Inhalt - SBV-News Nr. 19 (08.05. - 12.05.2017)

SBV-News Nr. 19 (08.05. - 12.05.2017)

Plattform Pflanzenschutz

Der Austausch der Plattform Pflanzenschutz stand im Zeichen des Grundwassers. Der Bereichsleiter Wasser beim Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) gab am Beispiel von ausgewählten Pflanzenschutzmittelwirkstoffen und Abbauprodukten eine Übersicht zum Zustand der Schweizer Grundwasserfassungen. Eine Herausforderung ist die lange Verweildauer des Trinkwassers von der Bodenoberfläche bis zur Brunnstube von 20 und mehr Jahren. Dies kann dazu führen, dass unerwünschte Substanzen auch Jahrzehnte nach Einsatzende noch nachgewiesen werden können. Weitere Themen der Plattform waren die Entwicklung einer PSM-Datenbank durch Agridea, die Verbesserung der PSM-Datenerhebung des Bundes und aktuelle Informationen aus dem Geschäftsbereichs Pflanzenbau SBV.

Runder Tisch Kriechströme

Der SBV hat einen runden Tisch einberufen, um die Problematik der Auswirkungen von Kriechströmen, Nicht-Ionisierender-Strahlungen (Mobiltelefonantennen) und elektrischer Felder auf die Tiergesundheit und -wohl zu diskutieren. Es nahmen Vertreter der Strom und Telekommunikationsbranche sowie (teilweise direkt betroffene) Landwirte teil. Alle haben das Thema als relevant beurteilt. Nach einer ersten Auslegeordnung konnten ver-schiedene Pisten definiert werden, um die Problematik anzugehen. Prioritär sollen Ansätze zur Lösung der Probleme bei Kriechströmen vertieft werden.

Frostschäden: Treffen mit fondssuisse

Der SBV und die am stärksten vom Frost betroffenen Branchen (Wein- und Obstbau) trafen sich zu einer Aussprache mit fondssuisse. Der ehemalige Elementarschadenfonds nimmt sich Schäden nach Naturereignissen an, die nicht versichert werden können oder die möglicherweise nicht von Versicherungen gedeckt werden. Gemeinsam wurde nach Unterstützungsmöglichkeiten für stark betroffene, in ihrer Existenz gefährdete Betriebe gesucht. In einem gemeinsamen Schreiben wurde der Bund aufgefordert, die allgemeine Koordination zu übernehmen und Massnahmen zur Sicherung der Liquidität der Betriebe umzusetzen. Zudem wurden die kantonalen Bauernverbände schriftlich über die momentane Einschätzung zur Schadenslage und über die zur Diskussion stehenden Massnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schäden informiert.

Ernährungssicherheit

Die zweite Tranche der Einladungen zum Beitritt ins nationale Komitee wurde versandt. Die kantonalen Bauernverbände wurden weiter mit einem Mail über den Ablauf der Bestellung des Kampagnenmaterials informiert. Das Kontingent wurde aufgrund der Grösse sowie der Einwohnerzahl des jeweiligen Kantons zugeteilt, wobei die Kantone die vorgeschlagene Menge gemäss ihren Bedürfnissen anpassen können. Damit der Druck des Kampagnenmaterials rasch an die Hand genommen werden kann, müssen die Rückmeldungen bis zum 22. Mai 2017 erfolgen. Die Auslieferung des Kampagnenmaterials ist auf Ende Juni angesetzt.

Treffen der EU-Praktikantenvermittlungsstellen

Die (west)europäischen Praktikantenvermittlungsstellen treffen sich jährlich zu einem Austausch. Dieses Jahr organisierte Agrimpuls diesen Anlass in Baden/Windisch. Es nahmen Teilnehmer aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Holland, Irland, Norwegen, Schweden und der Schweiz teil. Sie informierten sich zuerst über das Gastland und diskutierten dann aktuelle Themen im Bereich der Praktikantenvermittlung: Ausbildungssysteme, Rekrutierung/Auswahl von neuen Gastfamilien, Praktikantenerwartungen und Stellenangebote, Marketingthemen, Visaprobleme in Australien und ähnliches mehr.

Stellungnahmen

Der SBV hat zu vier Themen eine Stellungnahme verschickt: Vernehmlassung zum Agrarpaket 2017, Umsetzung des ersten Massnahmenpakets zur Energiestrategie 2050, die Aufnahme alter Wirkstoffe in Anhang 10 der Pflanzenschutzmittelverordnung und zur Änderung der Verordnung über die Berufsbildung.

Notiz der Woche

An der Uni Luzern wurde vor 10 Jahren ein kleiner, einzigartiger Lehrstuhl geschaffen, der sich dem Agrarrecht widmet. Die von Prof. Dr. Roland Norer bewirtschafteten Themen erstrecken sich über den Schutz der Kulturlandflächen, Raumplanung, Naturgefahren, Wolf zur Nutzung der natürlichen Ressourcen von Land, Wald, Luft und Gewässer. Die fundierte rechtliche Aufarbeitung dieser Gebiete ist von grossem Nutzen. Aktuell ist die Ausarbeitung eines Kommentars zum schweizerischen Landwirtschaftsgesetz (LwG) ein bevorstehendes Grossprojekt.