Inhalt - SBV-News Nr. 8 (19.02. – 23.02.2018)

SBV-News Nr. 8 (19.02. – 23.02.2018)

Landwirtschaftskammer

Das Parlament der Bauern, die Landwirtschaftskammer des SBV, hat an ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr Budget und Finanzplan sowie die Anpassung diverser Reglemente diskutiert und genehmigt. Weiter besprachen die Mitglieder verschiedene agrarpolitische Geschäfte, die Gesamtschau des Bundesrats sowie die anstehenden Volksinitiativen im Zusammenhang mit der Landwirtschaft. Auch bestätigte sie die Zustimmung zum Bundesbeschluss über die neue Finanzordnung 2021, über welche am 4. März abgestimmt wird. Schliesslich nahmen sie  den Austritt des Verbands der Schweizer Gemüseproduzenten mit grossem Unverständnis zur Kenntnis.

Austritt der Gemüseproduzenten

Nach längeren Verhandlungen hat der Verband Schweizer Gemüseproduzenten rückwirkend auf den 1. Januar seine Mitgliedschaft beim SBV gekündigt. Grund ist die von den Delegierten im vergangenen Herbst beschlossene Beitragserhöhung. Der SBV nimmt den Entscheid mit Befremden zur Kenntnis, da die Beitragserhöhung für einen Gemüsegärtner mit 17 Fr. pro ha einen kleinen Betrag darstellt. Der Vorstand wird sich an der März-Sitzung mit der Situation auseinandersetzen und das weitere Vorgehen festlegen.

Medienkonferenz Zucker

Zusammen mit dem Schweizerischen Verband der Zuckerrübenpflanzer und der Schweizer Zucker AG führte der SBV in der Zuckerfabrik Aarberg eine Medienkonferenz durch. Aufhänger war die veränderte Ausgangslage in der EU, welche den inländische Anbau von Zuckerrüben und die Produktion von Schweizer Zucker akut gefährdet. Die Referenten zeigten auf, dass der im Rahmen der WTO und der bestehenden Freihandelsabkommen zulässige Zoll besser ausgenutzt werden muss, damit die Rübenpreise nicht ins bodenlose fallen. Die Medienkonferenz sowie der anschliessende Rundgang waren aussergewöhnlich gut besucht und das Interesse am Thema gross.

Landwirtschaftliches Verordnungspaket 2018

Der SBV schickte die provisorische Stellungnahme zum Agrarpaket 2018 an seine Mitgliedorganisationen. Diese können bis am 23. März 2018 dazu Rückmeldungen und Eingaben machen. Die Stellungnahme ist einmal mehr umfangreich.

Anhörung CO2-Gesetz

Der SBV erläuterte an einer Anhörung der Umweltkommission des Nationalrats die Anliegen der Landwirtschaft bei der Klimapolitik. Er nutzte die Gelegenheit, um die teilnehmenden Parlamentarier dafür zu sensibilisieren, dass das Reduktionsziel für Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft realistisch festgelegt werden muss. Weiter engagierte er sich dafür, dass über die Klimapolitik ein Förderinstrument für Biogasanlagen auf Landwirtschaftsbetrieben etabliert wird, da diese einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Abschwemmungsauflagen in Kraft gesetzt

Das BLW hat per 2018 neue Auflagen gegen die Abschwemmung von gewässergefährdenden Pflanzenschutzmitteln in Kraft gesetzt. Damit wird eine weitere Massnahme aus dem Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundes umgesetzt. Der SBV brachte bei der Erarbeitung des Massnahmenplans die Interessen der landwirtschaftlichen Praxis ein. Die Anwender von Pflanzenschutzmitteln sind aufgerufen, die neuen Auflagen anzunehmen und rasch umzusetzen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Landwirtschaft auch in Zukunft auf ein möglichst breites Portfolio von Pflanzenschutzmitteln zurückgreifen kann.

Statistik der Woche

2017 wurden 1475 Mio. kg Milch zu Käse verarbeitet. Das ist mehr als in den beiden Vorjahren (2015: 1461 Mio. kg, 2016: 1418 Mio. kg). Nur 2014 floss 0,4 % mehr Milch in die Käseproduktion, damals waren es 1481 Mio. kg.

Notiz der Woche

Derzeit finden landauf und landab bäuerliche Versammlungen und Tagungen statt. Der SBV organisiert – wenn immer möglich – eine Vertretung und oft sind unsere Exponenten als Referenten eingeladen. Praktisch an allen Anlässen ist die Gesamtschau des Bundesrates ein Thema. Der SBV nutzt diese Gelegenheiten, sein Vorgehen zu erklären. Wir lehnen die einseitig auf Grenzöffnung setzenden Vorschläge des Bunderates klar ab. Der SBV setzt darauf, dass die Gesamtschau durch das Parlament zurückgewiesen wird und danach eine neue Grundlage für die Weiterentwicklung der Agrarpolitik erarbeitet werden kann.