Inhalt - 29.11.16 Gegenvorschlag Ständerat

Der Ständerat will Ernährungssicherheit in Verfassung verankern

Pressemitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 29. November 2016

Mit der Zustimmung zum Gegenentwurf der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) zur Volksinitiative für Ernährungssicherheit, will auch der Ständerat die Ernährungssicherheit auf Verfassungsstufe verankern.  Der Schweizer Bauernverband (SBV) ist darüber erfreut, bedauert jedoch, dass der Ständerat die Volksinitiative für Ernährungssicherheit nicht unterstützt.

Vor knapp einem Monat verabschiedete die WAK-S einen Gegenentwurf zur Volksinitiative für Ernährungssicher-heit. Dieser wurde heute im Rahmen der Ständeratssitzung behandelt und erhielt die deutliche Zustimmung der Kammer. Wie schon der Bundesrat im Januar 2015 und der Nationalrat im März dieses Jahres, spricht sich damit auch der Ständerat für die Verankerung der Ernährungssicherheit auf Verfassungsstufe aus. Da der direkte Gegenentwurf die wesentlichen Anliegen der Initiative enthält, betrachtet der SBV diesen Entscheid als wichtigen Schritt in Richtung der Förderung einer einheimischen, gesunden und nachhaltigen Produktion von Lebensmitteln.

Priorität für den SBV geniesst nach wie vor die eigene Initiative, welche der Ständerat gleichzeitig mit der Zustimmung zum Gegenentwurf ablehnte. Die rekordverdächtige Unterschriftensammlung und die wertvolle Unterstützung von wichtigen Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen zeigt, dass die Initiative auf grosse Zustimmung stösst und von sehr breiten Kreisen mitgetragen wird. Aus diesem Grund bleibt der Fokus der Initianten vorerst auf der eigenen Initiative. Die Landwirtschaft steht weltweit vor enormen Herausforderungen. Die Versorgung der wachsenden Bevölkerung mit genügend Lebensmitteln bleibt überall eine der wichtigsten Aufgaben; Klimawandel, Wasserknappheit sowie Erosion von fruchtbarem Boden stellen die Bäuerinnen und Bauern in vielen Regionen aber vor Schwierigkeiten. Es steht in der Verantwortung der jetzigen Generationen, mit einer nachhaltigen, tiergerechten und inländischen Lebensmittelproduktion heute schon einen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherheit zu leisten. Damit werden nicht nur Perspektiven für die einheimische Landwirtschaft und die jungen Bauernfamilien geschaffen, sondern auch ein wichtiger Nutzen für die Schweizer Bevölkerung.

Als nächstes wird sich nun wieder der Nationalrat mit dem Geschäft befassen. Der SBV wird die weiteren Beratungen im Parlament mit grossem Interesse verfolgen und sich weiterhin für eine Stärkung der einheimischen Produktion – der Grundpfeiler der Ernährungssicherheit – einsetzen.   

 

Rückfragen:

  • Markus Ritter, Präsident SBV und Initiativkomitee, Mobile 079 300 56 93
  • Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33 97 17

 

www.ernaehrungssicherheit.ch

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