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SBV-News Nr. 44 (27.10. - 02.11.2014)

Ausländische Arbeitskräfte

Die Arbeitsgruppe für ausländische Arbeitskräfte – bestehend aus Vertretern des Bundesamts für Migration (BFM), der Kantone, der bäuerlichen Fach- und Kantonalorganisationen, der Arbeitsgemeinschaft der Berufsverbände der landwirtschaftlichen Angestellten (ABLA), dem Interessenverein Arbeitnehmer im Gemüsebau und des SBV – blickte auf das vergangene Jahr zurück. Sie stellte fest, dass die Rekrutierung von Arbeitskräften gegenwärtig problemlos und die Nachfrage auf Arbeitnehmerseite vorhanden ist. Das BFM informierte zudem über aktuelle Themen im Bereich der Ausländerregelung. Nach längerer Diskussion beschloss die Arbeitsgruppe, den Minimallohn für das Jahr 2015 nicht zu erhöhen. Dieser Minimallohn ist bei der Erteilung einer Bewilligung für Staatsangehörige aus Rumänien und Bulgarien (sogenannte EU-2 Länder) von Bedeutung.

Lohnrichtlinie für familienfremde Arbeitnehmende

Der SBV diskutierte mit Vertretern der ABLA und der Fach- und Kantonalorganisationen die Lohnrichtlinie 2015. Dabei informierte er auch über den Entscheid seines Vorstandes zur Anpassung der Arbeitszeit im Muster-Normalarbeitsvertrag. Die Teilnehmenden vereinbarten, dass der SBV die kantonalen Bauernverbände in einem Schreiben auffordert, die Umsetzung einer Revision der Normalarbeitsverträge in ihren Kantonen zu fördern.

Plattform Pflanzenschutz

An der vom SBV organisierten Plattform Pflanzenschutz diskutierten Experten aus der Praxis, Beratung, Forschung, Administration und Industrie aktuelle Probleme im Pflanzenschutzbereich und mögliche Lösungsansätze dazu. Der Schwerpunkt bildete die Bekämpfung des Erdmandelgrases, das sich immer stärker ausbreitet. Mitglieder der Plattform bereiten nun Anträge an die Konferenz der Landwirtschaftsämter vor, damit die Bekämpfung des Unkrauts intensiviert und besser koordiniert wird.

Energiestrategie 2050

Nach langer Beratung in den zuständigen Parlamentskommissionen behandelt der Nationalrat nun in der Wintersession die Energiestrategie 2050. Die Strategie ist für jene Landwirte, die sich im Bereich der erneuerbaren Energien engagieren möchten, eine grosse Chance – birgt mit einem Anstieg des KEV-Zuschlags für Landwirte als Stromverbraucher gleichzeitig aber auch Risiken. Der SBV wird den Prozess im Parlament aktiv weiterverfolgen und die Anliegen der Landwirtschaft einbringen.

Regionalseminare

Der SBV führte die letzten zwei seiner jährlich vier Regionalseminare im Vorfeld der Delegiertenversammlung durch. Präsident, Direktor und weitere Mitarbeitende des SBV informierten in Sissach die Nordwestschweizer und in Rothenburg die Zentralschweizer Delegierten über die Situation auf den Märkten, den Stand und das weitere Vorgehen bei der AP 2014-17, das Bundesbudget 2015 und die geplante Resolution, die Initiative für Ernährungssicherheit, die Raumplanungsrevision, die Basiskommunikation und bereiteten mit diesen die Geschäfte der Delegiertenversammlung vor. Die Delegierten brachten ihrerseits Themen ein, die ihnen am Herzen liegen, z.B. die Probleme beim Pflanzenschutz, der Milchmarkt, die Landschaftsqualitätsbeiträge oder die zunehmende Administration in der Agrarpolitik.

Notiz der Woche

Der Bayrische Bauernverband lud anlässlich einer zweitägigen Klausur zur Öffentlichkeitsarbeit auch die umliegenden Bauernverbände aus dem Tirol, dem Südtirol, Oberösterreich und der Schweiz ein. Der SBV stellte seine Basiskampagne „Gut, gibt’s die Schweizer Bauern“ vor. Dabei fiel auf, dass diese bereits mit Argusaugen verfolgt wird. Scheinbar gilt die Schweiz – insbesondere was die Projektvielfalt und den Einsatz der neuen digitalen Kanäle und sozialen Medien anbelangt – als grosses Vorbild. Der 1. August-Brunch, die Lockpfosten, „Mein Bauer. Meine Bäuerin“ und gar der neue Messestand „Landwirtschaft beflügelt“ – alles war bereits breit bekannt und wurde bewundert!