Inhalt - SBV-News Nr. 26 (26.06. – 30.06.2017)

SBV-News Nr. 26 (26.06. – 30.06.2017)

Nachfolgeregelung Schoggigesetz

Der SBV legte an der Anhörung der WAK-S seine Einschätzung zur Abschaffung der Exportbeiträge im Rahmen des Schoggigesetzes und der angedachten Nachfolgeregelung dar. Es zeigte sich, dass eine funktionierende Lösung sehr wichtig ist, weil heute über das Schoggigesetz 11% der Getreidemengen und 7% der Milchmengen exportiert werden. Der SBV forderte auch, dass es für die Nachfolgeregelung Mittel in der Höhe von 95 Mio. braucht.

Beurteilung der Kalbfleischqualität

Der Schweizer Kälbermästerverband, angesiedelt beim SBV, führt am 31. Oktober 2017 bei der Bell AG in Oensingen den Kurs „Beurteilung der Kalbfleischqualität“ durch. Der Inhalt umfasst ein Kurzportrait der Proviande, Preisbildung beim Schlachtvieh, Preise und Qualität der Kälber, Farbwert, Einführung CH-Tax, Organisation Bell AG, Kalbfleischqualität aus Sicht des Verarbeiters, Optimierungsmöglichkeiten der Kalbfleischqualität, Rundgang Schlachthof sowie CH-TAX Beurteilung aus  Schlachtkörper/Farbmessung.

Netzwerk Raumplanung

Der Vorstand der Netzwerk Raumplanung (bestehend aus Pro Natura, Landschaftsschutz, Verkehrs-Klub Schweiz, Kleinbauern, Bodenkundlerverband und dem SBV) diskutierte eine für September geplante Tagung und über die Strategie der nächsten Jahre. Ein intensives Thema war die 2. Etappe der Revision des Raumplanungsgesetzes. Der Vorstand ist sich einig, dass die Vorlage mehr Fragen als Antworten liefert und utopisch ist. Das Netzwerk Raumplanung lehnt die Vorlage tendenziell ab, allerdings aufgrund unterschiedlicher oder kontroversen Überlegungen zum Bauen ausserhalb der Bauzone. Der SBV erreichte, dass der Landschaftsschutz in seiner ersten Stellungnahme nicht mit vollen Rohren gegen die Bauern schiesst.

100 Bäuerinnen und Bauern, die begeistern

Nachdem sich letzten Freitag eine Jury aus einer Auswahl von 420 Betrieben für jeweils zehn Betriebe pro Kategorie entschied, informierte der Geschäftsbereich Kommunikation des SBV die Nominierten in der Berichtswoche. Die Höfe haben nun 14 Tage Zeit, sich zu entscheiden, ob sie mitmachen möchten oder nicht. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die meisten mit von der Partie sind.

Agrisano: Reiseversicherung

Spital- und Arztrechnungen im Ausland können bei einem Notfall horrend hoch ausfallen. Die obligatorische Grundversicherung der Schweizer Krankenkassen vergütet bei Notfällen im Ausland maximal das Doppelte dessen, was die Behandlung auf der allgemeinen Abteilung im Wohnkanton gekostet hätte. Das reicht je nach Behandlung und Klink aber nicht. Wer nach einem Notfall in den Ferien nicht zusätzlich noch hohe Behandlungskosten bezahlen möchte, sollte im Ernstfall möglichst rasch die Krankenkasse anrufen und den Fall melden. Eine weitere Möglichkeit ist, für die Zeit der Ferien im Ausland die Reisversicherung der Agrimpuls (Solida) abzuschliessen. Diese ist bereits ab einer Prämie (Einzelperson) von 25 Fr für die  Dauer von 28 Tage erhältlich. Für die gleiche Zeitspanne zahlen Familien 75 Fr.

Zahl der Woche

Immer wieder kommen bei anhaltend trockenem Wetter Ängste auf. Die Wasserbilanz (Niederschläge abzüglich berechneter Verdunstung) der ersten fünf Monate des laufenden Jahres ergibt bloss einen Wert von 191 Millimetern für das Schweizer Mittelland. Trockene Jahre sind jedoch v.a. für den Ackerbau eher von Vorteil. So scheinen die Gerstenerträge nach ersten Meldungen im laufenden Jahr ausgezeichnet zu sein. Üppigere Wasserbilanzen in den Jahren 2015 (284mm)  und 2016 (492mm) führten zu deutlich schlechteren Erträgen. Die Niederschläge sind nicht der einzige Faktor, welcher die Ernten beeinflusst. Trockenes Wetter reduziert aber den Druck von Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern. Nicht zuletzt erleichtert es die Ernte, schützt vor Auswuchsgetreide und vermindert die Belastung des Erntegutes mit Mykotoxinen.

Notiz der Woche

Die WAK-S will im Rahmen eines Berichts überprüfen lassen, wie die Ausnahmen vom Cassis de Dijon-Prinzip abgeschafft oder eingeschränkt werden können. Seit Jahren werden über das Cassis de Dijon-Prinzip unzählige, teure Studien und Gutachten verfasst. Die von Bundesrat und Verwaltung ursprünglich prognostizierte preissenkende Wirkung hat bis heute wohl kein Konsument gespürt. Der bestellte Bericht von der WAK-S wird daran auch nichts ändern.