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Bericht zur Lage der Landwirtschaft

Die Berichte zur Lage der Schweizer Landwirtschaft sind Teil der Agristat und erscheinen monatlich. Sie bestehen aus den ständigen Rubriken Grundlagen, Pflanzenbau, Milchwirtschaft, Viehwirtschaft, Aussenhandel und Preise.

Unterthema
Zeitraum
Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - August 2019

09.09.19 | Mit dem August 2019 endet einer der heissesten Sommer seit Messbeginn. Wesentlich wärmer war nur der Hitzesommer 2003. In den meisten Regionen fielen im Sommer genügend Niederschläge. Im Monat August lag die Durchschnittstemperatur mit 15,1 Grad um 1,3 Grad über der Norm 1981-2010, das reicht für Rang 14 seit Messbeginn 1864. Der Monat brachte reichliche Niederschläge und lokal sogar Rekordmengen (Arosa, Aigle, Bex). Lokal führten heftige Niederschläge zu Überschwemmungen und im Kanton Appenzell auch zu Erdrutschungen. Das Dorf Chamoson wurde am 11. August von einer Schlammlawine getroffen. Die Vegetation hatte im August trotz dem insgesamt sehr warmen Sommer keinen Vorsprung auf die mittlere Entwicklung.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juli 2019

12.08.19 | Der Juli war einer der wärmsten Julimonate seit Messbeginn. Nimmt man die Monate Juni und Juli zusammen, so war diese Periode nur im Hitzesommer 2003 noch wärmer als im aktuellen Jahr. Vom 20. bis am 26. Juli lagen die Temperaturen verbreitet über 30 Grad. Dies war die zweite Hitzewelle nach jener am Ende des Monats Juni. Niederschläge fielen v.a. am 6. und 7. Juli aufgrund einer Gewitterfront, zwischen dem 11. und dem 15. Juli sowie am Monatsende. Trotz den Niederschlägen bestand zumindest in den beiden ersten Dekaden in den meisten Regionen eine deutlich negative Wasserbilanz, insbesondere in der Westschweiz (Tabelle 1.1). Im Juni wurden 23 Tage mit Hagelschäden verzeichnet mit 1982 Schadenmeldungen. Schäden wurden v.a. aus der Westschweiz und dem Kanton Bern gemeldet. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es im Juni 2019 mit 1742 Meldungen sehr viele Elementarschäden (Tabelle 1.5).

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juni 2019

11.07.19 | Der Juni 2019 brachte Starkniederschläge und Hochwasser in der ersten Monatshälfte und eine massive Hitzewelle im letzten Monatsdrittel. Die Durchschnittstemperatur war die zweithöchste seit Messbeginn 1864, nur der Juni 2003 war noch wärmer. Vielerorts gab es neue Junirekorde für die Höchsttemperatur. Trotz dem sehr warmen Juni hatte die Vegetation keinen Vorsprung auf die mittlere Entwicklung. Die Entwicklung war durch die kühlen Maitemperaturen verzögert worden. Spätfröste traten 2019 in der ersten Maihälfte auf und führten regional zu Schäden bei Kulturen wie Mais und Obstbäumen (Tabelle 1.4). Bis Ende Mai gab es mit insgesamt 368 Schadenmeldungen vergleichsweise wenig Hagel im Vergleich zu früheren Jahren (Tabelle 1.5). Sehr hoch war im Mai die Anzahl Meldungen von Elementarschäden (Tabelle 1.7).

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Mai 2019

13.06.19 | Der Mai 2019 war der kühlste Mai seit 1991. Regional war der Monat auch sehr sonnenarm, die Sonnenscheindauer erreichte verbreitet bloss 60 bis 80 % der Norm 1981-2010. Während in der Zentral- und Ostschweiz die Niederschläge 110 bis 150 % der Norm 1981-2010 erreichten, erhielt die Südschweiz in einigen Gebieten weniger als 50 % der normalen Niederschläge. Am 4. auf den 5. Mai brachte Polarluft nochmals Schnee bis in tiefe Lagen. Dies führte teilweise zu Schneedruck und Kälteschäden bei den Kulturen. Nach den warmen Monaten März und April führte das kühle Mai-Wetter zu einer Verzögerung bei der Vegetation und der bisherige Entwicklungsvorsprung ging verloren. Der Zeitpunkt der phänologischen Beobachtungen wich im Mai grösstenteils nicht mehr vom langjährigen Mittel ab. Das kühle und niederschlagsreiche Mai-Wetter führte zudem zu Verzögerungen bei der Raufutterernte.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - April 2019

