Inhalt - Viehwirtschaft

Viehwirtschaft

Dieser Bereich enthält Angaben zu den Tierbeständen und zur tierischen Produktion. Die Daten stammen u.a. von den landwirtschaftlichen Betriebszählungen und den landwirtschaftlichen Strukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS), diversen landwirtschaftlichen Organisationen sowie Erhebungen und Auswertungen von Agristat.

Kapitel 3 der Publikation SES: Viehwirtschaft (pdf)

 

Die Bestandesdaten in diesem Kapitel stammen vom Bundesamt für Statistik (BFS) und unterliegen derselben Definition des Landwirtschaftsbetriebes wie die Angaben zu den Betriebsstrukturen und den Flächenzahlen in den beiden vorangehenden Kapiteln. Dabei übernimmt das BFS seit dem Jahr 2009 die Daten des Rindviehbestandes von der Tierverkehrsdatenbank (TVD). Allerdings werden auch dabei nur jene Tiere der Rindergattung berücksichtigt, welche auf Landwirtschaftsbetrieben stehen. Mit der Tierhaltung werden pflanzliche Futtermittel zu hochwertigen Nahrungsmitteln wie Milch, Fleisch und Eier veredelt. Dabei wird insbesondere auch Raufutter von nicht ackerfähigen Lagen wie z.B. den Sömmerungsweiden sinnvoll verwertet. An erster Stelle steht dabei das Rindvieh, dessen Bestand im Jahr 2013 insgesamt 1 557 474 Tiere zählte. Der Kuhbestand lag bei 703 489 Kühen, darunter 116 880 «andere Kühe», welche grösstenteils Mutter- und Ammenkühe sind. Anzahlmässig in der gleichen Grössenordnung wie der Rindviehbestand bewegt sich der Schweinebestand. Dieser wurde Ende der Achtzigerund in den Neunzigerjahren von rund 2,2 Millionen Tieren auf rund 1,5 Millionen Tiere zu Beginn dieses Jahrhunderts abgebaut. Bei den Schweinen führt der bekannte Schweinezyklus zu Veränderungen des Bestandes in einem Intervall von etwa vier bis fünf Jahren.

In den letzten Jahren wurde der Geflügelbestand vergrössert. Dies gilt insbesondere für das Mastgeflügel, welches mittlerweile rund zwei Drittel des Geflügelbestandes ausmacht. Die Ursache dafür liegt insbesondere in der langsamen aber kontinuierlichen Veränderung der Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung. Auch wenn es von aussen betrachtet nicht danach aussehen mag: Schafe, Pferde und Ziegen sind wesentlich weniger zahlreich als Rinder, Schweine und Geflügel. Insbesondere Schweine und Geflügel verbringen aus diversen Gründen mehr Zeit in den Ställen als die Raufutterverzehrer, welche zur Fütterung einen Teil der Zeit auf der Weide verbringen und deshalb leichter wahrgenommen werden. Hier gibt es somit eine Diskrepanz zwischen der optischen Wahrnehmung und den statistischen Bestandesdaten.