Hauptinhalt

Bauernfamilien: Lasst die Schweiz erblühen!

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 26. Oktober 2020

Tue Gutes und sprich darüber: Der Schweizer Bauernverband lanciert für 2021 eine Aktion zur Förderung von Blühstreifen. Gesucht sind mindestens 300 Betriebe, verteilt in der ganzen Schweiz, die bei «Die Schweiz blüht!» mitmachen. Diese erhalten das Saatgut kostenlos und können den eigenen Betrieb sowie die Landwirtschaft als Ganzes positiv in Szene setzen.

Studien zeigen, dass die Biodiversität und die Insektendichte abnehmen. Der Schweizerische Bauernverband (SBV) stellt sich seiner Verantwortung und lanciert eine Kampagne «Die Schweiz blüht» zur Förderung von Blühstreifen. Blühstreifen sind perfekte Botschafter, um der Bevölkerung die Leistungen der Landwirtschaft im Bereich Biodiversität zu zeigen. Sie sind nicht nur optisch schön und auffällig, sondern ziehen auch viele Insekten an. Ziel ist es, mindestens 300 Betriebe in der ganzen Schweiz zu finden, die sich jetzt anmelden und im Frühjahr 2021 einen Blühstreifen anlegen.

Als Anreiz erhalten die Betriebe die Saatgutkosten zurückerstattet. Die Aktion wird zudem mit viel Kommunikationsarbeit schweizweit bekannt gemacht. Vorgesehen ist beispielsweise eine eigene Webseite, auf der alle mitwirkenden Betriebe auf einer interaktiven Karte zu finden sind. Ebenso eine kostenlose Tafel, um den Blühstreifen auszuzeichnen, Medienarbeit sowie Beiträge in allen sozialen Medien. Zudem ist Mövenpick mit einer neuen Glace mit Schweizer Honig als Partner dabei und wird seinerseits für das Projekt die Werbetrommel rühren. Verschiedene Saatgutfirmen helfen bei der Finanzierung mit. UFA-Samen sponsert zusätzlich kleine Saatgutsäcklein, die an die Bevölkerung abgeben werden. Denn alle – nicht nur die Landwirtschaft – können einen Beitrag für mehr Biodiversität leisten!

Um die Aktion zu einem Erfolg zu machen und eine angemessene geografische Verteilung der Blühstreifen zu gewährleisten, hat der SBV kantonale Mindestziele definiert. Weitere Informationen und das Anmeldeformular sind auf www.die-schweiz-blüht.ch zu finden. Helfen Sie mit zu zeigen, dass die Landwirtschaft Teil der Lösung des Biodiversitätsproblems ist. Melden Sie Ihren Betrieb an und lassen Sie die Schweiz im Sommer 2021 erblühen!

 

Rückfragen

Hannah von Ballmoos

Schweizer Bauernverband
Departement Produktion, Märkte und Ökologie
Leiterin Geschäftsbereich Energie und Umwelt

Telefon      056 462 50 06 
E-Mail       hannah.vonballmoos@sbv-usp.ch 

Diane Gossin

Schweizer Bauernverband
Departement Produktion, Märkte und Ökologie
Geschäftsbereich Energie und Umwelt

Telefon 056 462 50 11 / 076 499 35 99
E-Mail diane.gossin@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Februar 2022

11.03.22 | Der Februar brachte einerseits milde Temperaturen und viel sonniges Wetter, andererseits aber auch sehr stürmisches Wetter zu Beginn und am Ende des Monats. Während in den Zentral- und Ostalpen reichlich Niederschläge fielen, blieb es im westlichen Mittelland, in der Nordostschweiz sowie vor allem in der Südschweiz trocken. Die Blüte der Haselsträucher und des Huflattichs fand etwa zwei Wochen früher statt als im Mittel der Jahre 1990 bis 2020. Der Winter 2021/2022 war mild, regional sehr sonnig und in der Südschweiz ausgesprochen trocken.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Januar 2022

10.02.22 | Der Januar brachte milde Temperaturen, v.a. zu Beginn des Monats und viel sonniges Wetter, sogar in den tieferen Lagen der Nordschweiz. Die Niederschläge lagen verbreitet unter 50 % der Norm 1991-2020, in der Südschweiz sogar verbreitet unter 20 % der Norm.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Dezember 2021

11.01.22 | Das erste Dezember-Drittel startete mit viel Schnee, teilweise bis in die Niederungen. Das zweite Drittel zeichnete sich v.a. durch verbreiteten Hochnebel aus, sonniges Wetter herrschte vor allem in höheren Lagen. Gegen Ende des Monats gab es hohe Temperaturen und die zahlreichen Niederschläge am Monatsende fielen v.a. als Regen. Die mittlere Dezember-Temperatur lag verbreitet um 1 Grad über der Norm 1981 2010. Vom Jahr 2021 werden wettermässig die extremen Niederschläge im Sommer und die zahlreichen Hagelzüge in Erinnerung bleiben.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - November 2021

