Inhalt - SBV-News Nr. 47 (17.11. - 23.11.2014)

SBV-News Nr. 47 (17.11. - 23.11.2014)

Delegiertenversammlung

Die Delegiertenversammlung – zweifellos ein Höhepunkt im Verbandsjahr – war wie üblich gut vorbereitet und ging reibungslos über die Bühne. Die 380 Delegierten genehmigten den Jahresbericht 2013 und das Tätigkeitsprogramm 2015. Sie verabschiedeten an die Adresse von Parlament und Bundesrat eine Resolution gegen die Sparmassnahmen des Bundesrates, informierten sich über das weitere Vorgehen bei der Volksinitiative für Ernährungssicherheit und genehmigten das Budget und die Jahresbeiträge 2015. Ausserdem nahmen die Delegierten verschiedene Ersatzwahlen vor: So wurden 19 neue Mitglieder in die Landwirtschaftskammer gewählt und mit Meinrad Pfister, Präsident der Schweineproduzenten, Samuel Pfister, Vertreter der Bauernverbände Jura, Neuenburg und Genf, Alois Huber, Vertreter des Bauernverbandes Aargau sowie Sem Genini als Vertreter des Tessiner Bauernverbands auch im Vorstand vier zurückgetretene Mitglieder ersetzt.

Spitzengespräch Migros

Eine Delegation des SBV traf sich zum halbjährlich stattfindenden Spitzengespräch mit der Migros bei der Migros-Tochter Chocolat Frey AG in Buchs. Die beiden Parteien erörterten die aktuelle wirtschaftliche Situation, den Geschäftsgang und die Lage auf den Märkten eingehend. Beide Seiten beurteilen insbesondere die gegenwärtige Situation auf dem Milchmarkt als problematisch. Daneben diskutierten die Spitzenvertreter Themen wie die Qualitätsstrategie, die Auslobung der GVO-Freiheit, die Volksinitiative des SBV, die Swissness-Vorlage sowie weitere politische Themen und Kommunikationsprojekte.

Fachkommission Pflanzenbau

Haupttraktandum der Sitzung der Fachkommission (FK) Pflanzenbau des SBV war das Erdmandelgras. Dieses schwer bekämpfbare Unkraut breitet sich vor allem durch den überbetrieblichen Maschineneinsatz immer stärker in den Acker- und Gemüsekulturen aus und verursacht grosse Folgekosten. Die FK fordert nun die Ausarbeitung einer nationalen Strategie, um die weitere Verschleppung zu verhindern und die befallenen Flächen zu sanieren. Weiter informierte sich die Kommission über Aktualitäten aus der Agrarpolitik und dem Geschäftsbereich Pflanzenbau wie Züchtungsstrategie, Erosionsschutz und GVO.

Internationales Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe

Das nationale Komitee zum Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe traf sich – kurz vor dem Ende des internationalen Jahrs – zu einer Standortbestimmung. Mit grosser Befriedigung nahm das Komitee zur Kenntnis, dass die getroffenen Massnahmen und durchgeführten Veranstaltungen nicht nur sehr positiv verliefen sondern auch in den Medien grosse Beachtung fanden. Das Komitee wird nun einen Schlussbericht erstellen und sich Mitte 2015 nochmals treffen, um die Konkretisierung der Massnahmen zu prüfen, die vom Bundesrat verlangt wurden.

Besuche Praktikantenbetriebe

In den letzten Wochen besuchte Agrimpuls zahlreiche Gastgeberfamilien in der Nordwestschweiz. Auf diese Weise stellt Agrimpuls den persönlichen Kontakt zu den Bauernbetrieben sicher, die Praktikanten aus dem Ausland bei sich beschäftigen. Die Besuche dienen ausserdem dazu, ein direktes Feedback abzuholen, Fragen zu klären und die Betriebe zu unterstützen und damit die Programme im Bereich Incoming (ausländische Praktikanten in der Schweiz) weiter zu verbessern.

Energieeffizienz in der Landwirtschaft

Am Agridea-Weiterbildungskurs „Energie in der Landwirtschaft“  informierte AgroCleanTech über Ener-gieeffizienzmassnahmen in der Landwirtschaft wie die Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung, den Einsatz von Frequenzumformern bei der Stall- und Heubelüftung, Gebäudesanierungen, Direktsaat sowie Gülleseparation. Das grosse Interesse der Teilnehmer an diesen Massnahmen zeigte sich an der regen Fragetätigkeit.

Notiz der Woche

An der Weiterbildungsveranstaltung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für landwirtschaftliches Bauen und Hoftechnik beteiligte sich Agriexpert mit zwei Referaten. Im ersten Referat beleuchtete Agriexpert das geltende Raumplanungsrecht im Bereich der zonenkonformen Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone. Im zweiten Teil wurden aufgrund von drei Praxisbeispielen diese Fragestellungen vertieft diskutiert. Interessant waren die Ausführungen eines französischen Beraters, wonach bei Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Stallbauten in Frankreich von einer Abschreibungsdauer von 15 bis 20 Jahren ausgegangen wird und auch die Rückbaukosten bereits in die Berechnung einbezogen werden.