Inhalt - 30.08.16 Ernährungssicherheit

WAK-Ständerat prüft Gegenvorschlag zur Initiative für Ernährungssicherheit

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 30. August 2016

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) fällte an ihrer Sitzung keinen Entscheid zur Volksinitiative für Ernährungssicherheit. Sie will einen Gegenentwurf prüfen und die Verwaltung wurde beauftragt, Varianten auszuarbeiten. Der Schweizer Bauernverband (SBV) und das Initiativkomitee werden einen allfälligen Vorschlag prüfen, im Vordergrund steht aber ganz klar die eigene Initiative, die breite Unterstützung geniesst.

Mit ihrem Entscheid anerkennt die WAK-S – wie 2014 schon der Bundesrat, der ebenfalls einen Gegenvorschlag ausarbeitete – die Notwendigkeit, die Ernährungssicherheit in der Verfassung zu verankern. Der Bundesrat verzichtete, nach Kritik in der Vernehmlassung jedoch darauf, diesen dem Parlament zu unterbreiten. Der Nationalrat stimmte als Erstrat der Initiative für Ernährungssicherheit am 9. März 2016 zu und empfiehlt sie zur Annahme.

Die Initianten nehmen den Entscheid der WAK-S zur Kenntnis und werden den Inhalt des Gegenvorschlags mit Interesse prüfen. Nachdem die Initiative für Ernährungssicherheit in Rekordzeit und mit grosser Unterstützung zustande kam und wichtige Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen bereits ihre Unterstützung für die Vorlage zugesagt haben, wollen der SBV und das Initiativkomitee in erster Linie jedoch ihre eigene Vorlage vor das Stimmvolk bringen.

Fakt ist: Die Anzahl Menschen wächst weltweit und in der Schweiz bei gleichzeitig begrenzten und zum Teil bereits knappen Ressourcen wie Boden und Wasser. Damit auch die nächste Generation genügend gesundes Essen zur Verfügung hat, müssen die Weichen bereits heute richtig gestellt werden. Mit seiner Initiative unterbreitete der SBV eine hervorragende und breit getragene Ergänzung  zur Verfassung, welche auch der einheimischen Landwirtschaft, vor allem auch jungen Bauernfamilien, wieder eine Perspektive gibt. Die Landwirtschaft verliert jedes Jahr grosse Flächen an fruchtbarem Boden, ihr Anteil an der Wertschöpfung nimmt kontinuierlich ab, während die Produktionskosten hoch bleiben und die Einkommen im Verhältnis zu vergleichbaren Branchen deutlich tiefer sind. Es ist erfreulich, dass die WAK-S den Handlungsbedarf erkannt hat. Sie ist mit ihrem Entscheid bereit, Verantwortung für eine auch künftig ausreichende Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit nachhaltig produzierten Lebensmitteln zu übernehmen.

 

Rückfragen:

  • Markus Ritter, Präsident SBV, Mobile 079 300 56 93
  • Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33
  • Urs Schneider, Stv. Direktor SBV/ Kampagnenleiter, Mobile 079 438 97 17

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