Inhalt - 27.10.15 Wiesenmeisterschaften

Gesucht, gefunden und ausgezeichnet: Die prächtigsten Wiesen und ihre Landwirte

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 27. Oktober 2015

Das Echo war gross: An den Wiesenmeisterschaften 2015 nahmen insgesamt 149 landwirtschaftliche Betriebe in fünf Regionen teil. Mit der sorgfältigen Bewirtschaftung ihrer Wiesen leisten diese Landwirte einen grossen Beitrag zur Erhaltung unserer Natur und Kultur. Die schönsten und artenreichsten Wiesen wurden durch die IG Kulturlandschaft, den Schweizer Bauernverband, das Forum Biodiversität und regionale Organisatoren prämiert.

In den fünf diesjährigen Regionen – Obertoggenburg (SG), Engiadina Bassa, Samnaun, Val Müstair (GR), Naturpark Beverin (GR), Naturpark Gantrisch (BE) und Valle di Blenio (TI) – nahmen jeweils zwischen 13 und 53 landwirtschaftliche Betriebe teil. Sie meldeten dafür ihre schönsten und artenreichsten Wiesen an. Um den vielfältigen Wiesentypen der Schweiz und ihrer Artenvielfalt Rechnung zu tragen, konnten sich die Landwirte mit mehreren Wiesen in verschiedenen Kategorien beteiligen.

Die Wiesen wurden von Jurys beurteilt und die Bewirtschaftenden der schönsten und artenreichsten Wiesen an öffentlichen Preisverleihungen in den Regionen ausgezeichnet. Die Siegerwahl fiel schwer. Denn in den verschiedenen Kategorien – Bergwiesen, Streuwiesen, extensiv und wenig intensiv bewirtschafteten Wiesen – fanden sich jeweils mehrere prächtige, farbenfrohe, summende oder orchideenreiche Schmuckstücke. Anerkennung für die sorgfältige Bewirtschaftung der Wiesen gilt deshalb auch den Landwirten, die eine Prämierung ihrer Wiesen knapp verpassten. All diese Bäuerinnen und Bauern leisten einen grossen Beitrag zur Qualität und Vielfalt unserer Landschaft und der Erhaltung und Förderung dieser Natur- und Kulturwerte.

Bei verschiedenen Rahmenaktivitäten wie Exkursionen, einer Weiterbildung zu Wiesen oder einem Fotowettbewerb konnte auch die Bevölkerung profitieren.

Praktischen Nutzen verstärken
Zukünftig streben die Wiesenmeisterschaften eine Zusammenarbeit mit dem Projekt Regio Flora (www.regioflora.ch) an. Denn: Artenreiche Wiesen sind selten und gefährdet. Deshalb wird unter anderem auch ihre Neuanlage gefördert. Geeignetes Saatgut dafür zu finden ist jedoch schwierig. Am besten eignet sich Saatgut von artenreichen Wiesen aus derselben Region. Dafür bietet Regio Flora eine Plattform an, auf der die Landwirte geeignete Spenderflächen sowohl anbieten als auch finden können. Die Wiesenmeisterschaften können damit dazu beitragen, die regionale Vielfalt zu fördern und geeignete Spenderflächen zu finden.

Wiesenmeisterschaften 2016
2016 werden in neuen Regionen Wiesenmeisterschaften stattfinden. Mehrere regionale Trägerschaften sind bereits in Startposition. Weitere regionale Trägerschaften für die Organisation sind noch gesucht.

Unterstützung
Die Wiesenmeisterschaften 2015 wurden auf nationaler Ebene vom Fonds Landschaft Schweiz, Bundesamt für Landwirtschaft, Bundesamt für Umwelt, BirdLife Schweiz, Gust und Lyn Guhl-Stiftung, Stiftung Temperatio, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Stiftung Dr. h.c. Erich Nelson, Fondation Petersberg pro planta et natura, Stiftung zur internationalen Erhaltung der Pflanzenvielfalt und der Anna Maria und Karl Kramer-Stiftung finanziell unterstützt. In den einzelnen Regionen engagieren sich zudem Pro Natura, kantonale Bauernverbände, WWF, landwirtschaftliche Bildungszentren, Naturpärke, Tourismusorganisationen, Gemeinden und weitere Stiftungen an der Durchführung.

Informationen für Sie
Weitere Informationen finden Sie unter: www.wiesenmeisterschaften.ch

Fotos in Druckqualität für die Berichterstattung können unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.ig-kulturlandschaft.ch/downloads/Bilder_MM_Okt_2015.zip

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Rückfragen:

  • IG Kulturlandschaft, Markus von Glasenapp, Oberwil-Lieli,
    Tel. 056 641 11 55, mvg@ig-kulturlandschaft.ch
  • Forum Biodiversität Schweiz, scnat, Jodok Guntern, Bern, Tel. 031 306 93 42, jodok.guntern@scnat.ch
  • Schweizer Bauernverband, Alexandra Cropt, Bern, Tel. 056 462 50 11, alexandra.cropt@sbv-usp.ch

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