Inhalt - SBV-News Nr. 38 (17.09. – 21.9.2018)

SBV-News Nr. 38 (17.09. – 21.9.2018)

Landwirtschaftskammer

Die Landwirtschaftskammer (LAKA) – das Parlament des Bauernverbands – setzte sich an ihrer September-Versammlung eingehend mit den anstehenden Volksinitiativen auseinander. Sie beschloss Stimmfreigabe für die Hornkuh-Initiative; die Zersiedelungsinitiative und die Initiative „für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ hingegen lehnte sie ab. Weiter brachte sich die LAKA zur aktuellen Situation auf den Märkten und zu den Auswirkungen der Trockenheit auf den aktuellsten Stand und verabschiedete das Tätigkeitsprogramm 2019 zuhanden der Delegiertenversammlung.

Landwirtschaftlicher Klub

Der Landwirtschaftliche Klub der Bundesversammlung, dessen Sekretariat beim SBV angesiedelt ist, zählt rund 100 Mitglieder. Die Parlamentarier werden regelmässig über aktuelle politische Themen mit Bezug zur Landwirtschaft informiert. Diesmal stand die Erwartungshaltung an die Agrarpolitik 22+ auf dem Programm. Christoph Dietler für die Agrarallianz, Isabelle Moret für die Lebensmittelindustrie, Sophie Michaud Gigon für die Konsumenten und SBV-Vizepräsident Hans Frei für die Landwirte zeigten dabei auf, wie vielschichtig die Ansprüche sind.

Ertragswert Sömmerungsbetriebe

Der Bundesrat hiess Ende Januar die neue Schätzungsanleitung für den landwirtschaftlichen Ertragswert gut. Agriexpert entwickelte zu dessen Berechnung die Software Agrivalor®. Ab Ende September können damit neu auch Sömmerungsbetriebe bewertet werden. Mehr Infos zur Software gibt’s unter https://www.agrivalor.ch 

Statistik der Woche

Neben ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit bewirtschaften viele Bäuerinnen und Bauern auch einen Stück Wald. Diese Nebentätigkeit ist in den europäischen Ländern von unterschiedlicher Bedeutung. In Schweden ist die von den Landwirten bewirtschaftete Waldfläche sogar grösser als die landwirtschaftliche Nutzfläche. In der Schweiz macht sie etwas mehr als 10 Prozent der gesamten Betriebsfläche aus, während sie in unserem Nachbarland Österreich fast 40 Prozent erreicht.

Notiz der Woche

Nach langem Kampf scheint eine Lösung für die Schweizer Zuckerrüben und Zuckerproduktion nun endlich in Griffnähe! Der Bund stellte als Antwort auf die parlamentarische Initiative Bourgeois „Stopp dem ruinösen Preisdumping beim Zucker! Sicherung der inländischen Zuckerwirtschaft“ die Einführung eines Mindestzolls für Zucker und die Erhöhung des Einzelkulturbeitrages in Aussicht. Beide Massnahmen helfen mit, dass die Rübenfläche nicht weiter zurückgeht. Die Massnahmen sollen bereits per Januar 2019 in Kraft gesetzt werden. Den definitiven Beschluss fällt der Bundesrat in den nächsten Wochen. Für die Nahrungsmittelindustrie ist die Erhöhung des Zolls problemlos tragbar: Die Mehrkosten betragen ca. 0.2 Rappen pro Tafel Schokolade.