Inhalt - SBV-News Nr. 50 (07.12. - 11.12.2015)

SBV-News Nr. 50 (07.11. - 11.12.2015)

Vorstand

Der Vorstand tagte erstmals mit den fünf an der SBV-Delegiertenversammlung gewählten Mitgliedern in neuer Zusammensetzung. Er freute sich über die Wahl von Guy Parmelin zum Bundesrat.  Besonders positiv ist, dass mit Alice Glauser auch eine Bäuerin seinen Platz im Nationalrat einnimmt. Die Mitglieder informierten sich weiter über die landwirtschaftlichen Geschäfte in der laufenden Session, speziell das Budget 2016, und die Situation auf den landwirtschaftlichen Märkten. Weiter stimmten sie der Stellungnahme zum Rahmenkredit 2018-21 zu und genehmigten die Entschädigungsansätze für Leitungen, Schächte und Masten. Sie legten das weitere Vorgehen bei der Initiative für Ernährungssicherheit fest und diskutierten das Projekt „administrative Vereinfachungen“.

WOW-Aktion

Die Mitwirkenden an der Ende August gestarteten „Du bisch WOW“-Aktion zum starken Franken trafen sich für ein Fazit und das weitere Vorgehen. Der Resultat bisher darf sich sehen lassen: Es wurden 3500 Starterset (bestehend aus Postkarten, Postkartenständer, Kleber und Buttons) verschickt und etwa 50 Verteilaktionen durchgeführt. Den Video haben unterdessen 700‘000 Personen gesehen. Es bestehen diverse Ideen für eine Weiterführung und Weiterentwicklung, dafür sind aber neue Mittel nötig. In einer Umfrage wird bis Ende Februar abgeklärt, ob die entsprechende Bereitschaft bei bestehenden und potentiellen neuen Partnern besteht.

Schule auf dem Bauernhof

Das nationale Forum Schule auf dem Bauernhof diskutierte die SchuB-Strategie 2022 und das Projektleitertreffen (das Mitte April 2016 in Kanton Neuenburg stattfindet), die Schlussrechnung des im Mai durchgeführten SchuB-Jubiläums sowie die geplanten Werbeartikel für Lehrpersonen und Schüler. 

Wohneigentumsförderung

An der letzten Ausschuss-Sitzung der Stiftung „Wohneigentum-Förderung im ländlichen Raum“ wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Die Stiftung verfügt über genügend liquide Mittel, um Wohnbauten im ländlichen Gebiet mit einem zinsgünstigen Darlehen zu unterstützen. Darlehen sind möglich bis 90'000 Franken bei 1% Zins auf 20 Jahre. Auch bei Hofübergaben kann für den Kauf des Wohnhauses ein ebenfalls Darlehen beansprucht werden. Entsprechende Anträge sind über die landwirtschaftliche Kreditkasse, über Agriexpert oder direkt an die Stiftung in Solothurn einreichen. 

Entschädigungsansätze für Leitungen

Per 1. Januar 2016 sollen die neuen Entschädigungsansätze für Leitungen, Schächte, Masten im Landwirtschaftsland in Kraft treten. Der Vorstand des Schweizer Bauernverbandes gab seiner letzten Sitzung seine Zustimmung zur technischen Anpassung der Entschädigungsansätze. Neu wird der Kapitalisierungssatz von 3.5% auf voraussichtlich 1.125% gesenkt. Dies bewirkt eine um 30% höhere Abgeltung als in den Jahren 2011/12. Von 2012 bis 2015 wurden keine gemeinsamen Ansätze zusammen mit dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen publiziert. In dieser Zeit liefen die Verhandlungen.

Neue Filme auf Buuretv.ch

In den drei neusten Filmen von buuretv.ch zeigen wir einmal mehr völlig unterschiedliche Wege, die Bauersleute in ihrem Alltag eingeschlagen haben: Von einer Bäuerin, die sich ein Standbein als Kinderbuchautorin aufbaute, über einen Gemüsebauern, der Rüebli in allen Farben und Formen auf der Markt verkauft bis zu einem Bauern der im Simmental Ziegentreckings anbietet und so Menschen einen sehr direkten Kontakt zu den intelligenten Tieren ermöglicht. Die direkten Links lauten: Kinderbuch: http://buuretv.ch/wirtschaft-politik/buuretv/kinderbuch-gegen-littering Rüebli: http://buuretv.ch/wirtschaft-politik/buuretv/275 Ziegentrekking: http://buuretv.ch/wirtschaft-politik/buuretv/284

Notiz der Woche

Nach über fünf Jahren politischer Diskussionen hat das Parlament beschlossen, dass das Zollschlupfloch für Würzfleisch per 1. Januar 2016 geschlossen wird. Gewürztes und ungewürztes Frischfleisch wird künftig mit den gleichen Zollansätzen belastet. Nach gesundem Menschenverstand ist das eigentlich logisch und selbstverständlich. Die Verwaltung hätte daher das Würzfleischproblem rasch und unbürokratisch lösen können. Dem war aber nicht so. Sie hat sich geweigert das Zollschlupfloch zu schliessen, daher musste sich nun das Parlament  jahrelang mit dem Thema befassen.