Inhalt - 17.08.17 MK Ernährungssicherheit

Heute an den Inhalt des Tellers von morgen denken

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 17. August 2017

Auf der Domaine de Châteauvieux beim Spitzenkoch Philippe Chevrier im Genfer Satigny machten sich Bundesrat Schneider-Ammann, Bauernverbandsdirektor und Nationalrat Jacques Bourgeois, Regierungsrat Luc Barthassat, Ständerat Robert Cramer sowie die Präsidentin der Genfer Bäuerinnen, Patricia Bidaux, für ein Ja zur Ernährungssicherheit am 24. September stark.

„Die Zukunft ist meist schon da, bevor wir mit ihr rechnen“. Wie bei der Rentenreform, geht es auch bei der Abstimmung zur Verankerung der Ernährungssicherheit um vorausschauendes Handeln. Als wahrscheinlich erstes Land der Welt, kann sich die Schweiz mit einem JA am 24. September als Pionierin positionieren und eine der grossen kommenden Herausforderungen aktiv angehen: Ausreichend, nachhaltig produziertes Essen, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Weil die Menschheit wächst, das fruchtbare Land begrenzt und Wasser zunehmend knapp ist, aber auch, weil der Klimawandel die Produktionsbedingungen unstabiler macht, sind alle Länder gefordert. Bundesrat, Parlament und alle Parteien haben das erkannt, unterstützen die Verfassungsergänzung und empfehlen dem Stimmvolk zuzustimmen.

An einem Medienanlass auf der Domaine de Châteauvieux beim Spitzenkoch Philippe Chevrier in Satigny erläuterte Bundesrat Schneider-Ammann die Vorteile des gesamtheitlich gestalteten Konzepts: „Die Ernährungssicherheit wird vom Feld bis auf den Teller in der Verfassung verankert. Dazu gehören die Sicherung des Kulturlandes, eine standortangepasste und ressourceneffiziente Lebensmittelproduktion, eine auf den Markt ausgerichtete Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft sowie grenzüberschreitender Handel.“ Bauernverbandsdirektor und FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois ergänzte, dass die Abstimmung es den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten erlaube, Verantwortung wahrzunehmen: „Sie können mitbestimmen, wie ihr Essen heute, aber auch in Zukunft produziert wird.“

Dem grünen Genfer Ständerat Robert Cramer ist wichtig, dass der neue Artikel die nachhaltige inländische Produktion stärke und beim Import von Lebensmitteln auf das Prinzip des fairen Handels setze. Damit fördere man auch in der übrigen Welt eine langfristig tragbare und sozial gerechte Landwirtschaft. „Genf ist ein urbaner Kanton, entsprechend ist der Druck auf die landwirtschaftliche Produktion hoch. Dazu kommen die Nähe zu Frankreich und der Einkaufstourismus. Um lokale Lebensmittel zu stärken, hat Genf deshalb 2004 das Label GRTA (Genève Région - Terre Avenir) geschaffen“, erläuterte der Genfer Regierungsrat Luc Barthassat.  Die Ernährungssicherheit sei dem Kanton – gerade wegen der geringen Selbstversorgung – ein grosses Anliegen.
„Wir haben nur eine Erde und alle Erdenbewohner müssen essen, nicht nur heute, sondern auch morgen“, erinnert Patricia Bidaux, Präsidentin der Genfer Bäuerinnen und Landfrauen an die Fakten. Das sei eine Herausforderung, der sich die Welt stellen müsse. Die Schweiz könne am 24. September mit gutem Beispiel vorangehen. Das macht auch bereits der Genfer Spitzenkoch Philippe Chevrier, in seiner Domaine  de Châteauvieux: „Schweizer und regionale Rohstoffe sind die Basis meiner Küche. Sie stehen für höchste innere und äussere Qualität und deshalb müssen wir zu ihnen Sorge tragen.“ Chevrier ist einer von mehreren Spitzenköchen, die als Botschafter für ein Ja zur Ernährungssicherheit am 24. September einstehen. Sie alle wollen heute, an den Inhalt ihrer Teller von morgen denken.

Rückfragen:

  • Erik Reumann , Pressesprecher WBF, Mobile 079 303 81 53
  • NR Jacques Bourgeois, Vizepräsident Komitee & Direktor Schweizer Bauernverband, FDP, Mobile 079 219 32 33
  • Luc Barthassat, Regierungsrat Kt. Genf, Tel. 079 417 09 69

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben