Inhalt - SBV-News Nr. 14 (30.03. - 02.04.2015)

SBV-News Nr. 14 (30.03. - 02.04.2015)

Basiskommunikation

Der jährliche 1. August-Bruch auf dem Bauernhof ist ein Teil der Basiskommunikation „Gut gibt’s die Schweizer Bauern“. Rund 100 Betriebe meldeten sich bereits für die 23. Durchführung des 1. August-Brunchs an. Erfreulicherweise sind unter den Gastgeberhöfen 2015 einige Neulinge zu finden. Die Organisationen eines solchen Anlasses braucht viel Vorbereitung und motivierte freiwillige Helfer. Darum setzt der SBV in diesem Jahr vermehrt auf das Prinzip „Mini-, Midi- und Maxi“. Was so viel bedeutet wie „Alle sind herzlich Willkommen“: Vom Mini-Brunch am Küchentisch bis zu den grossen Brunch mit viel Action. Die Anmeldefrist dauert noch bis am 11. Mai 2015, siehe www.brunch.ch.

Raumplanung und Landwirtschaft

Raumplanung ist für die Landwirtschaft von Bedeutung. So sorgt die nächste Revision des Raumplanungsgesetzes für Diskussionen während der laufenden Vernehmlassung. Aus diesem Grund führte AGRIDEA einen Kurs unter dem Titel „Hotspot Raumplanung und Landwirtschaft“ durch. Neben einem Fachmann des SBV referierten Vertreter der Zürcher Baudirektion, des Bundesamtes für Raumentwicklung und von Agriexpert. Am meisten zu reden gab die Frage, wie mit der sogenannten bodenunabhängigen Produktion umgegangen werden soll.

Investitionsrechnung in der Landwirtschaft

Während zehn Blockkursen unterrichten Fachleute von Agriexpert an der Höheren Fachschule Rütti junge Landwirte und Landwirtinnen im Fachgebiet der Investitionsrechnung. Nach dem Einstieg in die Grundsätze kommen Theorie (statische, dynamische Investitionsrechnung) und viel Praxisbeispiele. Die Diskussionen zeigten, dass das Thema interessiert und kontroverse Äusserungen auslöst. Die Landwirtschaft kann auf diesem Gebiet durch langfristiges und nachhaltiges Denken auch der übrigen Wirtschaft etwas bieten.

Arbeitsgruppe „Lebensmittelverluste in der Landwirtschaft“

Eine Arbeitsgruppe, zusammengesetzt aus Vertretern verschiedener Bundesämter, der Hochschule Wädenswil und dem SBV, will sich den Lebensmittelverlusten auf Stufe Landwirtschaft befassen, um sie zu vermindern oder die Wiederverwertung zu verbessern. Zum Start ging es darum, das Wort „Verlust“ im Zusammenhang mit Lebensmitteln zu definieren. Sind beispielsweise unförmige Kartoffeln, die den Tieren verfüttert werden, ein Verlust? Die Arbeit soll im Herbst starten, zurzeit geht es darum, den Rahmen abzustecken.

Notiz der Woche

Zunehmend wird über die negativen Umweltlauswirkungen der Ernährung diskutiert. Dabei wird oft auch die Schweizer Landwirtschaft kritisiert. Fakt ist, dass heute 60% der negativen Umweltauswirkungen der Ernährung im Ausland anfallen. Oder anders betrachtet: Bei einem Selbstversorgungsgrad von 55% fallen in der Schweiz nur 40% der Umweltauswirkungen aus der Ernährung  an. Das heisst, dass die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft sehr umweltfreundlich ist. Wir müssen daher aus diesem Grund auch künftig eine inländische Produktion aufrechterhalten und  dürfen die negativen Auswirkungen nicht einfach „ins Ausland exportieren“!