Inhalt - SBV-News Nr. 46 (10.11. - 14.11.2014)

SBV-News Nr. 46 (10.11. - 14.11.2014)

Vorstand

Der Vorstand des SBV diskutierte die laufenden Geschäfte und aktuelle Themen wie die bevorstehende Wintersession. Nebst den Wahlen der Parlaments- und des Bundespräsidenten stehen das Bundesbudget 2015 mit den Sparmassnahmen im Agrarbereich und die Energiestrategie 2050 im Interesse der Landwirtschaft. Positiv ist, dass die Motion Leo Müller betreff der Liquidationssteuer in der Wirtschaftskommission des Ständerats angenommen wurde und diese damit dem Nationalrat folgen will. Ob bei der Grundstücksgewinnsteuer zur alten Praxis zurückgekehrt werden soll, entscheidet der Ständerat in der Wintersession. Der Vorstand traf zudem die letzten Vorbereitungen zur Delegiertenversammlung des SBV vom 20. November.

Junglandwirtekommission

Die Junglandwirtekommission (JULA) des SBV traf sich zum jährlichen Strategieseminar und zur Vorbereitung ihres Kongresses im Januar 2015. Das Ziel des Seminars bestand darin, Gefahren und Potenziale von Freihandelsabkommen (FHA) zu eruieren und daraus Massnahmen und Ziele abzuleiten. Um einen Einblick in die Thematik zu erhalten, informierte Gabriela Küng vom SBV über das FHA Schweiz – China. Weitere Gastreferenten erläuterten, weshalb es für bäuerliche Milchvermarktungsorganisationen wichtig ist, sich im Export zu engagieren und wo die Chancen und Gefahren liegen. Die JULA sieht Potenziale im riesigen, wachsenden internationalen Markt vor allem für Nischen- und Premiumprodukte im oberen Preissegment.

Fachkommission Viehwirtschaft

Die Fachkommission (FK) Viehwirtschaft des SBV fällte an ihrer Sitzung den Grundsatzentscheid, die Anforderung an den Einsatz von auf Nachhaltigkeit zertifizierter Soja in die Richtlinien von QM Schweizer Fleisch per 2016 aufzunehmen. Voraussetzung ist, dass die Abnehmer ein ernsthaftes Engagement an den Tag legen, diesen Mehrwert auch zu kommunizieren. Auf den Märkten bereiten die Entwicklungen im Milch- und Schweinemarkt Sorgen. Die FK befasste sich zudem mit dem Thema „nicht ionisierende Strahlung / Elektrosmog“ und nahm die  Merkblättern des SBV dazu zur Kenntnis. Weiter brachte sich die FK über die bevorstehende Vernehmlassung zur Würzfleisch-Verzollung und das Landesversorgungs- und das Heilmittelgesetz auf den aktuellsten Stand.

Schlusssitzung SwissSkills 2014

Das OK des Auftritts der Landwirtschaft an den SwissSkills Bern 2014 traf sich zur Schlusssitzung. Sämtliche Mitglieder zogen ein sehr positives Fazit des Grossanlasses. Das Landwirtschaftszelt kam in- und ausserhalb der Landwirtschaft gut an und machte beste Berufswerbung. Die Rechnung schliesst dank Sponsoren, Gönnern und Naturalleistungen mit einer schwarzen Null. Vom Veranstalter kommen erste Signale, dass eine Wiederholung in vier Jahren ins Auge gefasst wird. Das OK schlägt zudem der Berufsorganisation Oda AgriAliForm vor, dazwischen einen nationalen Berufswettbewerb im kleineren Rahmen durchzuführen und dabei zwei Jahrgänge von Berufsabgängern zusammenzunehmen.

Mehrwertsteuer

Bei der Mehrwertsteuer steht eine Gesetzesrevision vor der Tür, die aller Voraussicht nach 2016 in Kraft tritt. Auf diesen Zeitpunkt hin kann – ungeachtet der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdauer – von einer Abrechnung nach effektiver Methode auf Saldosatzmethode gewechselt werden. Für einzelne Betriebe, die aktuell mit der Saldosatzmethode abrechnen, könnte es sich unter Umständen lohnen, bei grösseren bevorstehenden Investitionen vorgängig umzustellen. Allfällige Fragen dazu kann Agriexpert, Bereich Treuhand, beantworten.

Notiz der Woche

In der kommenden Wintersession berät der Nationalrat die Energiestrategie 2015. Die Landwirtschaft ist von der Energiepolitik auf dreifache Art und Weise betroffen. Erstens als Energieverbraucherin, zweitens als Energieproduzenten vom Umbau der Energiepolitik tangiert und drittens ist die Landwirtschaft in vielen Fällen als Grundeigentümerin von Land vom Netzausbau direkt betroffen. Die Revision der Energiepolitik ist für die Bäuerinnen und Bauern also Herausforderung und Chance zugleich. Die Bedeutung der Energiepolitik für und auf die Landwirtschaft wird heute noch meist unterschätzt.