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Auch Blumen werden teurer

Dass der Krieg zu steigenden Preisen bei Produktionsmitteln führt, ist mittlerweile bekannt. Logischerweise müssen auch die Preise landwirtschaftlicher Produkte steigen – zum Beispiel bei den Selbstpflück-Schnittblumen. In diesem Bereich ist die Kundschaft äusserst preissensibel. Viele Blumen zu einem günstigen Preis, das lockt die Kundschaft zu einem Schnittblumenfeld. In den letzten rund 15 Jahren sind die Preise konstant geblieben. Lange haben die Blumenproduzentinnen und -produzenten an gerundeten und damit vielleicht zu tiefen Preisen festgehalten, unter anderem um in der Selbstbedienung das Münzproblem zu entschärfen. Die steigenden Preise für Treibstoff, Dünger und Maschinen erfordern jedoch Anpassungen: Produzenten und Produzentinnen sollten nun über eine Preiserhöhung bei ihren Schnittblumen nachdenken, sonst sind Arbeit und Aufwände nicht mehr bezahlt. Sie kennen ihre Kundschaft am besten und wissen, wie viel sie verlangen können. Helfen kann ein kurzer Brief bei der Kasse, um die Situation zu erklären. Dort können auch die Vorteile einheimischer Blumen hervorgehoben werden: Hier gewachsene Pflanzen, die keinen Transport hinter sich haben und deshalb so frisch sind wie sonst nur aus dem eigenen Garten.

Katharina Scheuner

Katharina Scheuner

Belpstrasse 26, 3007 Bern
katharina.scheuner@sbv-usp.ch 
Departement Kommunikation und Services
Geschäftsbereich Kommunikation

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Statistik der Woche
Woche 36-2022

09.09.22 | Seit 2017 ist der Produzentenpreis für Molkereimilch fast kontinuierlich angestiegen und hat inzwischen das Ni-veau des Jahres 2014 überschritten. Die Milchproduktion ist jedoch seit der zweiten Hälfte des Jahres 2021 rück-läufig. Das nasse Wetter 2021 erschwerte den Futterbau und führte zu einer mässigen Qualität des Winterfutters 2021/2022. Im laufenden Jahr erschwert die Trockenheit den Futterbau. Aufgrund des Ukraine-Krieges sind zu-dem die Kraftfutterpreise massiv angestiegen. Deshalb geht die Milchmenge trotz steigenden Preisen weiter zurück. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass vermehrt Butter importiert werden muss. In der Grafik sind die Angaben jeweils über die letzten 12 Monate summiert (Menge) bzw. gemittelt (Preise), um die saisonalen Schwankungen auszublenden.

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Woche 35-2022

02.09.22 | Seit 2017 ist der Produzentenpreis für Molkereimilch fast kontinuierlich angestiegen und hat inzwischen das Ni-veau des Jahres 2014 überschritten. Die Milchproduktion ist jedoch seit der zweiten Hälfte des Jahres 2021 rück-läufig. Das nasse Wetter 2021 erschwerte den Futterbau und führte zu einer mässigen Qualität des Winterfutters 2021/2022. Im laufenden Jahr erschwert die Trockenheit den Futterbau. Aufgrund des Ukraine-Krieges sind zu-dem die Kraftfutterpreise massiv angestiegen. Deshalb geht die Milchmenge trotz steigenden Preisen weiter zurück. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass vermehrt Butter importiert werden muss. In der Grafik sind die Angaben jeweils über die letzten 12 Monate summiert (Menge) bzw. gemittelt (Preise), um die saisonalen Schwankungen auszublenden.

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Statistik der Woche
Woche 34-2022

26.08.22 | Im Jahr 2022 fielen bisher extrem wenig Niederschläge. Im Vergleich zum letzten Trockenjahr 2018 gab es im Mittelland nur im April und im Juni wesentlich mehr Regen als in den betreffenden Monaten des Jahres 2018. Die Wasserbilanz schätzt das verfügbare Wasser. Dieser Wert ergibt sich aus den Niederschläge abzüglich der potenziellen Verdunstung. Das sehr warme Wetter führte 2022 zu einer hohen Verdunstungsrate. Die kumulierte Wasserbilanz ist deshalb seit Mitte Juli im Mittelland negativ: Es konnte mehr Wasser verdunsten als aus den Niederschlägen zur Verfügung stand. Dies hat für die Landwirtschaft vielerorts gravierende Auswirkungen. So leiden viele Kulturen unter Wassermangel, reduzieren das Wachstum oder werden notreif. Vielerorts wächst zu wenig Futter für die Nutztiere, weshalb oft schon die Wintervorräte verfüttert werden müssen.

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Standpunkte
Jetzt durchstarten gegen die Massentierhaltungsinitiative!

