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Die Schweizer Politiker haben nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011 den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Fortan soll die Stromversorgung der Schweiz vermehrt auf der Basis von erneuerbaren Energien und über eine erhöhte Energieeffizienz sichergestellt werden. Der Import von Strom, der meist aus fossilen oder nuklearen Energieträgern produziert wird, soll so gut als möglich vermieden werden.

Auf der Basis der neuen Energieperspektiven hat der Bundesrat die Energiestrategie 2050 ausarbeiten lassen. Die Energiestrategie 2050 beschreibt den Weg, wie die Schweiz die Energiewende schaffen, und die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleistet wird. Weiter ist sie ein Instrument der Klimapolitik, weil über die Bereitstellung von Strom aus erneuerbaren Energien gleichzeitig die energiebedingten CO2-Emissionen gesenkt werden können.

Die Schweizer Landwirtschaft kann über die Bereitstellung von Strom und Wärme aus Photovoltaik-und Biogas-Anlagen einen grossen Beitrag leisten zur geplanten Energiewende. Eine von der Plattform AgroCleanTech durchgeführte Potenzialstudie zeigt auf, dass in der Landwirtschaft sowohl im Bereich Energieeffizienz wie auch in der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien beachtliches Potenzial vorhanden ist. So kann zum Beispiel über eine angemessene Gebäudesanierung viel Brennstoff, oder über die Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung Strom eingespart werden. Über die Bereitstellung von Strom aus Photovoltaik und Biogasanlagen könnte die Landwirtschaft bis im Jahr 2030 doppelt so viel Strom erzeugen wie sie selber braucht.

Der Schweizer Bauernverband SBV setzt sich dafür ein, dass es den Bauernfamilien ermöglicht wird, dieses Potenzial zu nutzen und damit ihren Beitrag zu leisten, sowohl zur Energiewende wie auch zum Klimaschutz.

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