Inhalt - 16.10.2010 Wettbewerb Biodiversität in der Landwirtschaft: Deutschschweizer Projekte ausgezeichnet

Wettbewerb Biodiversität in der Landwirtschaft: Deutschschweizer Projekte ausgezeichnet

Pressemitteilung vom 16.Oktober 2010

 

Sechs Mal Gold, zwölf Mal Silber und achtzehn Mal Bronze: Dies die Bilanz des Wettbewerbes Biodiversität in der Landwirtschaft in der Deutschschweiz. Gesucht waren herausragende, innovative und nachhaltige Leistungen und Produkte zugunsten der biologischen Vielfalt auf Schweizer  Landwirtschaftsbetrieben. Die Projekte wurden heute an der OLMA prämiert. Die Jury unter der Leitung von Nationalrätin Maya Graf zeichnete die engagierten Landwirte und Studierenden für ihre hervorragenden Leistungen und Produkte zugunsten der biologischen Vielfalt aus.

„Biodiversität braucht Landwirtschaft - Landwirtschaft braucht Biodiversität“. Unter diesem Motto haben
AGRIDEA und die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft im internationalen UNO-Jahr der Biodiversität einen nationalen Wettbewerb ausgeschrieben. Mitmachen konnten Bäuerinnen und Bauern, sowie Lernende aller Stufen. Das Bundesamt für Landwirtschaft, die Fondation Sur-La-Croix, der Fonds Landschaft Schweiz, das Bundesamt für Umwelt und der Schweizerische Bauernverband unterstützten das Projekt finanziell.


Eingegangen sind insgesamt 56 Projekte mit den unterschiedlichsten Ansätzen zur Förderung der Biodiversität. So bunt wie die Natur, so vielfältig waren die Ideen. Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Landwirtschaft, Naturschutz, Politik, Verbänden und Öffentlichkeitsarbeit hat die Projekte bewertet und mit Gold-, Silber und Bronzemedaillen ausgezeichnet. Die wichtigsten Beurteilungskriterien waren der Mehrwert für die Biodiversität, die Nachhaltigkeit, die Wirkung in der Öffentlichkeit, die Innovation und der ökonomische Mehrwert.


Im Rahmen der Fachtagung „Biologische Vielfalt ist Gold wert“ wurden heute an der OLMA in St.Gallen die sechsunddreissig Projekte aus der Deutschschweiz prämiert. Die Jurypräsidentin Nationalrätin Maya Graf konnte sechs Projekte mit einer Goldmedaille auszeichnen. Die Familie Markus und Therese Dettwiler aus
Ormalingen (BL) durfte als Hauptsieger für ihr Projekt „Biodiversität vom Hofgut Farnsburg inspiriert und macht glücklich“ zusätzlich 5000 Franken für ihre jahrelangen, intensiven und ganzheitlichen Bemühungen zu Gunsten der Biodiversität entgegennehmen. Auf ihrem 42 Hektaren grossen Hof begann die Familie Dettwiler schon vor fünfzehn Jahren einzelne Produktionsflächen zu extensivieren und natürlichen Lebensraum zu schaffen. Heute werden verschiedenste Tierarten mit einer grossen Zahl vielfältiger Strukturelementen gefördert. Die ökonomischen Aspekte wurden dabei nie aus den Augen verloren. So sind die Hofmetzg, in welcher das Fleisch der betriebseigenen Galloway-Rinder, Weideschweine und Präriebisons verarbeitet wird und der Direktverkauf ein wichtiges Standbein und Schaufenster des Betriebes.


Drei weitere Projekte wurden mit einer Goldmedaille und 4000 Franken ausgezeichnet. Simon Bohnet erhielt den Preis für die nachhaltige Alpnutzung und Förderung von vielfältigen Trockenwiesen- und weiden in Verbindung mit naturnahem Tourismus auf der Tunetschalp in Mörel (VS). Die Leinproduzenten der Biofarm in Kleindietwil (BE) wurden für ihre Anstrengungen belohnt, die Leinkultur wieder in den Bioackerbau zu integrieren und den Absatz dieser hochwertigen Produkte zu fördern. Der Bio-Hof und die Lindenschule auf dem Betrieb Halde der Familie Habermacher in Oberkirch (LU) erhielten den Preis für die gelungene Verbindung einer ökologischen Bewirtschaftung, Direktvermarktung und Sensibilisierung der kommenden Generationen mit der integrierten Hofschule.


Aus der Kategorie „ Bauern und Bäuerinnen in Ausbildung“ wurden das Projekt „Hasenohrbier - ein Ansatz zur Förderung seltener Ackerbegleitpflanzen in Braugerste“ und „Förderung oligolektischer Wildbienenarten“ von Studierenden der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen (BE) mit je einer Goldmedaille und 1000 Fr. Preisgeld ausgezeichnet.

Die Wettbewerbsteilnehmenden und Ausgezeichneten an der OLMA:

 

1 an Prämierung abwesend
2 bereits an der Comptoir ausgezeichnet
Kategorien
1 aktive Bauern und Bäuerinnen
2 Bauern und Bäuerinnen in Ausbildung (inkl. ETH und FH)
3 Schülerinnen und Schüler aller Stufen

 

 

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