Inhalt - 09.11.16 ÖLN-Tagung

Der ökologische Leistungsnachweis – eine Erfolgsgeschichte

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 09. November 2016

Anlässlich des 20. Jubiläums des Ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) lud der Schweizer Bauernverband (SBV) heute zu einer Tagung in Zollikofen ein. Die Referierenden waren sich einig, dank dem ÖLN geniesst die einheimische Landwirtschaft viel Vertrauen bei der Bevölkerung. Der SBV darf auf diese Erfolgsgeschichte stolz sein, will sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Die Schweizer Landwirtschaft muss sich auch in Zukunft über die hohe Qualität ihrer Produkte sowie eine tierfreundliche, ökologische und gentechfreie Produktion abheben. Als Zeichen für den weiteren Weg in eine umweltfreundliche Zukunft pflanzten drei Bauernkindern aus verschiedenen Regionen der Schweiz einen Pro Specie Rara-Apfelbaum.

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des ÖLN, welcher vor 20 Jahren infolge einer Volksabstimmung eingeführt wurde. Die Schweizer Landwirtschaft wurde damals aufgefordert, sich vermehrt an Markt und Ökologie auszurichten und sich von staatlich garantierten Preisen abzuwenden. Heute bildet der ÖLN die Vertrauensbasis der Konsumentinnen und Konsumenten in die einheimische Landwirtschaft. Mit der Einführung dieses Leistungsnachweises nahm die Schweizer Landwirtschaft eine internationale Vorreiterrolle ein, dies bestätigte auch ein Gastredner aus Österreich. Schliesslich sind Tiere – insbesondere Kühe – in der Schweiz so häufig auf den Weiden anzutreffen, wie nirgendwo anders in umliegenden Ländern.

Die Bilanz fällt positiv aus, trotzdem darf sich die Schweizer Landwirtschaft nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Im Rahmen der Tagung wagte Vincent Boillat, Junglandwirt aus dem Kanton Jura, einen Blick in die Zukunft und wies auf die Herausforderungen hin. Werden in den nächsten Jahren die Grenzen für landwirtschaftliche Produkte weiter geöffnet, wird der Einsatz von Labels für die Marktpositionierung immer wichtiger. In diesem Zusam-menhang sprach sich Boillat für das Beibehalten, oder gar das Anheben der ÖLN Standards aus, so dass sich die Schweiz über die hochwertige Qualität ihrer Produkte noch besser vom Ausland differenzieren kann. Zum Schluss befasste sich ein hochkarätiges Podium mit der Zukunft des ÖLN. Die Diskussionsteilnehmenden waren sich einig, der Ökologische Leistungsnachweis ist eine zentrale Errungenschaft der Schweizer Landwirtschaft und wird auch künftig zur Bewältigung der Herausforderungen weiterentwickelt werden müssen. Zudem spielt die bessere Kommunikation der Inhalte des ÖLN eine zentrale Rolle.

Der ÖLN ist die Grundlage, damit Schweizer Bäuerinnen und Bauern Direktzahlungen erhalten, sofern sie die ökologischen und gemeinwirtschaftlichen Leistungen erbringen. Darunter fallen unter anderem die tiergerechte Haltung von Nutztieren, eine ausgeglichene Düngerbilanz, ein angemessener Anteil ökologischer Ausgleichsflächen, eine geregelte Fruchtfolge als Vorbeugung gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge, geeignete Bodenschutzmassnahmen sowie Anforderungen an die Auswahl und gezielte Anwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln.

 

Rückfragen:

  • Markus Ritter, Präsident SBV, Mobile 079 300 56 93
  • Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33
  • Martin Rufer, Leiter Departement Produktion, Märkte und Ökologie SBV, 078 803 45 54
  • Fabienne Thomas, Geschäftsbereich Energie und Umwelt SBV, Organisation ÖLN-Tagung, 079 919 11 82

 

 

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