Inhalt - 05.09.17 Ernährungssicherheit

Ein Ja zur Ernährungssicherheit sichert Arbeitsplätze

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 05. September 2017

Beim Gastgeber RAMSEIER Suisse in Sursee machten sich Bundesrat Schneider-Ammann, Bauernverbandspräsident und Nationalrat Markus Ritter, die Olympiasiegerin Vreni Schneider und der Präsident des Luzerner Gewerbeverbands Roland Vonarburg für ein Ja zur Ernährungssicherheit am 24. September stark. Dieses hält den ländlichen Raum lebendig und sichert dessen Arbeitsplätze. Denn im Verfassungsartikel geht es nicht nur um Landwirtschaft, sondern um die ganze Wertschöpfungskette von Lebensmitteln.

„Die Zukunft ist meist schon da, bevor wir mit ihr rechnen“. Wie bei der Rentenreform, geht es auch bei der Abstimmung zur Verankerung der Ernährungssicherheit um vorausschauendes Handeln. Als wahrscheinlich erstes Land der Welt, kann sich die Schweiz mit einem JA am 24. September 2017 als Pionierin positionieren und eine der grossen kommenden Herausforderungen aktiv angehen: Ausreichend, nachhaltig produziertes Essen, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Weil die Menschheit wächst, das fruchtbare Land begrenzt und Wasser zunehmend knapp ist, aber auch, weil der Klimawandel die Produktionsbedingungen unstabiler macht, sind alle Länder gefordert. Bundesrat, Parlament und alle Parteien haben das erkannt und empfehlen dem Stimmvolk der Verfassungsergänzung zuzustimmen. Diesem ist das Anliegen wichtig. Innerhalb von drei Monaten unterschrieben 150‘000 Stimmberechtigte die Volksinitiative für Ernährungssicherheit, welche der Auslöser für den nun zur Abstimmung gelangenden Gegenvorschlag war.

An einem Medienanlass bei der Getränkeherstellerin RAMSEIER Suisse AG in Sursee erläuterte Bundesrat Schneider-Ammann die Vorteile des gesamtheitlich gestalteten Konzepts: „Die Ernährungssicherheit wird vom Feld bis auf den Teller in der Verfassung verankert. Wir schaffen damit die Voraussetzung, um die Ernährungssicherheit auch für künftige Generationen zu gewährleisten. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft besser auf die Anforderungen des Marktes reagieren kann.“ Bauernverbandspräsident und Nationalrat Markus Ritter ergänzte, dass die Abstimmung es den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten erlaube, Verantwortung wahrzunehmen: „Sie können mitbestimmen, wie und wo ihr Essen heute, aber auch in Zukunft produziert wird.“

Der Präsident des Luzerner Gewerbeverbands und Inhaber der Wauwiler Champignons AG erwartet von einem Ja eine Sicherung von Arbeitsplätzen: „Die Land- und Ernährungswirtschaft ist ein wichtiger wirtschaftlicher Motor des ländlichen Raums.“ Das war auch einer der Gründe, der die Skifahrerin und Olympiasiegerin Vreni Schneider bewogen hat, im „Botschafterkomitee“ mitzuwirken: „Ich wohne im Berggebiet, in dem die Bauernfamilien Spitzensport treiben, um uns Schweizerinnen und Schweizer mit hochwertigen und vor allem tier- und umweltfreundlich produzierten Lebensmitteln zu versorgen. Ich möchte, dass auch meine Kinder und Enkel noch davon profitieren können.“ Die Ramseier Suisse AG ist ebenfalls nicht ohne Grund im ländlichen Raum der Innerschweiz angesiedelt, wie der CEO Christian Consoni erläuterte: „Unsere Firma verarbeitet mit insgesamt 230 Mitarbeitenden an den zwei Standorten Sursee und Oberaach den grössten Anteil der Schweizer Mostobstproduktion zu unterschiedlichen Säften. Die Rohstoffqualität ist für uns ein wichtiges Qualitätskriterium und deshalb setzen wir bei unseren Obstsäften auf die Schweizer Bauern.“

Die Quintessenz der Referenten: Ein Ja zur Ernährungssicherheit ist auch ein Ja zur einheimischen Wertschöpfungskette und damit ein Ja zu Arbeitsplätzen im ländlichen Raum!

 

Rückfragen:

  • Erik Reumann, Pressesprecher Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, Mobile 079 303 81 53
  • Nationalrat Markus Ritter, Präsident Komitee & Schweizer Bauernverband, Mobile 079 300 56 93
  • Roland Vonarburg, Präsident Luzerner Gewerbeverband, Inhaber der Wauwiler Champignons AG, Tel. 041 984 10 20


www.ernaehrungssicherheit.ch

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