Inhalt - SBV-News Nr. 07 (15.02. - 21.02.2016)

SBV-News Nr. 07 (15.02. - 21.02.2016)

Vorstand Copa-Cogeca

Der Vorstand der Europäischen Bauernvereinigung (COPA), bestehend aus den Präsidenten aller Bauernverbände der EU-Länder, tagt rund 5 Mal pro Jahr. Der SBV darf als Gast ebenfalls teilnehmen. An der jüngsten Sitzung standen die Schwierigkeiten auf dem Milchmarkt und im Schweinefleischsektor im Zentrum. Auf beiden Märkten gibt es ein Überangebot, welche nicht mehr kostendeckende Preisen zur Folge haben. Die europäischen Bauernverbände fordern nun, dass die EU Kommission den Interventionspreis erhöht, die Übermengen in Form von Lebensmittelhilfe oder mit Exportkrediten ins Ausland verfrachtet.

Treffen der europäischen WFO Mitglieder

Das Treffen der europäischen Mitglieder des Weltbauernverbandes WFO fand zum ersten Mal unter dem Vorsitz von SBV-Vizepräsident Fritz Glauser statt. Er repräsentiert die Europäer im WFO-Vorstand. Neben der Vorbereitung der Generalversammlungen 2016 in Sambia und 2017 in Finnland wurde insbesondere über die Weiterentwicklung der Organisation diskutiert. Seit der Gründung 2011 ist diese signifikant gewachsen und zahlreiche neue Mitglieder sind hinzugekommen.

Studienreise der Landwirtschafskammer Österreichs

Der SBV empfing die Spitze der Landwirtschaftskammer Österreichs unter der Leitung des Präsidenten Hermann Schultes zu einer Studienreise bezüglich der Deklarationspflicht für Fleisch in der Schweiz. Während die Angabe der Herkunft von Fleisch und Fleischerzeugnissen in Schweizer Restaurants und Kantinen seit 20 Jahren Vorschrift ist, sind in Österreich die Diskussionen über die Einführung einer Deklarationspflicht erst im Gange. Darum besuchte der SBV gemeinsam mit den Besuchern diverse Gastro-Betriebe, darunter die neue Hotelfachschule Belvoir Park in Zürich sowie mehrere Gastro-Betriebe im Zürcher Hauptbahnhof. Die Delegation aus Österreich zeigte sich dabei ausserordentlich erstaunt, über die Konsequenz, mit der die Herkunftsdeklaration in der Schweiz umgesetzt wird.

AG Messestand

Die AG Messestand besprach die bisherigen Erfahrungen mit der neuen Themenschau „Tierwohl - Jawohl“ und plante die anstehenden Messeauftritte. Die neue Themenschau kommt sowohl bei den Besuchern als auch beim Messepersonal gut an. Die Arbeitsgruppe plante nun eine Erweiterung der Themenschau für den Herbst und ausserdem eine Outdoor-Version, damit die einzelnen Elemente auch an Anlässen, wie beispielsweise Viehschauen, im Freien verwendet werden können. Diese Ausstellung wird zum ersten Man an der MUBA 2017 zum Einsatz kommen. Ergänzend dazu wird ein Modul zum Thema Littering geprüft.

AG Stallvisite

Stallvisite, ein Hofprojekt im Rahmen der Edelweisskampagne „Gut, gibt’s die Schweizer Bauern“, ermöglicht den Konsumenten das ganze Jahr über einen Blick hinter die Kulissen der rund 300 teilnehmenden Höfe zu werfen. Die Arbeitsgruppe traf sich im laufenden Jahr ein erstes Mal, um sich über die Aktivitäten 2016 zur Stallvisite auf den aktuellsten Stand zu bringen. Im Fokus standen dabei der Jubiläums-Event von Ende Januar, der Start der offiziellen Stallvisite-Saison 2016 am Tag der Milch (16. April) und der europäische Tag der offenen Stalltüren, der in der Schweiz am 5. Juni 2016 stattfinden wird.

Konferenz: Brennpunkt Nahrung

Am 28. Oktober 2016 findet an der Messe Luzern die zweite Konferenz unter dem Titel „Brennpunkt Nahrung“ statt. Dieses Jahr widmet sie sich dem Thema Wettbewerbskraft Schweizer Nahrungsmittel. Termin reservieren!

Notiz der Woche

Die Studienreise mit der Delegation aus Österreich förderte auch für den SBV spannendes zu Tage: Beispiel 1: Die Candrian-Gruppe betreibt im Hauptbahnhof Zürich 27 Verpflegungsstätten, vom einfachsten Take away bis zum Edelrestaurant. Die Verantwortlichen stellten fest, dass sich die Kundschaft in allen Gaststätten immer öfter nach der Herkunft des Fleisches erkundige. Deshalb verkauft die Gruppe in all diesen Gaststätten zu 95 % Schweizer Fleisch - selbst am Kebab-Stand. Beispiel 2: Der SV-Service hat im letzten Oktober entschieden, im ETH-Restaurant, beim Geflügel nur noch Schweizer Herkunft einzusetzen. Der Grund ist einfach: Bei Geflügelfleisch aus Ungarn brach der Umsatz um 40 % ein. Die hartnäckige Überzeugungsarbeit zahlt sich aus!