13.05.19 | Im ersten Monatsdrittel fielen am Alpennordhang und im Nordtessin rekordmässige Schneemengen. Etwas Schnee erreichte teilweise auch das Mittelland. Auf eine kurze Phase mit typischem April-Wetter folgte im zweiten Monatsdrittel eine Hochdrucklage mit zunehmend sonnigem und warmem Wetter. Dies führte zu den ersten Sommertagen mit über 20 Grad. Dennoch reichte es auch am 14. April noch einmal für Schnee bis auf eine Höhe von 400 Metern. Am Monatsende folgte ein Temperatursturz und die Schneefallgrenze fiel auf 1000 Meter. Die Niederschlagsmengen lagen im April im Norden und im Wallis unter, im zentralen und östlichen Alpenraum sowie im Süden über der Norm. Die Entwicklung der Vegetation war im April gegenüber dem langjährigen Mittel etwa 4 bis 8 Tage im Vorsprung. Aufgrund der aktuellen Entwicklung drängt sich ein Ausblick auf den Mai auf: Die Frostnächte vom 5./6. und 6./7. Mai könnten je nach Region zu Schäden bei Mais, Zuckerrüben, Reben und Obstkulturen geführt haben. Gemäss Wetterbericht war das Risiko im Westen der Schweiz erhöht. Es war auch von Bedeutung, ob eine Wolkendecke oder Nebel die Abkühlung in der Nacht gebremst haben. Bei Redaktionsschluss war eine Einschätzung allfälliger Schäden nicht möglich.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - März 2019

11.04.19 | Eine Westwindlage über dem Atlantik führte zu einer windigen bis stürmischen ersten Märzhälfte. Dazu kamen mehrere Föhnlagen mit ebenfalls starkem Wind. Nur das Tessin blieb grösstenteils von starken Winden verschont. In der zweiten Monatshälfte installierte sich eine Hochdrucklage, welche die Temperaturen in der Nordschweiz bis auf 20 Grad, im Tessin bis auf 22 Grad ansteigen liessen. In der Nacht führte die schwache bis fehlende Bewölkung jedoch zu oft tiefen Temperaturen mit Bodenfrost. Infolge des warmen Wetters blühten die ersten Pflanzen (Huflattich, Buschwindröschen) mit einem deutlichen Vorsprung gegenüber dem Mittel der Periode 1981-2010.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Februar 2019

11.03.19 | Der Februar 2019 war in den hohen Berglagen und auf der Alpensüdseite der zweit- bis fünftmildeste Februar seit Messbeginn. Für die Gesamtschweiz lagen die Temperaturen 3,0 Grad über der Norm 1981 2010. Damit gehört der Februar 2019 zu den zehn mildesten. Vor allem zu Beginn des Monats fiel reichlich Schnee und dies bis in die Niederungen. Ab dem zweiten Monatsdrittel war das Wetter sehr sonnig. Der Winter 2018/2019 lieferte v.a. in den Monaten Dezember und Januar auf der Alpennordseite und in den Alpen verbreitet überdurchschnittliche Niederschläge. Auf der Alpensüdseite blieb der Winter niederschlagsarm. Das aktuell warme Wetter könnte zu einem frühen Vegetationsstart führen, ähnlich wie 2017 (Grafik 1.3). Dies würde die Gefahr von Spätfrösten erhöhen. 2018 sind mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland für Tätigkeiten in Landwirtschaft (8817 Personen) und Gartenbau (1382 Personen) in die Schweiz eingewandert als in den beiden Vorjahren (Tabelle 1.4).

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Januar 2019

11.02.19 | In den Bergregionen der Alpennordseite lagen die Temperaturen (im Mittel -8,2 Grad) im Januar 2019 deutlich tiefer gegenüber der Norm der Jahre 1981-2010. In den Tieflagen der Alpensüdseite war es hingegen sehr mild. In Lugano wurden im Durchschnitt 5 Grad, in Locarno-Monti 4,9 Grad gemessen. Die erste Januarhälfte war geprägt von einer Nordströmung, welche viel kalte und zum Teil auch feuchte Luft auf die Alpennordseite brachte. Im Süden hingegen blies ein stürmischer und milder Nordföhn. Vom 12. bis 14. Januar fiel vor allem in den zentralen und östlichen Alpen viel Neuschnee. Ab Mitte Januar war das Wetter meistens hochdruckbestimmt. Vom 23. bis 26. Januar fiel auf der Alpennordseite zum Teil Schnee bis in die Niederungen. Auf der Alpensüdseite hingegen fielen im Januar nur 10 bis 15 % der Niederschläge gegenüber der Norm 1981-2010.

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