Inhalt - SBV-News Nr. 22 (28.05. – 03.06.2018)

SBV-News Nr. 22 (28.05. – 03.06.2018)

Spitzengespräch SMP – SBV

Die Spitzen von SBV und SMP trafen sich zu einem Gespräch und tauschten sich über verschiedene Fragen aus. Allgemein beurteilen beide Verbände die Perspektiven auf dem Milchmarkt für den Sommer 2018 grundsätzlich als gut. Die Butterlager sind auf vertretbarem Niveau und die internationalen Preise ziehen wieder an. Ausserdem diskutierte der SBV und SMP die Absicht, eine Futtermittelstrategie zu erstellen. Die Milchbranche sollte von der Strategie nachhaltiger Futtermittel profitieren können. Daneben diskutierten die Verbandsspitzen diverse politische Themen und stellten Klärungsbedarf bei Fragen zur Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems fest.

Fachkommission Sozialpolitik, Arbeitsrecht & Ausländerpolitik

Die Fachkommission Sozialpolitik, Arbeitsrecht & Ausländerpolitik traf sich zur ersten Sitzung in diesem Jahr und informierte sich insbesondere über den Stand der Reform der Altersvorsorge. Im Weiteren wurde über «Care Farming» diskutiert. Hierbei handelt es sich um Angebote für Kinder und Jugendliche, für alte Menschen oder Menschen mit psychischen oder geistigen Beeinträchtigungen. In diesem Bereich besteht zwischen den verschiedenen Anbietern kaum Koordination und es fehlt an einheitlichen Rahmenbedingungen. Ein anderes Traktandum war das Thema Entlöhnung und soziale Absicherung der mitarbeitenden Familienmitglieder.

Arbeitsgruppe Milch

Die Arbeitsgruppe (AG) Milch des SBV beurteilt die Lage auf dem Molkereimilchmarkt als unbefriedigend. Sie kommt zur Einschätzung, dass die Segmentierung nicht im Sinne der Produzenten umgesetzt wird und darum nicht den gewünschten Effekt bringt. Die AG wird an der nächsten Sitzung den Geschäftsführer der BOM anhören. Zudem legte sie  das weitere Vorgehen für die Studie der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften  zu den Margen fest.

Landwirtschaftlicher Klub

Der SBV führte wie immer in der ersten Sessionswoche einen Anlass für den Landwirtschaftlichen Klub der Bundesvesammlung durch – diesmal zum Thema „Trinkwasserinitiative – Welche Konsequenzen für die Schweizer Landwirtschaft?“.  Nebst Franziska Herren, Initiantin der Initiative, und einem Vertreter der Wasserversorgung kamen auch Landwirte zu Wort, welche die Auswirkungen für ihre Betriebe aufzeigten. Der Anlass zeigte deutlich die grosse inhaltliche Differenz zwischen den Initianten, welche die Landwirtschaft per se als Umweltvergifter sehen, und einer marktfähigen Landwirtschaft.

Workshop klimafreundliche Milchviehfütterung

AgroCleanTech (ACT) hatte bereits in zwei vorgängigen Workshops Informationen zu einer klimafreundlichen Milchviehfütterung aufgearbeitet und diese in einem Diskussionspapier verdichtet. Nun berechnete ACT zur Vorbereitung auf einen abschliessenden Workshop die in der Schweiz typischen Milchviehrationen und deren Treibhausgas-Emissionen vom Anbau über die Konservierung bis hin zur Fütterung. Das Papier schliesst mit der Schlussfolgerung, dass nicht in erster Linie die Zusammensetzung der Ration sondern die standortangepasste Umsetzung des Futterplans zur besten Treibhausgas-Reduktionen führt.

Zahl der Woche

Im Jahr 2016 waren 6,5 Mio. Tonnen bzw. 76,6 % der insgesamt 8,38 Mio. Tonnen in der Schweiz für Nutztiere verwendeten Futtermittel (Basis Trockensubstanz) Raufutter. Dieses stammt grösstenteils von Wiesen und Weiden (Gras, Heu, Grassilage).

Rekorde in den sozialen Medien

Sowohl auf Facebook als auch auf Twitter erlebte der SBV eine Rekordwoche: Ein Beitrag zum Thema Glyphosat erzielte mit insgesamt über 140‘000 erreichten Menschen und weit über 11‘000 Interaktionen eine ungeheure Aufmerksamkeit. Und auch auf Twitter lief enorm viel: Der Mai war auf dem frankophonen Kanal @usp ein Monat der Superlative. Am 16. Mai stieg die organische Reichweite auf 3300 an einem einzigen Tag und mit rund 50 neuen Followern im wuchs auch die Basis der Abonnenten alleine im Monat Mai um über 10 %.

Notiz der Woche

Die Mercosur-Reisedelegation hat nach ihrer Rückkehr berichtet, dass in den bereisten Staaten die Land-wirtschaft, Tierhaltung, Fleischqualität, Schlachtbetriebe etc. auf einem erstaunlich hohen Niveau sind. Diese Einschätzungen wurden öffentlichkeitswirksam verkündet. Einige Tage danach hat der Bund – weniger öffentlichkeitswirksam – per dringlichen Beschluss mehrere Schlacht- bzw. Fleischverarbeitungsbetriebe aus Brasilien von der Lieferung von Ware in die Schweiz wegen illegalen Verhaltens gesperrt. Zwischen dem der Reisedelegation vermitteltem Bild und der Realität besteht wohl eine Diskrepanz...