Inhalt - 14.03.17 Ernährungssicherheit

Weg frei für Verfassungsabstimmung zur Ernährungssicherheit

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 14. März 2017

Die beiden Räte verabschiedeten heute an ihrer Schlussabstimmung den Gegenentwurf zur Initiative für Ernährungssicherheit. Damit anerkennt nach dem Bundesrat auch das Parlament, dass bezüglich Ernährungssicherheit eine Verfassungslücke besteht und diese geschlossen werden muss. Das Initiativkomitee um den Schweizer Bauernverband (SBV) begrüsst das Ergebnis und hat, wie bereits im Januar angekündigt, seine Initiative auf Empfehlung der Landwirtschaftskammer nach der Schlussabstimmung zurückgezogen. Der vom SBV von langer Hand vorbereitete Weg ist nun frei für eine Verfassungsabstimmung, die aller Voraussicht nach am 24. September 2017 stattfinden wird.

National- und Ständerat verabschiedeten heute an ihrer Schlussabstimmung mit grosser Mehrheit den Gegenentwurf zur Initiative für Ernährungssicherheit. Damit unterstreicht nach dem Bundesrat auch das Parlament, dass bezüglich Ernährungssicherheit eine Verfassungslücke besteht und diese geschlossen werden muss. Das Initiativkomitee um den Schweizer Bauernverband (SBV) hat nun – wie bereits im Januar nach der Sitzung der Landwirtschaftskammer (Parlament der Bäuerinnen und Bauern) angekündigt – nach der Schlussabstimmung seine Initiative zurückgezogen.

Über die deutliche Mehrheit in der Schlussabstimmung freut sich der SBV – damit konnte ein breit getragener Kompromiss zu Gunsten der Ernährungssicherheit gefunden werden. Überhaupt möglich machte dies erst das Engagement vieler Tausend Schweizer Bäuerinnen und Bauern. Sie sammelten in Rekordzeit schweizweit rund 150‘000 Unterschriften für die Initiative. Somit ist der vom SBV seit 2014 geplante Weg für eine Verfassungsabstimmung zur Ernährungssicherheit frei. Über diese wird das Volk aller Voraussicht nach am 24. September 2017 befinden.

Der Gegenentwurf ist ein gesamtheitliches Konzept – mit ihm wird die Ernährungssicherheit vom Feld bis auf den Teller in der Verfassung verankert werden. Dazu gehören die Sicherung des Kulturlandes, eine standortangepasste und ressourceneffiziente Lebensmittelproduktion sowie eine auf den Markt ausgerichtete Land- und Ernährungswirtschaft. Mit der Einbindung der gesamten Nahrungsmittelkette werden nebst der Landwirtschaft auch die Verarbeitung sowie der Handel bis hin zu den Konsumentinnen und Konsumenten integriert – und somit in die Pflicht genommen, zur Ernährungssicherheit unseres Landes beizutragen. Damit rückt die längst überfällige Diskussion über den Wert der Produkte in den Fokus der Öffentlichkeit.

 

 

 

Rückfragen:

  • Markus Ritter, Präsident SBV & Initiativkomitee, Mobile 079 300 56 93
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  • Urs Schneider, Stv. Direktor SBV & Kampagnenleiter, Mobile 079 438 97 17
  • Francis Egger, Leiter Departement Wirtschaft, Bildung & Internationales, Mobile 079 280 69 66

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