Inhalt - 06.04.17 AG Milch

Vorstand des Bauernverbands will Milchproduzenten unterstützen

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 06. April 2017

 

Aufgrund der prekären Situation auf dem Milchmarkt setzte der Vorstand des Schweizer Bauernverbands im Februar eine Arbeitsgruppe Milch ein. An seiner heutigen Sitzung klärte er nun – basierend auf den ersten Treffen der Arbeitsgruppe – formelle Aspekte und verabschiedete ein erstes Set von Massnahmen.

Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) entschied an seiner Februar-Sitzung, der unhaltbaren Situation auf dem Milchmarkt entgegenzutreten und seine Arbeitsgruppe (AG) Milch wieder zu reaktivieren. Heute regelte er nun mit der Verabschiedung des Pflichtenhefts deren Arbeitsweise. Er wählte SBV-Vizepräsident Hans Frei zum Vorsitzenden der AG sowie Sepp Murer und Claude Bähler zu seinen Stellvertretern. Die weiteren Mitglieder sind Markus Hausammann, Liselotte Peter-Huber, Thomas Roffler, Hans Jörg Rüegsegger und Fritz Waldvogel. Hanspeter Kern, Präsident der Schweizer Milchproduzenten, nimmt ebenfalls an den Sitzungen teil. Auf operativer Ebene liegt die Verantwortung bei Martin Rufer, Leiter Departement Produktion, Märkte und Ökologie des SBV. Die AG kann bei Bedarf vorstandsexterne Personen beiziehen.

Auf Antrag der AG hiess der Vorstand zudem die Stossrichtung für ein erstes Set von Massnahmen zur Verbesserung der Situation der Milchproduzenten gut. Diese werden in einem nächsten Schritt von der AG konkretisiert und umgesetzt. Im Zentrum stehen die Analyse der Margensituation und -entwicklung bei der Milchverarbeitung und dem Detailhandel, die Analyse der Anteile inländischer bzw. importierter Milchprodukte in den Sortimenten der Detailhändler, die Sensibilisierung der Konsumenten über Kommunikationsmassnahmen sowie die Aufbereitung von zeitnahen Informationen zum Milchmarkt.

Zudem forderte der Vorstand erneut unmissverständlich eine Erhöhung der effektiv bezahlten Milchpreise auf das Niveau der Richtpreise und beauftragte die AG, diesbezüglich an die Milchkäufer heranzutreten. Es ist nicht akzeptabel, dass diese mittlerweile seit Monaten eine Erhöhung der Milchpreise hinausschieben.

Der Vorstand vertritt die Meinung, dass die Preissituation für die Milchproduzenten nachhaltig nur dann verbessert werden kann, wenn auch die produzierte Milchmenge weiter gesenkt wird. Angesichts der momentan sehr guten preislichen Lage auf dem Markt für Schlachtkühe rät er zu einer Reduktion der Milchkuhbestände und zu sehr vorsichtiger Investitionstätigkeit in Milchviehställen.

 

 

 

Rückfragen:

  • Markus Ritter, Präsident SBV, Mobile 079 300 56 93
  • Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33
  • Hans Frei, Vize-Präsident SBV und Vorsitzender AG Milch, Mobile 079 431 78 11
  • Martin Rufer, Leiter Departement Produktion, Märkte und Ökologie, Mobile 078 803 45 54

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