Inhalt - 23.10.13 Verordnungen AP 2014-17

Korrekturen in die richtige Richtung, aber ungenügend

Medienmitteilung des Schweizerischen Bauernverbands vom 23. Oktober 2013

Weniger als drei Monate vor Inkrafttreten am 1. Januar 2014 hat der Bundesrat nun die Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017 (AP 14-17) verabschiedet. Der SBV nimmt zur Kenntnis, dass die Korrekturen des Bundesrates am Verordnungspaket nach der Anhörung der betroffenen Kreise in die richtige Richtung zielen. Die Änderungen sind aber ungenügend, um den bäuerlichen Familienbetrieben gute Perspektiven zu bieten, insbesondere beim Ackerbau.

Als positive Änderung begrüsst der SBV die gesenkten Anforderungen beim Mindesttierbesatz. So sollte die grosse Mehrheit der Betriebe, auch in den weniger produktiven Regionen, Basisbeiträge für die Versorgungssicherheit beziehen können. Bei den Beiträgen für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion wurden die Anforderungen ebenfalls gesenkt. Somit konnten die Auswirkungen dieser neuen Massnahme optimiert werden. Für das Berggebiet gibt es eine gute Nachricht: Der Bundesrat hat beschlossen, einen linearen Beitrag aufgrund des Anteils Fläche in Steillagen am Betrieb einzuführen und die aktuellen Bestimmungen zur Kurzsömmerung beizubehalten.

Die Erhöhung der Beiträge für offene Ackerfläche und für Dauerkulturen um CHF 100.-/ha ist ebenfalls erfreulich. Der SBV bedauert hingegen, dass gewisse Einzelkulturbeiträge, beispielsweise für Zuckerrüben und Raps, gesenkt werden. Enttäuschend ist für den SBV, dass der Referenzpreis für Brotgetreide um CHF 3.-/dt auf CHF 53.-/dt herabgesetzt und auf die Einführung eines Beitrags für Futtergetreide per 2014 verzichtet wird.

Bei den Landschaftsqualitätsbeiträgen begrüsst der SBV den Willen des Bundesrats, die Umsetzung zu vereinfachen. Schliesslich stellt der korrigierte GVE-Faktor für Mutterkühe (1 Mutterkuh = 1 GVE) ein Erfolg nach langem Ringen dar. Das Verordnungspaket wurde an zahlreichen weiteren Stellen korrigiert, die es in den kommenden Tagen noch im Detail zu prüfen gilt.

Am 1. Januar 2014 treten die meisten Massnahmen der AP 14-17 in Kraft. Somit verbleibt den Bäuerinnen und Bauern nur wenig Zeit, um sich zu informieren und auf ihren Höfen die entsprechenden Massnahmen einzuleiten. Für die Bauernfamilien und die Beratungsdienste steht also in den kommenden Monaten viel Arbeit an. Der SBV wird die Umsetzung der AP 14-17 mit grösster Aufmerksamkeit begleiten und darüber wachen, dass die öffentlichen Mittel gut eingesetzt werden und direkt zu den Produzenten gelangen. Die Entscheide des Parlaments müssen rasch umgesetzt werden und dürfen nicht zu einem übermässigen Anstieg der administrativen Kosten führen.

Mit der Aktualisierung seiner Strategie setzt sich der SBV dafür ein, optimale Rahmenbedingungen zu gestalten, die den Bauernfamilien bestmögliche Zukunftsperspektiven bieten

Rückfragen

  • Markus Ritter, Präsident SBV, Mobile 079 300 56 93
  • Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33
  • Martin Pidoux, Verantwortlicher für das Dossier AP 2014-17, Mobile 079 752 15 41

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