Inhalt - 21.02.17 Gentechfreiheit

In Zukunft Transparenz über Gentechfreiheit

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 21. Februar 2017

 

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) sprach sich an ihrer heutigen Sitzung dafür aus, dass Schweizer Landwirtschaftsprodukte in Zukunft damit gekennzeichnet werden dürfen, dass diese ohne Gentechnik hergestellt werden. Dazu stimmte die WBK-S einer Motion von Bauernverbandsdirektor und Nationalrat Jacques Bourgeois zu, die diese Forderung stellte. Der Schweizer Bauernverband begrüsst diesen Entscheid explizit – denn so werden die Konsumenten bald mehr Transparenz haben, ob GVO-freie Lebensmittel auf ihren Tellern landen oder nicht.  

GVO-freie Lebensmittel entsprechen einem grossen Bedürfnis der Konsumenten. Deshalb verzichten Schweizer Bauern und Bäuerinnen so konsequent auf den Einsatz von Gentechnik, wie dies in keinem anderen Land der Fall ist. Die einheimische Landwirtschaft macht aber nicht nur einen Bogen um den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Sie entschied sich auch, ihre Nutztiere mit GVO-freien Futtermitteln zu füttern. Dies verursacht beträchtliche Mehrkosten: allein 35 Millionen Franken jährlich für GVO-freie Soja.

Aktuell ist davon auszugehen, dass der grösste Teil der importierten tierischen Produkte – sei es Fleisch, Milchprodukte oder Eier – mit der Fütterung von gentechnisch veränderten Futtermitteln hergestellt wurde. Da heute weder der Verzicht auf die Gentechnologie ausgelobt werden darf noch die Verwendung von Gentech-Futter deklariert werden muss, haben Herr und Frau Schweizer im Laden das Nachsehen – ganz im Gegensatz zum umliegenden Ausland, wo der Konsument eine „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung auf Lebensmitteln findet. Da es sich um eine Benachteiligung der einheimischen Landwirtschaft auf dem Markt handelt, setzt sich der Schweizer Bauernverband (SBV) seit Jahren dafür ein, eine entsprechende Deklaration ebenfalls zu ermöglichen.

In einer Motion forderte SBV-Direktor und Nationalrat Jacques Bourgeois, dass der Bundesrat das geltende Recht dahingehend anpasst, dass ohne Gentechnik hergestellte Lebensmittel in der Schweiz auf ähnliche Weise gekennzeichnet werden können wie in den Nachbarländern. Heute sprach sich nun die WBK-S für die Motion und damit für mehr Transparenz aus. Der SBV begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich. Stimmt der Ständerat in der Frühlingssession der Motion ebenfalls zu, wird der Bundesrat eine Anpassung des geltenden Rechts ausarbeiten müssen.

 

 

 

Rückfragen:

  • Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33
  • Martin Rufer, Leiter Produktion, Märkte und Ökologie SBV
    Mobile 078 803 45 54

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