Inhalt - SBV-News Nr. 24 (08.06. - 12.06.2015)

SBV-News Nr. 24 (08.06. - 12.06.2015)

Plattform Pflanzenschutz

An der vom SBV organisierten Plattform Pflanzenschutz diskutierten Experten aus der Praxis, Beratung, Forschung, Administration und Industrie die aktuellen Herausforderungen im Pflanzenschutzbereich. Den Schwerpunkt bildeten die Pflanzenschutzthemen in der Anhörung des Agrarpakets Herbst 2015 und die neue Einstufung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ durch die internationale Agentur für Krebsforschung. Weiter wurde der Aktionsplan Pflanzenschutz thematisiert.

Arbeitsgruppe Suisse-Bilanz

Die „ad-hoc“ Arbeitsgruppe des  SBV zur Suisse-Bilanz diskutierte an ihrer zweiten Sitzung konkrete Vereinfachungsideen. Sie legte fest, dass in erster Priorität diejenigen Betriebe von der Suisse-Bilanz befreit werden sollen, die bezüglich Nährstoffe unproblematisch sind. Betriebe, auf denen eine zu definierende Menge an Hof- und Mineraldünger nicht überschritten wird, sollen keine Suisse-Bilanz mehr ausfüllen müssen, womit ein grosser Teil der Betriebe befreit wären. In zweiter Priorität soll verschiedene Elemente der Suisse-Bilanz Elemente vereinfacht werden.

Landesplanung-Beirat

Der SBV ist Mitglied der Vereinigung für Landesplanung (VLP-ASPAN) und in deren Beirat. Dort waren die aktuellen Entwicklungen im der Raumplanung und die Fruchtfolgeflächen ein Thema. Der ehemalige Bundesrichter Dr. iur. Dr. h.c. Heinz Aemisegger, der ein Referat hielt, wies darauf hin, dass das Bundesgericht beanspruchtes Kulturland nicht nur hinsichtlich dessen (teils zufälligen) sachplangemässen Erfassung als Fruchtfolgefläche, sondern vielmehr nach dessen tatsächlicher Qualität und agronomischen Eignung für die Fruchtfolge beurteile. Diese Aussage freute nicht alle anwesenden Kantonsplaner. Sie würden daraus lieber eine rein kantonale Raumplanungsangelegenheit machen und selber entscheiden, welche Flächen schützenswert sind und welche nicht. Der Vertreter des SBV erinnerte an das Verfassungsziel der Versorgungssicherheit.

Lohnerhebung 2014

Agristat veröffentlichte die Lohnerhebung 2014. Neu wurden die Löhne nach Jahresvollzeitäquivalenten (100% Stelle über 12 Monate) gewichtet. Die Daten der Erhebung 2009 wurden für den Vergleich 2009-2014 nachträglich ebenfalls entsprechend  gewichtet. Im Jahr 2014 betrug der Median 3600 Franken brutto pro Monat. Insgesamt haben die Löhne der familienfremden landwirtschaftlichen Angestellten somit seit 2009 stagniert. Ein leichter Anstieg konnte in den tieferen Lohnklassen festgestellt werden. Die zweisprachige Publikation ist unter „www.agristat.ch | Publikationen | Lohnerhebung“ verfügbar.

Gespräch mit NZZ

Nachdem die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) und die NZZ am Sonntag in den letzten Monaten verschiedene sehr negative Artikel zur Landwirtschaft und Agrarpolitik veröffentlichten, bat der SBV um ein Gespräch mit den beiden Chefredaktoren, Urs Gujer und Felix E. Müller. An diesem legte er seine Positionen und Argumente zu den verschiedenen, kritisierten Themen dar und bat um die Berücksichtigung  aller Argumente in den Artikeln.

Notiz der Woche

„Die höchste Form der Anerkennung ist der Neid“, schrieb einmal Arthur Schoppenhauer. Mehrere politische Erfolge bescherten der Landwirtschaft und dem SBV harsche, ungerechtfertigte Kritik in verschiedenen Medien ein. Mit einem breit gestreuten Standpunkt des Präsidenten hielt der SBV dagegen. Die Kritik lässt ausser Acht, dass die Entscheide auf guten Argumenten basieren und nicht einfach auf gutem Lobbying. Abgesehen davon: Es ist absolut legitim, sich für eine Sache einzusetzen.