Inhalt - SBV-News Nr. 05 (01.02. - 07.02.2016)

SBV-News Nr. 05 (01.02. - 07.02.2016)

Spitzengespräch mit Coop

Der SBV traf sich mit einer Delegation von Coop im Tropenhaus Frutigen, um aktuelle Marktfragen und verschiedene politische Themen zu diskutieren. Für Coop war das vergangene Jahr aufgrund des grossen Preisdrucks schwierig. Trotz mehr Marktanteil sank der Umsatz des Grossverteilers. Der SBV seinerseits zeigte auf, dass sich die Produzentenpreise 2015 – bei relativ stabilen Konsumentenpreisen – verringerten. Coop und SBV prüfen nun, ob im Rahmen eines gemeinsamen Projektes in Verkaufsläden die Konsumenten für Schweizer Lebensmittel begeistert werden können. Weitere Themen waren die Volksinitiative für Ernährungssicherheit, Finanzpolitik, Gentechnologie sowie das geplante Freihandelsabkommen mit Malaysia.

Initiative für Ernährungssicherheit

Der SBV traf sich mit der dafür engagierten Beraterin, um die Kampagne für die Initiative für Ernährungssicherheit zu planen. Dabei machte sich die Arbeitsgruppe Gedanken zu den Aktivitäten im Hinblick auf die Behandlung im Parlament, zur Vor- und dann zur eigentlichen Abstimmungskampagne. Die ausgearbeiteten Vorschläge werden nun den Gremien des SBV unterbreitet.

Fachkommission Viehwirtschaft

Die Fachkommission (FK) Viehwirtschaft brachte sich über die Marktlage in den einzelnen Produktionssegmenten auf den neusten Stand. Weiter diskutierte sie mit Hans Wyss und Martin Reist vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) über die Notwenigkeit und mögliche Stossrichtungen zur Stärkung der Nutztiergesundheit. Nach einem Beschluss der FK fordert der SBV das BLV nun in einem Schreiben auf, ein Projekt zu deren Stärkung anzustossen. Schliesslich informierte sich die FK zum Verordnungspaket 2016, Landesversorgungs- und Heilmittelgesetz und diskutierte die Arbeiten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Tierwohlprogramme BTS und RAUS.

Erster Newsletter Agriexpert

Agriexpert versandte in der Berichtswoche seinen ersten Newsletter und wies darin auf wichtige Neuerungen aus den Bereichen Treuhand, Steuern und Bewertung hin. Daneben wurden die aktuellen in Handel befindlichen Liegenschaften beworben und wichtige Termine aufgeführt. Wer sich für den Newsletter interessiert, kann sich unter www.agriexpert.ch dafür registrieren.

Schweizer Kommission für Immobilienfragen

Die Schweizer Kommission für Immobilienfragen vereinigt Wirtschafts- und Hauseigentümerverbände unter der Leitung des Gewerbeverbandes. Der SBV ist ebenfalls Mitglied dieser Kommission, die sich unter anderen auch mit der Raumplanungsthematik befasst. An der letzten Sitzung griff Raimund Rodewald, Direktor der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, die Landwirtschaft in seinem Gastreferat scharf an. Aus seiner Sicht forciert die Landwirtschaft die Zersiedelung ausserhalb der Bauzone. Die Raumplanung müsse daher dringend verschärft werden. Der SBV stellte klar, dass die Stiftung mit ihren Beispielen und verdrehten Sachverhalten Einzelfälle als „Normalfall“ darstelle und die Landwirtschaft dadurch in ein falsches Licht rücke.

Schule auf dem Bauernhof

Schule auf dem Bauernhof (kurz SchuB) ist ein Projekt im Rahmen der Edelweiss-Kampagne „Gut, gibt’s die Schweizer Bauern“, bei dem Schülerinnen und Schüler im aktiven Unterricht vor Ort die Herkunft einheimischer Lebensmittel und die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern erfahren und begreifen. Das nationale Forum SchuB diskutierte die laufenden Geschäfte und die SchuB-Strategie 2022. Weitere Themen waren das Projektleitertreffen, das Mitte April 2016 in Kanton Neuenburg stattfindet, die definitive Schlussrechnung des im Mai durchgeführten SchuB-Jubiläums sowie die geplanten Werbeartikel für Lehrpersonen und Schüler.

Notiz der Woche

Sie war in der Berichtswoche in aller Munde: Die geplante Übernahme von Syngenta durch ChemChina – ein weiteres Beispiel für die zunehmende Konzentration auf den vor- und nachgelagerten Stufen der Landwirtschaft. Auch in der Schweiz gibt’s fast wöchentlich Meldungen, dass ein grosser Verarbeiter oder Detailhändler wieder einen Mitbewerber schluckte. Diese Entwicklung ist für die kleinräumige einheimische Landwirtschaft problematisch, da die Big Players zunehmend den Bäuerinnen und Bauern ihre Konditionen aufzwängen können.