Hauptinhalt

Kälber sinken auf Fr. 12.80

Marktkommentar vom 17. Mai 2019 in der BauernZeitung

Jetzt in der Zwischenzeit von Ostern und Pfingsten harzt es gewaltig auf dem Kälbermarkt. Vergangene Woche wurde im Schnitt 28 Rappen weniger als der Proviande-Wochenpreis in den Schlachthöfen realisiert. Mit noch Fr. 12.92 je Kilo Schlachtgewicht für die T3-QM-Kälber statt dem Wochenpreis von Fr. 13.20 rentiert sich die Kälbermast nicht mehr. Neu schlagen die Richtpreise der Tränker um 30 Rappen je Kilo lebend auf und zugleich sinken die Wochenpreise Proviande um 40 Rappen auf noch Fr. 12.80 für T3 franko Schlachthof. Trotz dem Einfrieren von rund 600 Tonnen Kalbfleisch bleibt die Nachfrage schwach. Eine neue Einlagerung mit Beiträgen der Proviande findet nicht statt, weil die Kredite dafür aufgebraucht sind.

Ab jetzt wird es hart für die Kälbermäster. Dabei haben die Mäster alles getan, um die Qualität zu verbessern. Wegen dem vermehrten Einsatz von reinen Fleischrassen steigen die Schlachtgewichte an und es gibt es mehr Kälber in den Höchst-Qualitätsklassen C und H. Die Hälfte des Kalbfleisches geht in die Gastronomie. Diese wünscht zwar Qualitäts-Kalbfleisch, ist aber preissenibel. Aktuell drückt das Angebot, Besserung ist erst auf Pfingsten (9. Juni) und nach Alpaufzug zu erwarten.

 

Hans Rüssli

Schweizer Bauernverband

Weitere Beiträge zum Thema

Statistik der Woche
Woche 35/2020

28.08.20 | Gemäss ersten Schätzungen wird erwartet, dass die offene Bio-Ackerfläche von 23 722 Hektaren im Jahr 2019 auf 25 500 bis 25 850 Hektaren im Jahr 2020 ansteigt. Der Bio-Anteil an der offenen Ackerfläche erhöht sich damit von 8,7 % auf ca. 9,4 %. Damit nimmt der Bio-Anteil deutlich zu, bleibt jedoch unter dem Anteil des Biolandbaus an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. 2019 betrug dieser Anteil 16,3 %. Absolut betrachtet nehmen die Bio-Flächen des Weizens und des Körnermaises am stärksten zu.

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 34/2020

21.08.20 | Im aktuellen Jahr steigt die Futtergetreidefläche erstmals seit 2005/2006 deutlich an. Dafür nimmt die Getreide-fläche für die Nahrungsmittelproduktion erstmals seit längerer Zeit deutlich ab. Agristat schätzt die Zunahme der Futtergetreidefläche auf +9,2 % und die Abnahme der Getreidefläche für Nahrungsmittel auf -5,6 %. Die gesamte Getreidefläche dürfte damit um 0,6 % auf 142 300 Hektaren ansteigen.

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 33/2020

14.08.20 | Die Anbaufläche der Kartoffeln ist bis ins Jahr 2008 deutlich gesunken. Anschliessend lag sie ziemlich stabil im Bereich von 11 000 Hektaren. Deutlicher hat die Zahl der Kartoffelpflanzer in den letzten 20 Jahren abgenommen. Sie ist von 13 280 auf 4219 Betriebe gefallen bzw. um 5,6 % pro Jahr. Damit hat sich die durchschnittliche Anbaufläche pro Betrieb seit 1999 mehr als verdoppelt und lag 2019 bei 2,6 Hektaren. Die gesamte Kartoffelproduktion hat in dieser Zeit im langfristigen Trend um 1,2 % pro Jahr abgenommen. 2019 lag sie bei 414 337 Tonnen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Warum endet das Tierwohl an der Grenze?

12.08.20 | Der vorgesehene Gegenvorschlag des Bundesrats zur Masstierhaltungsinitiative verteuert einseitig die Schweizer Produktion, blendet die Importe aus und schwächt die aktuellen Tierwohllabels.

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
Agristat Aktuell 07-20: Bald weniger als 50 000 Landwirtschaftsbetriebe

11.08.20 | Nächstes Jahr wird die Zahl der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe mit grösster Wahrscheinlichkeit unter 50 000 fallen. Bei etwas mehr als 8,6 Millionen Einwohnern, werden dann ca. 175 Einwohner auf einen Landwirtschaftsbetrieb fallen (siehe Grafik 1). Für die meis- ten Schweizer gehört die Landwirtschaft inzwischen zunehmend zu einer fremden Welt, zu der sie als Bewohner von Städten oder der Agglomeration nur noch wenig Bezug haben. Trotzdem stand die Landwirtschaft noch selten derart im Brennpunkt des Interesses, wie dies zurzeit der Fall ist. Man betrachte nur die in den letzten Jahren behandelten und die derzeit noch offenen Initiativen. Der vorliegen- de Bericht nutzt die Gelegenheit und präsentiert einige Aspekte des Strukturwandels.

Mehr lesen
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juli 2020

11.08.20 | Wechselhaftes Wetter führte im Juli nur zu wenigen Hitzetagen. Trotzdem lag die Temperatur im Mittel um 1,3 Grad über der Norm 1981-2010. Trotz den zahlreich durchziehenden Kaltfronten blieben die Niederschläge in vielen Regionen ausgesprochen spärlich. Nur gerade in den nördlichen Alpen und Voralpen sowie in der Region um Payerne fielen Niederschläge im Bereich der Norm 1981-2010. Entlang des Jurabogens und in der Südschweiz blieb es sehr trocken. In Basel fielen nur 6 % der Niederschläge der Norm 1981-2010. Mit 15 Schadentagen und 761 Schadenmeldungen war der Juni im Vergleich zu früheren Jahren eher wenig vom Hagel betroffen (Tabelle 1.5).

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 32/2020

07.08.20 | Von 2000 bis 2019 ist die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung von 15 347 auf 5821 Betriebe gesunken. Dies entspricht einer Abnahme um 5.0 % pro Jahr. In diesem Zeitraum stieg die durchschnittliche Fleischproduktion pro Betrieb von 14,7 Tonnen Schlachtgewicht auf 37,9 Tonnen Schlachtgewicht an und damit um jährlich 5,1 %. Die gesamte Produktion ist dabei leicht zurückgegangen, von 224 829 auf 220 818 Tonnen pro Jahr.

Mehr lesen
Statistik der Woche
Woche 30/2020

27.07.20 | Die Leiter und Leiterinnen der landwirtschaftlichen Betriebe wurden in den letzten Jahren immer älter. 60 % wa-ren im Jahr 2019 mindestens 50 Jahre alt. Im Jahr 2010 waren es 49 % und im Jahr 2000 erst 44 %. Dabei scheint das Alter der Betriebsleiter keinen Einfluss auf den Strukturwandel zu haben. Dieser hat in den letzten Jahren eher leicht abgenommen. Vielleicht verbleiben die Betriebsleiter zunehmend bis zur Pensionierung auf den Be-trieben, da es schwierig ist, am Ende der Berufslaufbahn noch einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Mehr lesen