Inhalt - Internationale Vergleiche

Internationale Vergleiche

Dieser Bereich enthält internationale Daten zu Landwirtschaft und Ernährung. Dies ermöglicht Vergleiche mit Zahlen der Schweizer Landwirtschaft. Die wichtigsten Quellen der Daten sind EUROSTAT, die FAO, die eidgenössische Zollverwaltung (EZV), die UBS und der internationale Währungsfonds.

Kapitel 12 der Publikation SES: Internationale Vergleiche (pdf)

 

Anlässlich der Strukturerhebung von 2010 wurden in den 27 Ländern der europäischen Union 12 Millionen Landwirtschaftsbetriebe (mit einer wirtschaftlichen Grösse von mindestens einer europäischen Grösseneinheit) gezählt. Diese bewirtschafteten eine Fläche von 171 Millionen ha insgesamt und rund 14,3 ha je Betrieb. Die Tschechische Republik mit einer durchschnittlichen Betriebsgrösse von 152,3 ha, Grossbritannien mit 84,0 ha, die Slowakische Republik mit 77,5 ha, Dänemark mit 62,8 ha, Luxemburg mit 59,3 ha, Deutschland mit 55,8 ha und Frankreich mit 53,9 ha übertrafen diesen Durchschnitt um deutlich mehr als 100 %. Malta mit 0,9 ha, Zypern mit 3,0 ha, Rumänien mit 3,4 ha, Griechenland mit 4,8 ha und Slowenien mit 6,5 ha erreichten hingegen weniger als die Hälfte davon. (Tabelle 12.1) Die Schweiz verfügt gemäss den Angaben der FAO über 0,3 Promille der weltweiten Wies- und Ackerfläche (2011) und beherbergt 1,2 Promille der Weltbevölkerung (2012). Mit einer Person auf 19 Aren Acker-, Wies- und produktiver Weidefläche ist sie dichter besiedelt als die meisten europäischen Länder. Von Malta abgesehen, weisen in Europa lediglich die Niederlande mit 11,5 Aren und Belgien mit 12,3 Aren eine noch geringere pflanzenbaulich nutzbare Fläche je Einwohner auf. Aber nur über einen Fünftel bis einen Drittel dessen, was Schweizern an Acker-, Wies- und Weideland durchschnittlich zur Verfügung stand, verfügten Einwohner von Japan und Israel. In Australien anderseits traf es auf einen Einwohner fast 100 Mal so viel Land wie in der Schweiz. (Tabelle 12.5) Nach der gleichen Quelle verfügte die Schweiz im Jahre 2012 über einen Anteil von 0,2 Promille der Getreideanbaufläche und 1,0 Promille des Rindviehbestandes, produzierte jedoch 6,2 Promille der Kuhmilch, 2,1 Promille des Rindfleisches und 1,5 Promille des Schweinefleisches. (Tabelle 12.6) Mit 140 Milliarden US-Dollars erzielten die USA im Jahr 2011 im internationalen Handel mit Landwirtschaftsprodukten den höchsten Umsatz. Auf den nächsten Plätzen folgten die Niederlande (89 Milliarden), Deutschland (80 Milliarden), Brasilien (80 Milliarden) und Frankreich 74 Milliarden). Bei den Einfuhren lag China vor den USA, Deutschland, Japan und dem Vereinigten Königreich an der Spitze. Die Schweiz bezog 0,6 % und lieferte 0,5 % des Weltagrarhandelsvolumens. (Tabelle 12.7)