Inhalt - SBV-News Nr. 10 (07.03. - 13.03.2016)

SBV-News Nr. 10 (07.03. - 13.03.2016)

Aktuelles aus dem Vorstand

Der Vorstand brachte sich an seiner März-Sitzung zur Situation auf den Märkten auf den neusten Stand und diskutierte in diesem Zusammenhang die Ausnahmen bei der Swissness-Vorlage. Weiter definierte er auf der Grundlage der Umfrageergebnisse zur AP 14-17 mögliche Massnahmen zur Verbesserung, behandelte die Umsetzung des Tätigkeitsschwerpunkts 2016 „Rentabilität“ und besprach damit zusammenhängend Vorschläge für die Anpassung der Voraussetzungen zur Gewährung von Strukturhilfen durch die öffentliche Hand. Schliesslich verabschiedete er den Jahresbericht 2015 und regelte die Ressortverteilung im Vorstand.

Initiative für Ernährungssicherheit

Für die Initiative für Ernährungssicherheit ging eine bedeutende Woche zu Ende. Der Nationalrat sprach sich mit 91 zu 83 Stimmen bei 19 Enthaltungen für das Volksbegehren aus. Als Nächstes gilt es nun, die Vertreter der kleinen Kammer zu überzeugen, Allianzen auszubauen und die (Vor)Kampagne weiterzuentwickeln. Der SBV bediente in der Berichtswoche zudem seine Mitgliedsektionen mit Unterlagen zur Initiative. Für interne Informationen steht auf der SBV-Internetseite die Rubrik „Ernährungsinitiative“ bereit. Für die Öffentlichkeit ist die Seite www.ernaehrungssicherheit.ch gedacht. 

Spitzentreffen mit hotelleriesuisse

Eine Delegation des SBV tauschte sich mit hotelleriesuisse zu den wichtigsten anstehenden Themen aus. Auf der Traktandenliste standen unter anderem die Initiative für Ernährungssicherheit, Marktthemen, das wirtschaftliche Umfeld und Fragen zum Kartellrecht. Der SBV nahm erfreut zur Kenntnis, dass die Ansichten und Positionen rund um seine Initiative gar nicht so weit auseinander liegen. Dass mit noch tieferen Produzentenpreisen die Probleme der Hotellerie nicht gelöst werden können, ist der Beherbergungsbranche klar. Auch bei der Raumplanung kämpfen beide Seiten mit ähnlichen Problemen. Interessant war, dass die Hoteliers neuen Trends wie der veganen Ernährung ein grosses Potential zuordnen. Wachstum ist – trotz schwierigem Markt – in den Städten zu verzeichnen, während im Alpenraum die Situation künftig eher schwieriger wird.

Konferenz der Bauernverbände im Berggebiet

Die Konferenz der Bauernverbände im Berggebiet befasste sich an ihrer Sitzung mit der Anhörung zum agrarpolitischen Verordnungspaket 2016. Ausgehend vom Anhörungsentwurf des SBV brachten die Vertreter der Berglandwirtschaft ihre Anliegen ein, beispielsweise mit einer Verordnungsanpassung bei den Steillagenzuschlägen oder bei der Abgeltung von Biodiversitätsförderflächen im Sömmerungsgebiet. Weiter informierten sich die Anwesenden über die Gegenkampagne zur ProServicePublic-Initiative und das Wolfskonzept der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete. Im abschliessenden Workshop beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Konkretisierung des Konzepts „Wertschöpfung im Berggebiet stärken“ und der Frage, welche Rolle die Konferenz dabei wahrnehmen soll und kann.

Stiftungsausschuss Stiftung für Wohneigentumsförderung

Die Schweizerische Stiftung zur Förderung von Wohneigentum, deren Sitz beim Solothurner Bauernverband angesiedelt ist, unterstützt die Erneuerung, den Bau und Erwerb von preisgünstigem Wohnraum im ländlichen Raum mit langjährigen, zinsgünstigen Darlehen in der Höhe von bis zu 90'000 Franken. Die Stiftung schloss die Jahresrechnung mit einem leichten Gewinn, der dazu dient, freie Stiftungsmittel zu äufnen. Das Gesuch dazu kann unter www.agriexpert.ch/de/partner/stiftung-fuer-wohneigentumsfoerderung heruntergeladen werden. 

Kurs „Fragen rund um den Lohn“

In der Berichtswoche fand am Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung in Hohenrain der letzte Arbeitsrechtskurs von Agrimpuls im Winter 2015/16 statt. Die  Kursthemen waren wie gewohnt umfassend: Lohnfestsetzung, Leistungslohn, Lohnfortzahlung, Sozialversicherung, Abgrenzung selbständig-unselbständig, Lohnabrechnung und Lohnausweise.

Notiz der Woche

Der SBV präsentierte kürzlich im Rahmen eines Anlasses der Agronomia Helvetica – der Studentenverbindung der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften in Zollikofen – die Swissness-Vorlage und unterstrich deren Bedeutung für die einheimische Landwirtschaft. Daniel Meyer, CEO von Mondelez Schweiz (Toblerone), kam die Rolle des Antagonisten zu. Er erläuterte die aus seiner Sicht von der Vorlage ausgehenden Nachteile. Der SBV vertritt die Haltung, dass man über die vom Parlament beschlossene Vorlage nun nicht mehr lange Grundsatzdebatten führen sollte. Stattdessen muss man sich nun auf deren Umsetzung konzentrieren.