Inhalt - SBV-News Nr. 25 (16.06. - 20.06.2014)

SBV-News Nr. 25 (16.06. - 20.06.2014)

Infotag Internationales

Der SBV organisierte einen Infotag rund um internationale Themen. Dabei konnten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Internationales sowie interessierte Mitgliedorganisationen des SBV ihren Kenntnisstand auffrischen. Im ersten Teil ging es um die laufenden Freihandelsverhandlungen, die Entwicklungen in der WTO, die gemeinsame Agrarpolitik der EU, die Abschaffung der Milchquoten in der EU im nächsten Jahr und die Kampagne zum internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe. Anschliessend hielt Botschafter Didier Chambovay, Leiter des Bereichs Aussenwirtschaft im SECO, ein Referat. Darin warnte er, dass die Landwirtschaft bei den zukünftigen Abkommen mit Russland, USA, Brasilien, etc. nicht mehr so gut geschützt werden könne. Am Nachmittag sprach die Botschaftsrätin der USA bei der WTO über die amerikanische Agrarpolitik „Farm Bill“. 80% des US-Agrarbudgets wird für Ernährungsprogramme in Form von Lebensmittelgutscheinen eingesetzt. Der Rest fliesst in Ressourcenprogramme und neu in Einkommensversicherungen. Das Interesse am Infotag war gross.

Parlamentarieranlass Energiestrategie

Rund 20 Parlamentarier folgten der Einladung des Landwirtschaftsclubs und der Gruppe Erneuerbare Energien des Bundeshauses zum Thema Energiepreise, Energiestrategie 2050, Energie-Effizienz und erneuerbare Energien. Der Direktor des SBV brachte den Standpunkt der Landwirtschaft zu diesen Themen ein. Der Vertreter von AgroCleanTech betonte die grossen Potenziale in der Landwirtschaft, insbesondere bei Photovoltaik und bei Biogas. Diese können einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, wenn sie entsprechend unterstütz würden.

Treffen Stiftung für Konsumentenschutz

Der SBV traf sich mit der Stiftung für Konsumentenschutz für einen Austausch über aktuelle Themen. Einig waren sich die beiden Verbände darin, das Lebensmittelgesetz in der Schlussabstimmung des Parlaments abzulehnen, da der Vorschlag unzureichend ist. Weitere Themen waren die Debatte über die Gentechnik, die Vernehmlassung zur Swissnessvorlage und die Arbeiten im Rahmen der Qualitätsstrategie.

Uno-Jahr

Anlässlich des UNO-Jahres der bäuerlichen Familienbetriebe arbeitet der SBV eng mit dem Hilfswerk Helvetas zusammen und war deshalb auch eingeladen, an deren Generalversammlung mit dem Titel  „Die bäuerlichen Familienbetriebe ernähren die Welt“ im Podium teilzunehmen. Der Bauer Miguel Ortegas aus Bolivien, der auf 4000 Meter über Meer wirtschaftet und darüber auf Facebook berichtet (www.meinbauer.ch), berichtete über seinen Alltag als Bauer in Südamerika. Er nimmt diese Woche auch an der Tagung zum „Internationales Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe“ in Grangeneuve FR teil.

Gut, gibt’s die Schweizer Bauern

Der SBV stellte dem Bundesamt für Landwirtschaft das Finanzhilfegesuch für Absatzförderungsmittel für die Basiskommunikation 2015 zu. Beantragt werden für die diversen Massnahmen von „Gut, gibt’s die Schweizer Bauern“ 2.2 Millionen Franken. Für den SBV wird es wiederum eine Herausforderung sein, die entsprechenden Eigenmittel aufzubringen, damit der Betrag bei einem positiven Entscheid auch vollumfänglich ausgelöst werden kann.

Buure TV

Im neuen Kurzfilm befasst sich BuureTV mit dem Problem von unentdeckten Rehkitzen beim Mähen. Die Rehgeissen setzen ihre Jungen im Frühling oft ins hohe Gras. Wenn die Bauern ihre Wiesen mähen, rennen die Rehkitze  nicht weg, sondern verkriechen sich immer tiefer und werden im schlimmsten Fall von der Maschine erfasst, weil die Fahrer die Kitze nicht sehen können. Dank  neuster Technologie soll dies verhindert werden. Die Firma SwissDrohnes setzt ihre Wärmebildkamera ein, um die jungen Tiere aufzuspüren und sie zu retten. Wie dies genau funktioniert sehen Sie im neusten Film von buuretv.ch: http://buuretv.ch/wirtschaft-politik/buuretv-ch/drohne-hilft-rehkitzen.

Notiz der Woche

Der Bundesrat hat eine Reihe von Verordnungen in Zusammenhang mit den agrarpolitischen Massnahmen für den Zeitraum von 2014 bis 2017 in Anhörung gegeben. Die vorgeschlagenen Änderungen treten voraussichtlich am 1. Januar 2015 in Kraft. Der SBV führte dazu eine Anhörung unter seinen Mitgliedorganisationen durch. 40 Organisationen haben zum Teil sehr detaillierte Stellungnahmen zugestellt. Die grosse Mehrheit der Organisationen unterstützt den SBV. Zahlreiche Organisationen wehren sich gegen die unverständlichen Kürzungen der Direktzahlungen ab nächstem Jahr. Ebenfalls auf Unverständnis stossen die Reduktionen der Zollgebühren für Agrarimporte. Der SBV hofft, dass der Bundesrat bei seinen Beschlüssen auf  die einhelligen Meinungsäusserungen der Bauern Rücksicht nimmt.