und Gesellschaftsform des jeweiligen Landes gebunden ist und neben der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte auch gemeinwirtschaftliche Leistungen erbringt. Die einzelnen WTO-Mitglieder haben Allianzen gebildet, um ihren Stimmen mehr Gewicht zu geben. Die Schweiz ist Mitglied der G-10, welche eine moderate Position hinsichtlich des Abbaus von Zöllen und der Reduktion von Inlandstützen anstrebt. Sie setzt sich in den WTO-Verhandlungen zudem für die Berücksichtigung der multifunktionalen Aspekte der Landwirtschaft ein.
Die „offizielle“ Schweiz möchte erreichen, dass nicht-handelsbezogene Anliegen in den Verhandlungen berücksichtigt werden. Sie strebt Regeln für eine lückenlose Deklaration von Nahrungsmitteln an. Nur so kann die Schweizer Landwirtschaft mit ihren qualitativ und ökologisch hoch stehenden Produkten auch in offenen Märkten erfolgreich bestehen.

