Inhalt - 29.10.14 Direktzahlungen

Negative Folgen der neuen Agrarpolitik treten zutage

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 29. Oktober 2014

Die ersten Abrechnungen auf Basis des seit dem 1. Januar gültigen neuen Direktzahlungssystems kommen zu den Bauern und schrecken diese auf. Die Verluste sind je nach Betriebstyp und Zone gravierend. Der Schweizer Bauernverband plant eine Umfrage, um die Folgen des Systemwechsels zu erfassen und Korrekturen einzuleiten. Der erste Schritt ist der Kampf gegen die Sparübung des Bundesrats auf dem Buckel der Bauern und gegen den Verrat an Treu und Glauben.

In diesen Tagen erhalten die Schweizer Bauernfamilien die ersten Direktzahlungsabrechnungen im Rahmen der neuen Agrarpolitik 2014-17. Was dabei noch nicht berücksichtigt ist, sind die befristeten Übergangsbeiträge, welche den Systemwechsel am Anfang abfedern sollen. Entsprechend erschreckend ist es nun für die Betroffenen die Folgen schwarz auf weiss zu sehen. Je nach Grösse der Betriebe und der Betriebsausrichtung müssen sie erhebliche finanzielle Einbussen verkraften. Besonders stark betroffen sind kleinere und mittlere Betriebe bis 30 Hektaren und Raufutterverzehrern im Talgebiet. Auf diese Entwicklung hat der Schweizer Bauernverband (SBV) bei der Beratung der Agrarpolitik 2014-17 im Parlament aufmerksam gemacht und deshalb hartnäckig für die Raufutterverzehrerbeiträge gekämpft. In Verbindung mit gleichzeitig sinkenden Marktpreisen wirken sich diese Änderungen besonders gravierend aus.

Für den SBV ist es wichtig zu wissen, was mit dem neuen Direktzahlungssystem auf Stufe der Betriebe geschieht und wie die Bauernfamilien auf die Neuerungen und Verluste reagieren. Aus diesem Grund plant er im Frühjahr 2015 eine Umfrage. Auf der Basis der Resultate will er die notwendigen Schritte zur Anpassung der politischen Rahmenbedingungen festlegen. Was unter den gegebenen Umständen überhaupt nicht in Frage kommt, sind Kürzungen an den für die neue Agrarpolitik gesprochenen finanziellen Mitteln. Der SBV wird sich vehement gegen diese wehren und an seiner bevorstehenden Delegiertenversammlung eine entsprechende Resolution an die Adresse des Bundesrats und des Parlaments verabschieden.

 

Rückfragen:

  • Markus Ritter, Präsident SBV, Mobile 079 300 56 93
  • Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33

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