19.08.22 | „Die Initiative wird sowieso abgelehnt, warum also sollen wir erneut einen grossen Aufwand betreiben?“ Auch eine bedeutende Fachzeitschrift unterstreicht gerne, dass die Massentierhaltungsinitiative keine Chancen habe. Solche und ähnliche Aussagen hört man zurzeit oft. Spätestens die erste Umfrage der TA-Medien-Gruppe zeigt, dass die Massentierhaltungsinitiative kein Selbstläufer ist. Das liegt nicht zuletzt am clever gewählten Titel. Denn wer will schon Massentierhaltung? Niemand, auch wir nicht! Wer sich also nicht mit den Forderungen und ihren Folgen befasst und auch keine Vorstellung der Tierhaltung in der Schweiz hat, wird dazu neigen, Ja zu stimmen. Erste Umfrageresultate sind mit Vorsicht zu geniessen. Aber es erstaunt doch, dass wir bei der ersten Umfrage beim gleichen Ja-Anteil sind, wie letztes Jahr bei der Trinkwasser- und Pestizidfrei-Initiative. Dort hat die Landwirtschaft dann alles gegeben und in einem enormen gemeinsamen Engagement eine Ablehnung von 60 Prozent erreicht. Die Massentierhaltungsinitiative erweist sich ebenfalls als kein Selbstläufer, die Ablehnung ist nicht zum vornherein klar.

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Statistik der Woche
Woche 32-2022

19.08.22 | Jeder kann die Statistik wählen, welche ihm am besten gefällt! In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Nutztie-re in der Schweizer Landwirtschaft von etwas mehr als 13 Millionen Tiere auf 16 Millionen Tiere angestiegen. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich das Geflügel. Die Bestände der Legehennen und der Mastpoulets haben deutlich zugenommen. Versucht man die Tierbestände in einer besser vergleichbaren Form auszudrücken, dann bietet sich dazu die Grossvieheinheit (GVE) an, welche einer ausgewachsenen Kuh entspricht. Rechnet man die Bestände in Grossvieheinheiten um, so bestreitet das Rindvieh vor den Schweinen mit Abstand den grössten An-teil am Gesamtbestand. Bei dieser Art der Betrachtung ist der Anteil des Geflügels bescheiden. Die gesamten Grossvieheinheiten sind in den letzten zehn Jahren knapp unter 1,3 Millionen gesunken. Verantwortlich dafür ist vor allem der Rückgang des Rindvieh- und des Schweinebestandes. Weitere statistische Angaben zur Viehwirt-schaft finden Sie in der soeben aktualisierten Ausgabe des Kapitels Viehwirtschaft der Publikation «Statistische Erhebungen und Schätzungen» unter www.agristat.ch | Statistische Erhebungen und Schätzungen.

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Statistik der Woche
Woche 31-2022

12.08.22 | Die Zahl der Abschlüsse im Berufsfeld Landwirtschaft entwickelt sich trotz dem Rückgang der Landwirtschaftsbetriebe stabil. In den letzten 20 Jahren hat höchstens die Zahl der abgeschlossenen höheren Fachprüfungen (2021: 112 Abschlüsse) abgenommen. Die Abschlüsse des Fähigkeitszeugnisses (2021: 1131 Abschlüsse) und der Berufsprüfung (2021: 323 Abschlüsse) entwickeln sich weitgehend stabil. Mehr Angaben zum Thema Bildung sind in der aktuellen Ausgabe des Kapitels 12 der Publikation «Statistische Erhebungen und Schätzungen» verfügbar.

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AGRISTAT aktuell
Agristat Aktuell 07-22: Dünger: Preis- und Importentwicklung in Zeiten der Unruhe

11.08.22 | Die Düngerimporte der Schweiz sind über die letzten Jahre mehrheitlich konstant geblieben. Dünger werden vorwiegend via Schiff- und Strassenverkehr eingeführt. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Nachbarländer sowie Belgien und die Niederlande. Aus Russland wird seit dem März 2022 kein Dünger mehr importiert. Aufgrund der Corona-Krise und dem Krieg in der Ukraine sind die Düngerpreise so stark gestiegen, wie dies seit 2008 nicht mehr der Fall war. Die hohen Preise können weltweit und auch in der Schweiz zu tieferen Erträgen im Pflanzenbau führen.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juli 2022

11.08.22 | Der Juli 2022 war sehr heiss, sonnig und trocken. Er war der viertwärmste Juli seit Messbeginn 1864. Nur in den Jahren 2015, 2006 und 1983 war der Juli im Mittel noch wärmer. Die ausgeprägten Hochdruckverhältnisse liessen nur selten Niederschläge zu. Die Monatssummen blieben in der ganzen Schweiz deutlich unter der Norm 1991–2020. In einigen Gebieten fiel weniger als ein Drittel der Norm. Regional herrschte eine ausgeprägte Wasserknappheit, zum Beispiel im Südtessin, in Teilen der Westschweiz und im Kanton Schaffhausen. Der trockene Juli schuf zwar gute Bedingungen für die Getreide- und Rapsernte, die übrigen Kulturen litten jedoch an vielen Orten an akutem Wassermangel, da schon in den Vormonaten wenig Niederschläge gefallen waren. Mit 4374 Meldungen wegen Hagelschlag wurden im Juni 2022 weniger Schäden als im diesbezüglich extremen Monat Juni des Vorjahres (6980 Schadenmeldungen) registriert. Der Wert ist jedoch ebenfalls überdurchschnittlich hoch (Tabelle 1.5). Bei den Elementarereignissen fielen in drei der letzten zehn Jahre (2013, 2016, 2021) mehr als die aktuell 461 Meldungen an (Tabelle 1.6).

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