Inhalt - Dezember 2018

Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Dezember 2018

Grundlagen

Der Monat Dezember 2018 brachte milde Temperaturen und sehr windiges Wetter. In der Nordschweiz erreichte die Niederschlagssumme verbreitet 150 bis 200 Prozent der Norm 1981-2010, während die Niederschläge in der Südschweiz deutlich unterdurchschnittlich waren.

Pflanzenbau

Ende November waren 10 % weniger Speisekartoffeln am Lager als 2017, dafür 2 % mehr Kartoffeln für die Verarbeitung (Tabelle 2.1). Die produzierte Gemüsemenge war im November um 24 % tiefer als im Vorjahr (Tabelle 2.5). Deutlich besser gefüllt als in den Vorjahren waren Ende November die Äpfel- und Birnenlager (Tabelle 2.7). Bei den Äpfeln ist Gala mit einem aktuellen Anteil von 33 % weiterhin die Hauptsorte, vor Golden Delicious und Braeburn.

Milchwirtschaft

Die Inland-Milchanlieferung wurde für den November 2018 auf 265 100 Tonnen geschätzt und damit um 1,4 % tiefer als im November 2017 (Tabelle 3.1). Die 12-Monatsmenge lag allerdings um 1,3 % bzw. 0,6 % höher als in den beiden Vorjahren. Im Oktober stieg die Butterproduktion gegenüber dem Vorjahr um 17 % an. Auf hohem Niveau lagen weiterhin die Produktion von Käse und Dauermilchwaren (Tabelle 3.2). Die Butterlager waren Ende Oktober mit 2561 Tonnen deutlich grösser als im Vorjahr mit 921 Tonnen (Tabelle 3.5). Die Butterverwertung im Inland hat bis Ende Oktober gegenüber 2017 um 3,4 % zugenommen.

Viehwirtschaft

Der Milchkuhbestand lag Ende November um 1,6 % tiefer als vor Jahresfrist (Tabelle 4.1). Im November wurden wie schon im Oktober im Vergleich zum Jahr 2017 deutlich mehr Stiere, Ochsen und Rinder geschlachtet (Tabelle 4.5). Dafür waren die Kuhschlachtungen (-1,2 %) leicht rückläufig. Kälber wurden 9,9 % mehr geschlachtet. Bei den Schweinen konnte zum vierten Mal in Folge ein Rückgang der Produktion ( 8,6 %) im Vergleich zu 2017 festgestellt werden. Es wurden erneut deutlich mehr Schafe (+10,1 %) geschlachtet als im Vorjahresmonat. Die Inlandproduktion von Rind- und Kalbfleisch lag im November 2018 damit sowohl für den Monat wie auch kumuliert höher als 2017. Kumuliert beträgt die Zunahme beim Rindfleisch 7,2 %, beim Kalbfleisch 1,2 % (Tabelle 4.8). Deutlich rückläufig war die Produktion von Schweinefleisch mit einer Abnahme von 10 % im November und von 3,0 % kumuliert. Demgegenüber stieg die Produktion von Schaffleisch im November um 10,8 % und kumuliert um 12,0 %.

Aussenhandel 

Die exportierte Käsemenge nahm im November 2018 um 3,6 % zu, wertmässig stiegen die Exporte um 4,5 % an (Tabelle 5.6). Der durchschnittliche Exportpreis überschritt erstmals seit 2015 wieder den Preis von 10 CHF/kg Käse. Am stärksten nahmen die Exporte von Raclette Suisse® und Gruyère AOP zu (Tabelle 5.8), während v.a. die Exporte von «anderem Käse», Fertigfondue und Mozzarella zurückgingen.

Preise

Die Schlachtviehpreise für Stiere, Ochsen und Rinder tendierten im Dezember 2018 stabil bis leicht schwächer, während die Preise für Verarbeitungstiere RV und VK leicht höher ausfielen (Tabelle 6.3). Die Preise für Schlachtkälber gingen im Dezember leicht zurück (Tabelle 6.4). Saisongemäss gingen die Preise für Tränkekälber im Dezember weiter zurück und lagen unter dem Niveau des Vorjahres (Tabelle 6.5). Die Preise für Schlachtschweine stiegen im Dezember weiter an und übertrafen deutlich das Niveau der beiden Vorjahre (Tabelle 6.6). Mit 3.80 CHF/kg SG für ein Schlachtschwein QM ab Hof gibt es allerdings noch Luft nach oben. Die Preise für Lämmer und Schlachtschafe stagnierten im Dezember im Vergleich zu den Vorjahren auf tiefem Niveau (Tabelle 6.8). Der Produzentenmilchpreis ging im November ausser für die Milch gewerblicher Käsereien zurück. Der Industriemilchpreis fiel dabei unter das Vorjahresniveau (Tabelle 6.11). Der Produzentenpreisindex nahm im November 2018 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % zu. Rückgänge bei den Schlachtviehpreisen (mit Ausnahme der Schweinepreise) und Preissteigerungen im Pflanzenbau egalisierten sich annähernd (Tabellen 6.12 und 6.13). Der Einkaufspreisindex landwirtschaftlicher Produktionsmittel stieg im November um 3,4 % an (Tabellen 6.16 und 6.17). Die Teuerung war am stärksten bei den Energie- und Schmierstoffen, betraf in schwächerem Ausmass jedoch auch den grössten Teil der übrigen Positionen.

Entwicklung der Schlachtgewichte

Der Bericht zur Lage der Schweizer Landwirtschaft ist ein Auszug aus der Publikation "Agristat – statistisches Monatsheft"