Inhalt - 21.01.19 Wir schützen, was wir lieben

«Wir schützen, was wir lieben»

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 21. Januar 2019

Der Schweizer Bauernverband will das Jahr 2019 nutzen, um Aufklärungsarbeit zu den mit der Trinkwasser-Initiative aufgeworfenen Themen zu leisten, vor allem zu Pflanzenschutz und Fütterung. Eine nationale Begleitgruppe hat dazu die Arbeit aufgenommen. Verschiedene Pro-jekte sind lanciert und die Bauernfamilien aufgefordert mitzuwirken!

2020 muss das Volk sich zur Initiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» äussern. Wahrscheinlich gleichzeitig kommt die Initiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» zur Abstimmung. Die Landwirtschaft und speziell die Themen Pflanzenschutz und Fütterung bewegen die Bevölkerung. Die Branche selber anerkennt, dass nicht alles im grünen Bereich ist und es Raum für Verbesserungen gibt. Deshalb unterstützt die Landwirtschaft auch den Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundes und arbeitet aktiv an dessen Umsetzung mit. Dieser hat das Ziel, den Einsatz und die Risiken von Pflanzenschutzmitteln zu minimieren. Zudem ist eine Arbeitsgruppe daran, den Anteil des Inlandfutters zu erhöhen indem der Futterweizenanbau gezielt gefördert wird.

Es zeigt sich in der öffentlichen Diskussion aber auch, dass viel Halbwissen vorhanden ist. Das verunmöglicht es, dass sich die Schweizerinnen und Schweizer ein differenziertes Bild machen und Zusammenhänge erkennen können. Der Schweizer Bauernverband (SBV) hat deshalb beschlossen, zusammen mit seinen Mitgliedorganisationen das Jahr 2019 zu nutzen, um über die aufgeworfenen Themen wie Pflanzenschutz oder Fütterung zu sprechen und informieren. Ende 2018 hat er eine nationale Begleitgruppe sowie zwei Arbeitsgruppen eingesetzt, welche die Aktivitäten planen, abstützen und weitertragen. Dabei wurde auch das gemeinsame Motto «Wir schützen, was wir lieben», die Kampagneninternetseite «www.verantwortungsvolle-landwirtschaft.ch» sowie eine passende Bildwelt festgelegt. Im Zentrum stehen folgende Massnahmen:

  • Nationale «Schau in mein Feld»-Aktion: Schweizweit werden an viel begangenen Wegen sogenannte
    0-Parzellen ausgeschieden, bei denen auf jegliche Eingriffe verzichtet wird. Die Parzellen werden mit einer Informationstafel versehen. Für Kulturen, die sich nicht als 0-Parzellen eignen, sind andere Tafeln zum Thema Pflanzenschutz vorgesehen.
  • Nationale «Schau in meinen Stall-Aktion». Für Betriebe mit Tierhaltung stellt der SBV Informationsmaterial zum Thema Fütterung zur Verfügung.
  • Messestand und Outdoormodule zum Thema Pflanzenschutz: Publikumsmessen, Gewerbeschauen sowie Anlässe auf Bauernhöfen sollten genutzt werden, um der Bevölkerung den Pflanzenschutz zu erklären. Dazu stellt der SBV einen speziell entwickelten Messestand zur Verfügung. Für kleiner Anlässe

Der SBV stellt zudem frei verfügbare Flyer zu den Themen Pflanzenschutz, Fütterung und Tierhaltung zur Verfügung, kümmert sich um die Webseite mit Hintergrundinformationen und einfachen Erklärvideos sowie die Bewirtschaftung der Themen in den sozialen Medien.

Alle Bauernfamilien sind aufgefordert, bei der Aufklärungsarbeit mitzuhelfen, bei den vorgesehenen Massnahmen mitzumachen und die zur Verfügung gestellten Informationen aktiv zu nutzen. Sich anmelden und Unterlagen bestellen kann man beim kantonalen Bauernverband. Machen wir unsere Hausaufgaben und stellen sicher, dass wir 2020 keine böse Überraschung erleben!

 

Rückfragen:

  • Urs Schneider, Leiter Kommunikation & Services,
    Präsident der nationalen Begleitgruppe, Mobile 079 438 97 17
  • Sandra Helfenstein, Mediensprecherin, Mobile 079 826 89 75

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