10.12.21 | Im November lagen die Temperaturen in den tieferen Lagen der Alpennordseite 0,5 Grad unter der Norm 1981-2010. In den höheren Lagen stieg die Temperatur knapp über die Norm. Südlich der Alpen lag die Temperatur im Mittel um 0,5 Grad über der Norm. Ein Grund dafür dürften die längeren Phasen mit Hochnebel sein, welche zu trübem Wetter im Talgebiet und eher sonnigem Wetter in den höheren Lagen führte. Der November startete mit reichlichen Niederschlägen. Dabei fiel v.a. in den Ostalpen viel Schnee. Ab dem 25. November brachte ein Tief Schnee bis in die Niederungen. Insgesamt brachte der November jedoch wenig Niederschläge. Diese erreichten gebietsweise sogar nur 30 bis 50 % der Norm. In Graubünden und auf der Alpensüdseite wurde die Norm teilweise überschritten. Insgesamt war auch der ganze Herbst sehr trocken. In der Nordschweiz wurden regional nur 30 bis 40 % der Niederschläge gemäss der Norm 1981-2010 erreicht. Einzig im Engadin lagen die Niederschläge im Herbst leicht über der Norm.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Oktober 2021

10.11.21 | Der Oktober war wie schon der September sonnig und arm an Niederschlägen. Diese blieben verbreitet unter 50 % der Norm 1981-2010. Die Temperatur lag mit 6,2 Grad knapp unter der Norm 1981-2010. Vom 2. auf den 3. Oktober führten Föhnstürme in den Alpentälern teilweise zu Tropennächten mit Tiefsttemperaturen von über 20 Grad. Am 21. Oktober brachte der erste Herbststurm auf den Jurahöhen Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 km/h.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - September 2021

11.10.21 | Auf einen eher kühlen August folgte ein überdurchschnittlich sonniger und ausgesprochen milder September. V.a. die erste Monatshälfte brachte hohe Temperaturen. Die Niederschlagsmengen waren unterdurchschnittlich, wie schon im August. An einzelnen Orten fiel nicht einmal ein Drittel der durchschnittlichen September-Regenmenge. Im Juni und Juli wurden 6927 bzw. 3577 Hagel-Schadenfälle gemeldet (Tabellen 1.4 und 1.5) . Insgesamt gingen bis und mit August im laufenden Jahr 11'212 Schadenmeldungen ein. Schweizer Hagel schätzt die versicherten Schäden auf insgesamt 110 Millionen Franken und spricht vom schlimmsten Hageljahr seit dem Bestehen der Versicherung. Die Landwirtschaft ist im laufenden Jahr auch von Elementarschäden stark betroffen, da der Hagel oft von Starkregen und Überschwemmungen begleitet wurde.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - August 2021

13.09.21 | Der Juli 2021 war geprägt von viel Niederschlag. Dank dem trockenen Frühling erreichte die kumulierte Wasserbilanz bis zum Juli nicht ganz das Niveau des Jahres 2016 (Tabelle 1.2). Der August zeigte sich von der kühlen Seite. Die Temperaturen lagen in den meisten Gebieten unter der Norm 1981-2010. Anfangs Monat war das Wetter tiefdruckbestimmt. Vor allem auf der Alpensüdseite gingen zum Teil kräftige Gewitter nieder mit täglichen Niederschlagsmengen von über 100 mm. Vom 10. bis 14. August gab es überall viel Sonnenschein mit Temperaturen von über 30 °C. Am 16. August folgte eine Kaltfront mit gebietsweise ergiebigem Niederschlag, bevor ab dem 18. August ein Hochdruckgebiet wirksam wurde, wenn auch zum Teil mit hochnebelartiger Bewölkung. Am 26. August fiel in der Ostschweiz erneut Regen. In der Westschweiz, dem Wallis und dem Tessin blieb es ziemlich trocken und sonnig. Insgesamt fielen in der Schweiz im August geringere Niederschlagsmengen als die Norm 1981-2010.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juli 2021

10.08.21 | Der Juli 2021 zählt zu den fünf niederschlagreichsten Monaten seit Messbeginn. Dabei waren die Böden schon Ende Juni weitgehend mit Wasser gesättigt. Die grossen Niederschlagsmengen fielen v.a. in der ersten Monatshälfte ab dem fünften Juli. Sie führten zu Überschwemmungen, Hangrutschen und Murgängen. Das Hochwasser erforderte auch die temporäre Einstellung der Schifffahrt auf dem Rhein. Mehrere Gewitter mit Hagelzügen führten am 7./8. Juli sowie am 12./13. Juli zu grossen Schäden. Regional kam es bei landwirtschaftlichen Kulturen wie Gemüse und Reben bis zum Totalverlust. Eine Phase mit etwas sonnigerem Wetter folgte vom 17. bis am 23. Juli, bevor erneut tiefdruckbestimmtes Wetter folgte. Zwischen dem 24. bis 28. Juli hagelte es erneut mit Korngrössen, welche nur alle 20 bis 50 Jahre erwartet werden. Insgesamt wurden im Juli schweizweit acht Hageltage gezählt. Dabei waren die Hagelschäden schon im Juni mit 6927 Schadenmeldungen weit überdurchschnittlich (Tabelle 1.5). Die mittlere Temperatur lag im Juli um 0,3 Grad unter der Norm 1981-2010, während die Temperatur auf der Alpensüdseite im Bereich der Norm lag.

Mehr lesen