Inhalt - SBV-News Nr. 33 (10.08. - 16.08.2015)

SBV-News Nr. 33 (10.08. - 16.08.2015)

Gespräch mit Aldi

Eine Delegation des SBV erörterte mit der Spitze von Aldi Schweiz verschiedene Themen. Im Zentrum der Diskussion stand dabei die Situation auf den Märkten. Aldi und SBV schätzen die Lage weitgehend gleich ein und sorgen sich insbesondere um den Milch- und Schweinefleischmarkt. Erfreulich ist, dass Aldi sein Engagement mit Frischprodukten mit Schweizer Herkunft weiter ausbauen will.  Neben den Märkten standen die Qualitätsstrategie, Suisse-Garantie, Gentechnologie und eine Reihe von politischen Themen auf der Agenda.

Gespräch mit Bäcker-Confiseurmeister-Verband

An einem weiteren Spitzengespräch analysierte der SBV mit dem Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) eingehend den Getreide- und Brotmarkt. SBC und SBV sind sich einig, dass man dem Getreidebau und der Brotherstellung in der Schweiz aufgrund der stark ansteigenden Importen von Teiglingen, Brot- und Backwaren zunehmend Sorge tragen muss. Mit einer stärkeren Auslobung der Herkunft Schweiz und der Regionalität sowie gezielter Informationsvermittlung sollen die Konsumenten für Schweizer Brot und Backwaren sensibilisiert werden. Weiter wurden politische Themen wie die Volksinitiative für Ernährungssicherheit, die Umsetzung der Swissness-Vorlage und die Revision der Verordnungen des Lebensmittelrechts diskutiert.

Umfrage Agrarpolitik

Der SBV führte zusammen mit den Schweizer Milchproduzenten bei 1893 Betriebsleitenden eine Umfrage zur Agrarpolitik durch. Diese hat zum Ziel, anhand der Resultate Forderungen zur Verbesserung der Agrarpolitik einbringen zu können. An einer Sitzung der dafür verantwortlichen Arbeitsgruppe informierte der Projektleiter über den aktuellen Stand der Arbeiten und präsentierte erste Ergebnisse. Die Arbeitsgruppe leitete daraus Kernbotschaften ab und hielt mögliche Massnahmen fest.

Fachkommission Kommunikation

Die Fachkommission Kommunikation informierte sich über die laufenden Aktivitäten im Rahmen von „Gut, gibt’s die Schweizer Bauern“, die Stimmung der Bevölkerung gegenüber der Landwirtschaft sowie die aufgegleiste Aktion zum starken Franken, welche Ende August startet. Sie diskutierte weiter die Ursachen und Massnahmen der gehäuften, negativen Berichterstattung zu landwirtschaftlichen Themen in den Medien. Ein Schwerpunkt war die Initiative für Ernährungssicherheit sowie die Massnahmen und Hauptbotschaften der dazugehörigen Kampagne. Schliesslich gingen die Mitglieder kurz die übrigen anstehenden Initiativen mit Bezug zur Landwirtschaft durch. 

Vorstellung AgroCleanTech

AgroCleanTech (ACT) präsentierte sich den Direktoren der Westschweizer Bauernverbände und stellte die Aktivitäten vor. Einige Westschweizer Bauernverbände sind bereits Mitglied von ACT und beteiligen sich auch an den Energieeffizienzprojekten. ACT möchte in der Westschweiz seine Aktivitäten ausbauen und sucht daher die Zusammenarbeit mit weiteren kantonalen Bauernverbänden.

Fotoshooting für Plakatkampagne

In der Berichtswoche stand das Fotoshooting der neuen Hoftiere für die Plakatkampagne 2016 von „Gut, gibt’s die Schweizer Bauern“ auf dem Programm – diesmal auf dem Betrieb von Rahel und Manfred Näf in Kaisten AG. Die Fotoequipe versuchte mit vielen Tricks und gutem Zureden, ein Kalb, ein Schwein, ein Schaf sowie ein Huhn vor der Linse ins beste Licht zu rücken. Das Limousinkalb erwies sich – entgegen der Erwartungen – von Beginn weg als sehr fototauglich. Etwas mehr Angewöhnungszeit benötigten das Schwein und Schaf. Beim Huhn muss noch geprüft werden, wie „plakatogen“ es effektiv ist.

Notiz der Woche

Der Bundesrat sprach sich gegen die Schliessung des Zollschlupfloches von Würzfleisch aus. Er begründet dies unter anderem damit, dass die Würzfleischimporte keinen Einfluss auf den Markt haben. Diese Aussage erstaunt sehr, hat doch der Bundesrat in früheren Berichten selbst eingeräumt, dass negative Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden können. Zudem verschweigt er, dass über den Import von gewürztem weissem Kalbfleisch indirekt auch das Schweizer Tierschutzrecht untergraben wird. Die Bestrebungen der Branche bezüglich Etablierung von rosa und rötlichem Kalbfleisch im Markt werden über die permanenten Importe von gewürztem weissem Kalbfleisch aus Italien und Holland torpediert.