Inhalt - Europäische Union

Die Europäische Union (EU) ist ein Zusammenschluss demokratischer europäischer Länder, die sich der Wahrung des Friedens und dem Streben nach Wohlstand verschrieben haben. Sie ersetzt die bestehenden Staaten nicht, jedoch geben diese durch den EU-Beitritt Teile ihrer einzelstaatlichen Souveränität ab. Diese Zusammenführung der Souveränität wird auch als "Europäische Integration" bezeichnet.

Bei ihrer Gründung 1958 bestand die EU aus lediglich sechs Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden. Sechzig Jahre später zählt sie 28 Mitgliedstaaten. In den ersten Jahren beschränkte sich die Zusammenarbeit hauptsächlich auf Handel und Wirtschaft. Heute befasst sich die EU jedoch auch mit vielen anderen Fragen wie zum Beispiel Regionalentwicklung und Umweltschutz. Der Bereich Landwirtschaft ist in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU geregelt.

Die Schweiz hat mit der EU diverse bilaterale Abkommen abgeschlossen, um die Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen zu intensivieren. Schliesslich liegt die Schweiz im Herzen des europäischen Kontinents und ist fast ausschliesslich von Mitgliedstaaten der EU umgeben. Aufgrund dieser geografischen und kulturellen Nähe, insbesondere aber auch wegen des politischen und wirtschaftlichen Gewichts der EU, sind sie und ihre 28 Mitgliedstaaten die mit Abstand wichtigsten Partner der Schweiz. Zwei Drittel des gesamten Aussenhandels der Schweiz entfällt auf die EU. Anders herum ist auch die Schweiz eine erstrangige Partnerin für die EU: Sie liegt mit den Ein- und Ausfuhren nach den USA und China und an dritter Stelle. Eine aktive Europapolitik ist daher bedeutsam.