Inhalt - SBV-News Nr. 51 (15.12. - 21.12.2014)

SBV-News Nr. 51 (15.12. - 21.12.2014)

Junglandwirtekommission

An der letzten Sitzung dieses Jahres schloss die Junglandwirtekommission (JULA) die Vorbereitungen für den 3. Junglandwirtekongress ab. Der Kongress zum Thema „Agrarmärkte – heute und morgen“ findet am 31. Januar 2015 am Inforama Rütti in Zollikofen statt. Weitere Informationen und das Anmeldeformular sind unter www.junglandwirte.ch zu finden. Weiter beschäftigte sich die JULA mit dem Thema „Nachhaltige Intensivierung“ und blickte auf das Jahr 2014 zurück. Im Zentrum standen dabei die nationalen und internationalen Märkte sowie die Evaluation der Grundbildung in der Landwirtschaft. Dieses Thema wird 2015 eines der Schwerpunktthemen sein.

Treffen mit LIDL Schweiz

Am Spitzentreffen mit LIDL standen Marktfragen und politische Themen im Zentrum. Um den Ansprüchen der inländischen Konsumenten gerecht zu werden, setzt LIDL vermehrt auf Frischprodukte und auf Schweizer Lebensmittel. LIDL gab zudem ein klares Bekenntnis zu Suisse Garantie ab. LIDL hat zudem dargelegt, mit welchen Aktivitäten der Harddiscounter einen Beitrag zum Absatz der grossen Schweinefleischproduktion geleistet hat. Bei den politischen Themen standen die Volksinitiative des SBV, Swissness, Lebensmittelgesetz und weitere Themen auf der Agenda.

Treffen Gastrosuisse

Ebenfalls in der Berichtswoche führte der SBV ein Spitzengespräch mit Gastrosuisse. Zentrales Thema waren Marktfragen und hier insbesondere Aspekte im Zusammenhang mit dem Fleischmarkt. Der SBV legte dar, dass die höheren Schweizer Preise für die Produzenten je Menü nur zwischen 30 Rp. (Schweinefleisch) und max. 1 Fr. (Rind) ausmachten. SBV und Gastrosuisse haben zudem ein Interesse daran, dass Betrugsfälle bei Lebensmitteln und auch hier vor allem beim Fleisch verhindert werden können. In diesem Zusammenhang soll eine stärkere Zusammenarbeit mit Suisse Garantie geprüft werden. Bei den politischen Themen standen die Mehrwertsteuer, die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und die Volksinitiative des SBV auf der Agenda. 

Abstimmungskampagne „Energie- statt Mehrwertsteuer“

Der SBV führte mit dem Leiter der nationalen Kampagne ein Gespräch über die Mitwirkung des SBV an der Kampagne gegen die Volksinitiative „Energie- statt Mehrwertsteuer“. Der SBV wird sich, gemäss dem vom Vorstand beschlossenen Massnahmenkatalog, an der nationalen Kampagne beteiligen. Dazu gehören beispielsweise der Aushang von 3000 Plakaten sowie einige spezifisch auf die Landwirtschaft ausgerichteten Massnahmen wie beispielsweise Beiträge in den bäuerlichen Medien.

UNO/FAO „Food for Talks“

Im Namen des Weltbauernverbandes WFO war der SBV gebeten worden, an einem Podiumsgespräch des Genfer Büros der UNO Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO teilzunehmen. Die Veranstaltungsreihe „Food for Talks“ war diesmal dem Thema „Family Farming – Feeding the world, caring for the earth“ gewidmet. Seitens des SBV diskutierte Vizepräsidentin Christine Bühler mit. Einer der zentralen Punkte des Gesprächs war die Verbesserung  der Land- und Eigentumsrechte in Entwicklungsländern, damit Bauernfamilien überhaupt Kredite erhalten und investieren können. Für alle Länder gilt, dass die Landwirtschaft sich entwickeln und ein angemessenes Einkommen ermöglichen muss, damit weiterhin viele junge Menschen diesen Beruf wählen.

Food Waste

Der SBV nahm an einem Treffen von Grossverteilern, BAFU und BLW teil, welches sich unter der Leitung von Bundesrätin Doris Leuthard mit der Thematik der weggeworfenen Lebensmittel befasste. Die Tatsache, dass heute rund ein Drittel aller Lebensmittel im Müll landet, ist dramatisch. Darum wird ab 2016 auf nationaler Ebene eine Sensibilisierungskampagne gegen Food Waste eingeführt. Aus Sicht des SBV stehen dabei die Verbesserung der Wertschätzung für Lebensmittel und die Ausbildung im Umgang mit Lebensmitteln in den Schulen im Zentrum.

Notiz der Woche

Der Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Agrarrecht (SGAR) blickte auf eine erfolgreiche Fachtagung zurück und plante bereits die kommende Tagung für das Jahr 2015. Für die Blätter für Agrarrecht wurden die In-halte der Hefte 1-2 besprochen. Interessante rechtliche Abhandlungen sind hoch willkommen. Durch die kompe-tente Redaktion von Prof. Dr. Paul Richli, Uni Luzern, ist ein konstant hohes Niveau gewährleistet. Eine Mitglied-schaft lohnt sich! Melden Sie sich bei Agriexpert. Sie erhalten dafür Informationen zum Agrarrecht aus erster Hand.