Inhalt - SBV-News Nr. 12 (16.03. - 20.03.2015)

SBV-News Nr. 12 (16.03. - 20.03.2015)

Landwirtschaftlicher Klub

Während jeder Session lädt der Landwirtschaftliche Parlamentarier-Klub das Ratskollegium ein, während einem Mittagessen über ein aktuelles politisches Thema zu diskutieren. Diesmal stand die laufende 2. Revisionsetappe des Raumplanungsgesetzes zur Debatte. Die Brisanz des Themas zeigte die grosse Anzahl Teilnehmende aus allen Parteien von links bis rechts. Während dem Essen referierten Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz, Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, und Beat Röösli, Leiter Internationales und Raumplanungspolitik beim Schweizer Bauernverband. Anschliessend leitete der Präsident des Landwirtschaftlichen Klubs, Nationalrat Markus Hausammann eine angeregte Diskussion. Der Anlass wurde gemeinsam mit der parlamentarischen Gruppe für Raumentwicklung durchgeführt.

Strategie Nachhaltige Entwicklung

Der Bund erarbeitet zusammen mit den Schweizer Interessengruppen und Verbänden eine Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung. Der SBV ist an diesem Prozess beteiligt. Unter anderem nimmt er an den Workshops zu Raumplanungsfragen teil. Im letzten Workshop wurden die Zielsetzungen priorisiert, geschärft und mit Massnahmen konkretisiert. Eine der Zielsetzungen will, dass die Siedlungsentwicklung zukünftig hauptsächlich innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets stattfindet um das Kulturland zu schonen. Der nächste Arbeitsschritt in Richtung eines systematischen Strategieentwurfes liegt nun beim Bundesamt für Raumentwicklung.

Netzwerk haushälterische Bodennutzung

Das Netzwerk haushälterische Bodennutzung wurde 2013 nach der erfolgreichen Abstimmung über die 1. Etappe dar RPG-Revision als Nachfolgeorganisation der Allianz aus Umwelt-, Architektur- und Landwirtschaftsorganisationen gegründet. Der SBV ist Mitglied und im Vorstand vertreten. An der Mitgliederversammlung wurden Rechnung, Budget und Jahresbericht einstimmig zugestimmt. Der Vorstand und der Präsident (Rico Kessler, Pro Natura) wurden wiedergewählt. Einzig beim Tätigkeitsprogramm 2015 gab es einen Antrag von Seiten „Vision Landwirtschaft“. Dieser verlangte, das Netzwerk solle politisch dafür sorgen, dass „bodenunabhängige Stallbauten“ und „industrielle Tierproduktion“ ausserhalb der Bauzone nicht mehr erlaubt seien, sondern in die Industriezone gehören. Nachdem die meisten anderen Mitgliederorganisationen dagegen waren,zog Vision Landwirtschaft den Antrag zurück. Die Diskussionsrunde war dem Austausch über laufende Projekte und über die 2. RPG-Revisionsetappe gewidmet.

Vernehmlassung Litteringbussen

Die im März 2013 eingereichte parlamentarische Initiative von SBV-Direktor Jacques Bourgeois verlangt die Einführung einer nationalen gesetzlichen Grundlage für Litteringbussen. Nachdem diese im Parlament auf Zustimmung stiess, läuft dazu die Vernehmlassung. Der SBV hat eine Stellungnahme erarbeitet und diese den kantonalen Bauernverbänden unterbreitet. Wichtig ist, dass diese auch aktiv das Gespräch mit ihrem Kanton (Behörden und Regierung) suchen. Denn bisher war die gesamte Abfall-Thematik ausschliesslich Kantonshoheit.

Schlussveranstaltung des Projekts „FARAH“

FARAH war ein grenzüberschreitendes Projekt zwischen der Schweiz und Frankreich mit dem Ziel, die die Anerkennung der Arbeit der Frauen in der Landwirtschaft zu stärken.  An der Schlussveranstaltung des Projekts erzählten die teilnehmenden Frauen über ihre Erfahrungen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass eine weitere Sensibilisierung der Gesellschaft wichtig ist, um die Anerkennung der grossen Arbeit der Bäuerinnen zu stärken und eine bessere Vertretung der Frauen in den Gremien zu erreichen.

ACT-Fachveranstaltung

Mit einer Fachveranstaltung in Bern fiel der Startschuss für den AgroCleanTech Verein als Wissensaustauschplattform. Der Verein fungiert als offene Plattform, der die Akteure aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz in der Landwirtschaft zusammenführt und vernetzt. Bei der Veranstaltung wurden aktuelle Entwicklungen und Lösungen bei den Themen Energie und Klimaschutz präsentiert, beispielsweise Innovationen wie methanhemmende Futtermittelzusätze. Ferner wurden die Teilnehmer für neue Konzepte wie Eco Drive – das treibstoffsparende Traktorfahren – sensibilisiert. Weiter zur Sprachen kamen auch neue Förderinstrumente wie Zuschüsse zur Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung, welche die Stromkosten um etwa ein Drittel reduziert. Ferner wurden in Workshops konkreten Umsetzungsmassnahmen diskutiert, die in regelmässig tagenden Arbeitsgruppen weiter abgeklärt werden.

Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung

Vertreter der am Projekt „Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung“ beteiligten kantonalen Bauernverbände wurden über den aktuellen Projektstand informiert. Die Projektleitung und Gesuchsabwicklung wird ab sofort von der ACT-Geschäftsstelle übernommen. Es fand ferner ein Erfahrungsaustausch statt.

Notiz der Woche

Diese Woche hat der Frühling Einzug gehalten und die Leute gehen wieder vermehrt nach Draussen. Und was man dort sieht, ist erschreckend viel Güsel! Das scheinen mehr und mehr auch die Gemeinden zu bemerken. Nur so lässt sich das grosse Interesse an unserer Antit-Litteringkuh erklären. Nachdem wir letzte Woche den Gemeinden ein Infomail geschickt haben, ist diese nun bis zu den Sommerferien ausgebucht! Das ist einerseits erfreulich und andererseits tragisch, weil es zeigt, dass dem Abfallproblem nicht so einfach beizukommen ist. Deshalb ist es wichtig, dass nun auch die vom SBV geforderte nationale Busse für Abfallsünder eingeführt wird. Wer nicht hören will, muss es hinten an der Hose spüren.