Inhalt - SBV-News Nr. 42 (12.10. - 16.10.2015)

SBV-News Nr. 42 (12.10. - 16.10.2015)

WOW-Kampagne

Die nationale Werbekampagne „Du bisch WOW“, die für den Konsum im Inland und die damit verbundenen Arbeits- und Ausbildungsplätze sensibilisieren will, läuft seit Ende August. Die Initianten der Kampagne zogen eine positive Zwischenbilanz: Strassenumfragen in der Deutschschweiz und der Romandie zeigen, dass die Konsumentinnen und Konsumenten die Botschaft verstehen und das für die Kampagne kreierte Video ankommt. Letzteres wird in den sozialen Medien fleissig geteilt, so dass bis jetzt 100‘000 Personen den Film unter www.dubischwow.ch gesehen haben. In über 7000 Läden der ganzen Schweiz ist die Wow-Werbung aktuell zu finden.

Kongress zur Ernährungssicherheit

Jährlich treffen sich die Regierungen in Rom, um die Ausrichtung der Aktivitäten der Food and Agriculture Organization (FAO) festzulegen. Parallel dazu findet jeweils die „Food Security Week“ mit zahlreichen Podien statt. Der Weltbauernverband nahm an fünf Podien teil, eines davon bestritt der SBV-Vertreter in seiner Rolle als Leiter der Arbeitsgruppe Ernährungssicherheit. In den Debatten fiel auf, dass Handel in Verbindung mit Ernährungssicherheit sehr prominent diskutiert wurde. Ebenfalls betonten zahlreiche Regierungen, darunter Industrie- und Schwellenländer, dass Wassermangel zunehmend ihre Landwirtschaft beeinträchtige und die Ernährungssicherheit gefährde.

Umsetzung Ausnahmebestimmungen Swissness

Eine glaubwürdige Deklaration bei den Lebensmitteln ist für die Positionierung der Schweizer Agrarprodukte in den Märkten entscheidend. Mit der Industrie, den Konsumenten und dem Detailhandel diskutierte eine Delegation des SBV Lösungen zu den letzten offenen Fragen für die Umsetzung der Swissness-Vorlage und der Deklarationsbestimmungen beim Lebensmittelrecht.

Naturpärke

In der Schweiz entstehen laufend neue Naturpärke, die für sich, ihre Natur, aber auch Produkte und Dienstleistungen in ihrem Gebiet werben. An einem Treffen mit dem Netzwerk Schweizer Pärke eruierte der SBV mögliche Zusammenarbeitsformen im Rahmen der Basiskommunikation von „Gut, gibt’s die Schweizer Bauern“. In einem ersten Schritt ist eine Zusammenarbeit beim Projekt Stallvisite angedacht, in dem die in Pärken liegenden mitwirkenden Betriebe ausgezeichnet und zusätzliche Betriebe in Parkgebieten gesucht werden.

Nachhaltige Entwicklung

Der Weiterbildungskurs „Nachhaltige Entwicklung“ der Uni Bern enthält ein Modul zur Landwirtschaft. Unter der Leitung des Luzerner Landwirtschaftsdirektors Christoph Böbner referierten am zweiten Kurstag Vertreter des BLW, des SBV, des FIBL und der Migros über die nachhaltige Landwirtschaft, Labels und die Initiative für Ernährungssicherheit. Die Kursteilnehmer, die mehrheitlich keinen Bezug zur Landwirtschaft haben, waren von Einblicken in die anschliessend besuchten landwirtschaftlichen Betriebe begeistert und gaben durchwegs positive Rückmeldungen über die Nachhaltigkeit dieser Bauernhöfe.

Agrarforschung

Der SBV initiierte ein Treffen mit den Leitenden von Agroscope, FiBL, der Hochschule für Agrarwirtschaft Zollikofen und ETH, um sich über die gegenseitigen Erwartungen auszutauschen. Die für die Landwirtschaft wichtigsten Forschungsthemen fanden bei den Agrarforschenden Gehör. SBV-Vizepräsident Hans Frei forderte dabei, dass die Forschung für die landwirtschaftliche Praxis relevante und umsetzbare Ergebnisse zu Tage bringen soll.

Austausch mit Forum Biodiversität

Vertreterinnen des SBV trafen sich zu einem Folgegespräch mit dem Forum Biodiversität. Der konstruktive Austausch hatte das Ziel, gemeinsame Anliegen herauszuarbeiten und mögliche Zusammenarbeiten auszuloten. Bei den Wiesenmeisterschaften, die von beiden Seiten gleichermassen geschätzt werden, wird das gemeinsame Engagement fortgeführt.

Notiz der Woche

Der SBV ist über QM Schweizer-Fleisch Kläger gegen einen bekannten Ostschweizer Schweinemäster, der massiv gegen das Tierschutzrecht verstossen hat. Zudem vermarktete er unrechtmässig Schlachtschweine mit der Auszeichnung „QM Schweizer-Fleisch“, welche diesen Status gar nicht besassen. Der Mäster wurde zwar wegen Tierquälerei verurteilt – vom Vorwurf des Betruges wurde er aber leider mangels Beweisen freigesprochen. Das Verhalten solcher Mäster schadet der ganzen Branche und rücken die überwältigende Mehrheit der korrekt und gewissenhaft arbeitenden Bäuerinnen und Bäuerinnen in ein schlechtes Licht. Daher setzt sich der SBV dafür ein, dass solche Machenschaften aufgedeckt und die verantwortlichen Mäster aus dem Verkehr gezogen werden.