Inhalt - 29.09.17 LAKA

Versprechen halten und Fairness gewähren!

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 29. September 2017

Die Landwirtschaftskammer des Schweizer Bauernverbands befasste sich heute mit verschiedenen aktuellen Themen. Die Mitglieder fordern, die geplante Sparübung auf dem Buckel der Bauernfamilien abzubrechen. Weiter verlangen sie, die in Aussicht gestellte Erhöhung der Produzentenpreise für Molkereimilch umzusetzen.

Die Landwirtschaftskammer (LAKA), das Parlament des Schweizer Bauernverbands (SBV), ist entrüstet über die erneuten Sparpläne des Bundesrats von über 90 Millionen Franken bei der Landwirtschaft. Die Mitglieder fordern das Parlament auf, korrigierend einzugreifen. Dies, weil die Legislative nach langem Ringen den Zahlungsrahmen 2018-21 für die Landwirtschaft und das Stabilisierungsprogramm 2017-19 festgelegt und aufeinander abgestimmt hatte. Die Landwirtschaft musste im Rahmen des Stabilisierungsprogramms bereits Kürzungen bei den Investitionskrediten und den Strukturverbesserungsmassnahmen akzeptieren und hat somit bereits einen Beitrag zu gesunden Bundesfinanzen geleistet. Ursache für die angespannte Finanzlage des Bundes sind Mehrausgaben bei Altersvorsorge, Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfond, Armee, Bildung, Forschung und Innovation sowie Migration. Da die Gesamtausgaben steigen, nimmt der Anteil der Landwirtschaft laufend ab. Zudem machte das Stimmvolk am letzten Wochenende überaus deutlich klar, dass es hinter der einheimischen Landwirtschaft steht und diese nicht stetig weiter schwächen will.

Die Mitglieder der LAKA beschäftigten sich zudem mit einem weiteren Sorgenkind, dem Milchmarkt. Nachdem die Branchenorganisation Milch den Richtpreis um die dringend nötigen drei Rappen erhöht hat, haben die Abnehmer diesen Schritt weitgehend vollzogen. Das ist grundsätzlich erfreulich. Die LAKA fordert aber, dass die von der Milchbranche zusätzlich in Aussicht gestellte Erhöhung der Fettpreise ebenfalls im vollen Umfang umgesetzt wird. Das würde es erlauben, den Produzentenpreis zusätzlich zu erhöhen. Die Entwicklung auf den internationalen Märkten mit Rekordpreisen für Butter und die tiefen Schweizer Butterlager sprechen eine klare Sprache. Die LAKA fordert die Abnehmer auf, die Preisanpassungen endlich vorzunehmen, damit  die Landwirte mehr Wertschöpfung erzielen! Es braucht nach wie vor mehr Fairness und Transparenz auf dem Milchmarkt!

 

Rückfragen:

  • Markus Ritter, Präsident, Mobile 079 300 56 93
  • Francis Egger, Leiter Wirtschaft, Bildung und Internationales, Mobile 079 280 69 66

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