Inhalt - SBV-News Nr. 46 (14.11. – 18.11.2016)

SBV-News Nr. 46 (14.11. – 18.11.2016)

SBV-Delegiertenversammlung

Für den SBV ist die Delegiertenversammlung (DV) jeweils einer der wichtigsten Anlässe des Jahres. Er legt Rechenschaft über seine Tätigkeit ab und nimmt Aufträge und Erwartungen der Mitglieder und Delegierten entgegen und zugleich wickelt er die statutarischen Geschäfte ab. Dieses Jahr standen dabei auch Gesamterneuerungswahlen an. Gewählt wurden der bisherige Präsident Markus Ritter, die Vizepräsidenten Fritz Glauser und Hans Frei sowie die Vizepräsidentin Christine Bühler. Weiter wurde Stefan Müller, Landeshauptmann und Vorsteher des Land- und Forstwirtschaftsdepartementes AI, als Nachfolger von Lorenz Koller in den Vorstand gewählt. Weiter wurden Jahresbericht und Tätigkeitsprogramm verabschiedet und eine Resolution an Bundesrat und Parlament beschlossen. Diese Resolution fordert einen unveränderten Zahlungsrahmen und ein Verzicht auf Kürzungen zulasten der Land- und Ernährungswirtschaft. Medienpreise erhielten zwei Journalisten je von der Deutsch- und Westschweiz und die Gewinner der AgriSkills wurden geehrt.

Energiezukunft

Am Nationalen Kongress der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz wurde in Bern die E-Mobilität, die Batteriespeicher sowie die Versorgungssicherheit und deren Einfluss auf die Schweizer Wirtschaft thematisiert. In diesem Prozess sind erneuerbare Energien wichtig und diese lassen sich gemäss der ETH problemlos in unser Energienetz integrieren. Gerade die dezentrale Speicherung könne eine stabile und sicher Stromversorgung garantieren. Zum dringend anzugehenden schweizerischen Energieumbau präsentierte Prof. Dr. Anton Gunzinger seine überzeugenden Berechnungen. Diese waren jedoch Suzanne Thoma  (CEO BKW) und Bundesrätin Doris Leuthard nicht geheuer, denn die Energiebranche sei nicht für einen so schnellen Wandel bereit. Für den SBV war es interessant zu beobachten, wie sich die Energiebranche um die angesagte Ökologisierung und Dezentralisierung herausreden will.

Velo-Inititiative

Der SBV nahm in einem Schreiben an das Bundesamt für Strassen Stellung zum Gegenentwurf zur Velo-Initiative. Der SBV ist grundsätzlich mit dem Gegenvorschlag zur Volksinitiative „Zur Förderung der Velo-, Fuss- und Wanderwege“ einverstanden. Die Gleichstellung von Velowegen mit den Fuss- und Wanderwegen in der Bundesverfassung macht Sinn. Der SBV begrüsst die Umwandlung der „Muss-Formulierungen“ zu „Kann-Formulierungen“ im direkten Gegenentwurf. Im Zusammenhang mit dem Schutz des Kulturlandes verlangt der SBV, dass der Schutz des Kulturlandes absolut Priorität haben muss.

Freihandel

Das „Forum für Aussenpolitik“ lud den SBV, vertreten durch Vizepräsident Hans Frei, zu einem Podium über TTIP und den Freihandel ein. Eingeladen waren auch economiesuisse und die Jungsozialisten. Die Juso kritisierte den SBV, dass dieser ins Ja-Lager übergelaufen sei. Hans Frei konterte diese Kritik mit den Worten, dass internationaler Handel nicht a priori schlecht sei, es jedoch darauf ankomme, unter welchen Bedingungen und mit welchen Folgen Handel getrieben werde. Frei betonte besonders, dass eine nachhaltige, bäuerliche Landwirtschaft nicht zu Weltmarktpreisen zu haben sei.

Revision Gentechnologie-Gesetz

Die Wirtschafts- und Bildungskommission des Nationalrates hat die Teilrevision des Gentechnologie-Gesetz (GTG) beraten. Erfreulicherweise unterstützt eine Mehrheit die vom SBV und Allianzpartnern definierte Position. Das heisst, die WBK spricht sich für eine zeitlich unbefristete Einschränkung des Inverkehrbringens von landwirtschaftlichen GVO aus (entspricht einem GVO-Verbot), zudem hat sie sämtliche Rechtsgrundlagen für eine Koexistenzregelung aus dem GTG gestrichen. Mit dieser klaren Position kann sich die Schweizer Landwirtschaft noch glaubwürdiger als GVO-frei in den Märkten positionieren.

Brugger Stadtrat – SBV-Geschäftsleitung

Kürzlich trafen sich die SBV-Geschäftsleitung mit dem Stadtrat der Stadt Brugg wo man sich gegenseitig über die jeweilige Organisation und die aktuellen Tätigkeiten informierte. Der SBV legt dar, dass eine Beibehaltung auf dem bisherigen Niveau – oder gar nocht besser einen Ausbau – der Anbindungen von Brugg AG an den öffentlichen Verkehr äusserst wichtig ist. Der Brugger Stadtrat betonte die enorme, regionale Bedeutung des SBV und der Agrisano-Unternehmungen als Arbeitgeber.

Notiz der Woche

Social Media – SBV goes live, oder auf Deutsch gesagt: Der SBV hat erstmals seine DV live übertragen. Die Lernenden Robin Huber und Gabriel Frei wurden an der diesjährige DV zu online-Reporter. Die Eröffnungssprache des Präsidenten, der Jahresbericht, das Tätigkeitsprogramm und weitere Sequenzen der DV wurden Live auf die Facebookseite des SBV übertragen. Der Mut wurde belohnt. Innerhalb von wenigen Tagen haben die Videos bereits über 6‘500 Personen angeschaut und diverse Medien, darunter auch die BauernZeitung und der Schweizer Bauer, teilten die Liveübertragung an ihre jeweilige Facebookseite. Die gefilmten Sequenzen können auf www.facebook.com/bauernverband angeschaut werden.