Inhalt - 01.03.17 Gentech-Moratorium

Schweizer Landwirtschaft bleibt gentechnikfrei

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 01. März 2017

An seiner heutigen Sitzung sprach sich der Ständerat dafür aus, das geltende Gentech-Moratorium um vier Jahre zu verlängern. Er schliesst sich damit dem Nationalrat an. Der Schweizer Bauernverband begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich. Damit bleibt die Schweizer Landwirtschaft weiter konsequent gentechnikfrei, setzt auf die Produktion hochwertiger Lebensmittel und differenziert sich dadurch klar von Importprodukten.

Heute sprach sich der Ständerat dafür aus, dass die Schweizer Landwirtschaft nach Auslauf des geltenden Moratoriums mindestens weitere vier Jahre gentechnikfrei bleiben soll. Um nach Ablauf des Moratoriums für den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) vorbereitet zu sein, enthielt der Vorschlag des Bundesrates gleichzeitig die Grundlagen für eine Koexistenz – also ein Nebeneinander von gentechnisch veränderten und nicht gentechnisch veränderten Kulturen. Dieser Entwurf löste in den betroffenen Kreisen negative Reaktionen aus, eine Koexistenz sei in der kleinräumigen Schweiz kaum machbar. Zudem kam eine Kosten-Nutzen-Analyse, die der Bundesrat gleichzeitig mit dem Entwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes veröffentlichte, zum Schluss, dass eine Koexistenz a) zurzeit nicht konkurrenzfähig und b) nicht mit den Werten der Schweizer Landwirtschaft vereinbar sei sowie c) für die Landwirte finanzielle Einbussen mit sich bringen würde. Der Ständerat entschied nun – wie bereits vor ihm der Nationalrat – dass die Schweiz die Koexistenz nicht braucht.

Der Schweizer Bauernverband begrüsst diese beiden Entscheide ausdrücklich, denn damit bleibt die Schweiz weiter gentechnikfrei. GVO-freie Produktion steht für Glaubwürdigkeit und hochwertige Lebensmittel und entspricht einem Konsumentenbedürfnis. Kein anderes Land setzt in der Landwirtschaft so konsequent auf GVO-Freiheit wie die Schweiz. Die einheimische Landwirtschaft verzichtet nicht nur auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen, sondern füttert ihre Nutztiere auch mit GVO-freien Futtermitteln.

 

 

 

Rückfragen:

  • Markus Ritter, Präsident SBV, Mobile 079 300 56 93

  • Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33
  • Martin Rufer, Leiter Departement Produktion, Märkte und Ökologie, Mobile 078 803 45 54

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