Inhalt - SBV-News Nr. 35 (29.08. - 04.09.2016)

SBV-News Nr. 35 (29.08. - 04.09.2016)

AgriSkills 2016

Zweifelsohne ein Highlight der SBV-Berichtswoche waren die ersten Schweizer Meisterschaften für das Berufsfeld Landwirtschaft, die unter dem Namen „AgriSkills 2016“ bei der Agrilogie Grange-Verney in Moudon (VD) stattfanden. Vom 1. bis 4. September trafen 48 junge Berufsleute, die 2015 oder 2016 ihre Ausbildung abgeschlossen haben, in verschiedenen Disziplinen aufeinander. An drei Tagen fanden Vorentscheidungen statt, die jeweils Besten qualifizierten sich für das Finale vom Sonntag. Schlussendlich setzten sich Michael Messerli aus Riedt b. Erlen (TG) bei den Landwirten, Mathurin Gisel aus Renens (VD) bei den Weintechnologen und Christian Steimer aus Wettingen (AG) bei den Winzern durch. Gegen 20 Schulklassen aus der Region meldeten sich an, um das muntere Treiben aus der Nähe zu beobachten. Eine ideale Gelegenheit, Jugendliche auf die Attraktivität und Vielfältigkeit der landwirtschaftlichen Berufe aufmerksam zu machen. Mehr Infos dazu gibt’s unter www.agri-job.ch.

Junglandwirte

Die Junglandwirtekommission (JULA) des SBV traf sich mit Vertretern von Pro Natura zu einem erstmaligen Austausch. Im Zentrum des Gesprächs stand die Pflanzenschutzmittel-Kampagne von Pro Natura, deren Tonalität die JULA kritisierte. Pro Natura bestätigte, dass diese das Ziel verfolge, die Diskussionen rund um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft anzustossen. Nebst unterschiedlichen Ansichten konnten aber auch Gemeinsamkeiten zwischen JULA und Pro Natura ausgemacht werden. So engagieren sich beide für eine nachhaltige Landwirtschaft, die qualitativ hochstehende Produkte auf den Markt bringen soll. Die JULA setzte sich an ihrer Sitzung zudem mit der aktuellen Situation auf den Märkten auseinander und traf Vorbereitungen für den nächsten Junglandwirte-Kongress, der im Januar 2017 stattfinden soll.

Swissness

Anlässlich der in wenigen Monaten in Kraft tretenden gesetzlichen Swissness-Regelung veranstalte der Schweizerische Verband der Ingenieur-Agronomen und Lebensmittel-Ingenieure zusammen mit der Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien und dem SBV einen Swissness-Event. Fragestellung der Veranstaltung war, wie Land- und Lebensmittelwirtschaft mit den gestellten Herausforderungen umgehen und welche Chancen sich bieten. Der SBV konnte die Bedeutung der Swissness-Vorlage für die Landwirtschaft einmal mehr unterstreichen. Weitere Referenten aus den verschiedensten Stufen der Wertschöpfungskette und vom BLW brachten ebenfalls ihre Sicht der Dinge ein. An der Tagung kam klar zum Ausdruck, dass „Swissness“ etwas wert und es unerlässlich ist, entlang der Wertschöpfungskette zusammenzuarbeiten.

Stromnetz

Der SBV konnte im Rahmen der Anhörung der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerats die Haltung der Landwirtschaft zur Vorlage betreffend Um- und Ausbau der Stromnetze darlegen. Der SBV lehnt die Vorlage ab, weil zuerst Fragen der Enteignung und Entschädigung über eine Revision des Enteignungsgesetzes geregelt werden müssen, bevor über den Ausbau der Stromnetze entschieden wird. Weiter forderte der SBV, dass der Kulturlandschutz und die Tiergesundheit (Strahlung) besser berücksichtigt werden muss.

Erfahrungsaustausch „Produkte und Tourismus“ des Netzwerkes Schweizer Pärke

Promotionsaktivitäten, Kooperation sowie Positionierung von regionalen Produkten und naturnahem Tourismus standen im Zentrum der Tagung von „Schweizer Pärke“. Der SBV erhielt die Möglichkeit, seine beiden Projekte „Vom Hof“ sowie „Stallvisite“ aus der Edelweiss-Kampagne zu präsentieren. Bei diesen zwei Projekten sind Synergien mit dem Angebot des Netzwerkes Schweizer Pärke vorhanden, die es bei einem nächsten Treffen im Detail auszuloten gilt.

Notiz der Woche

Die Mitglieder der Junglandwirtekommission – kurz JULA – diskutierten an ihrer Sitzung auch die Initiative für Ernährungssicherheit des SBV. Zusammen mit Kampagnenleiter Urs Schneider erörterten sie die angedachten Massnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten. Die Junglandwirte stehen vorbehaltlos hinter der Initiative und versprechen sich von einer Annahme vor allem auch verbesserte Perspektiven für junge Bauernfamilien. Schön, dass sich der bäuerliche Nachwuchs in diesen Fragen so stark engagiert – denn ihnen gehört die Zukunft!